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Enterprise-AI-Suchstrategie – wie gehen große Unternehmen mit interner + externer KI-Sichtbarkeit um?

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Enterprise_IT_Director_James · IT-Direktor bei Fortune 500
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EI
Enterprise_IT_Director_James
IT-Direktor bei Fortune 500 · 9. Januar 2026

Ich leite die KI-Suchinitiative unseres Unternehmens und habe mit zwei parallelen Herausforderungen zu tun:

Interne Herausforderung:

  • Mitarbeitende verbringen täglich 2,5 Stunden mit Informationssuche
  • Daten sind über Sharepoint, Confluence, Salesforce und interne Wikis verstreut
  • Bedarf an einheitlicher KI-gestützter Suche über alle Quellen hinweg
  • Sicherheits- und Governance-Anforderungen sind streng

Externe Herausforderung:

  • Die Marke muss sichtbar sein, wenn Kunden KI-Plattformen befragen
  • Wettbewerber erscheinen in KI-Antworten, wir nicht
  • Marketing will KI-Zitationsüberwachung
  • Unsere öffentlichen Inhalte müssen für KI optimiert werden

Aktueller Stand:

HerausforderungAktueller AnsatzProbleme
Interne SucheAltes SuchwerkzeugSchlechte Ergebnisse, geringe Nutzung
Externe SichtbarkeitTraditionelles SEOFührt nicht zu KI-Zitationen

Fragen an die Community:

  1. Wie balancieren andere Unternehmen interne vs. externe KI-Suche?
  2. Welche Plattformen nutzt ihr für die interne KI-Suche?
  3. Wie löst ihr Governance im großen Maßstab?
  4. Misst jemand den ROI erfolgreich?

Ich suche nach praxisnahen Einblicken von Unternehmen mit ähnlichem Umfang.

10 comments

10 Kommentare

ES
EnterpriseArchitect_Sarah Expert Chief Enterprise Architect · 9. Januar 2026

Wir haben beide Herausforderungen bei [Large Enterprise] gemeistert. Hier ist unsere Architektur:

Interne KI-Suche:

Implementierte föderierte Suche mit RAG (Retrieval Augmented Generation):

Quellen: Sharepoint + Confluence + Salesforce + interne DBs
     ↓
Konnektoren: Echtzeit-Synchronisierung mit Zugriffsvererbung
     ↓
Vector Store: Embeddings für semantische Suche
     ↓
RAG-Schicht: Verankert LLM-Antworten in Quelldokumenten
     ↓
Interface: Natürlichsprachliche Suche + Quellenangabe

Wesentliche Ergebnisse:

  • Suchzeit um 60 % reduziert
  • Mitarbeiter-NPS für Suche: 72 (vorher 18)
  • 45 % weniger wiederholte Fragen an Experten

Externe KI-Sichtbarkeit:

Anderes Team, andere Strategie:

  • Marketing verantwortet GEO-Optimierung
  • Content-Team strukturiert für Konversationsanfragen um
  • Nutzt Am I Cited für plattformübergreifendes Monitoring
  • Beobachtung des Share of Voice im Wettbewerbsvergleich

Die Governance-Schicht umfasst beides:

  • Zugriffskontrollen (wer sieht was)
  • Audit-Logging (Compliance-Anforderung)
  • Menschliche Überprüfung bei sensiblen Entscheidungen
  • Datenresidenz-Kontrollen
SM
SecurityArchitect_Mike · 9. Januar 2026
Replying to EnterpriseArchitect_Sarah

Die Governance-Schicht ist die größte Herausforderung für die meisten Unternehmen.

Sicherheitsbedenken, die wir adressiert haben:

  1. Zugriffsvererbung – KI-Suche respektiert die Berechtigungen des Quellsystems
  2. Datenleckage – Man kann die KI nicht zu Dokumenten befragen, auf die man keinen Zugriff hat
  3. Audit-Trail – Jede Anfrage wird für Compliance protokolliert
  4. Halluzinationskontrolle – RAG mit Quellenangabe als Pflicht

Der Vorteil von RAG:

Ohne RAG halluzinieren LLMs bei Faktenabfragen in 58–82 % der Fälle. Mit RAG, basierend auf internen Dokumenten, liegen wir bei 17–23 %.

Dieser Unterschied entscheidet zwischen nützlich und gefährlich im Enterprise-Umfeld.

KL
KnowledgeManager_Lisa VP of Knowledge Management · 9. Januar 2026

Perspektive aus dem Wissensmanagement. Das interne Suchproblem ist organisatorisch, nicht nur technisch.

Ursachen:

  • Inhalte verteilt auf über 15 Plattformen
  • Keine Verantwortung für abteilungsübergreifende Inhalte
  • Veraltete Dokumentation bleibt ewig bestehen
  • Stammeswissen wird nie dokumentiert

Technische Lösung allein reicht nicht:

Wir haben eine hervorragende KI-Suchplattform eingeführt. Die Nutzung lag bei 30 %.

Dann haben wir:

  1. Für jedes Hauptthema Inhaltsverantwortliche bestimmt
  2. Einen Inhaltslebenszyklus eingeführt (Auto-Archivierung nach X Monaten)
  3. Inhaltsbeiträge in die Leistungsbeurteilung aufgenommen
  4. „Knowledge Champions“ in jeder Abteilung benannt

Die Nutzung stieg auf 78 %.

Für externe KI-Sichtbarkeit:

Gleiches Prinzip. KI-Optimierung ist unmöglich, wenn die Inhalte ein Chaos sind. Erst aufräumen und strukturieren, dann optimieren.

AT
AIProductManager_Tom Director of AI Products · 8. Januar 2026

Perspektive aus der Plattform-Auswahl. Wir haben 8 Enterprise-KI-Suchplattformen evaluiert.

Darauf kommt es an:

FeatureWarum es wichtig ist
Vorgefertigte KonnektorenIntegrationsdauer
SicherheitsmodellHier gibt es keine Kompromisse
RAG-QualitätGenauigkeit der Antworten
AnpassbarkeitUnternehmensspezifische Anforderungen
SkalierbarkeitPerformance im großen Maßstab
Deployment-OptionenOn-Prem vs. Cloud

Unsere Top-Kandidaten:

  • Glean (exzellente UX, starke Konnektoren)
  • Elasticsearch + eigene LLM-Schicht (maximale Kontrolle)
  • Microsoft Copilot für 365 (wenn alles auf Microsoft läuft)
  • Coveo (stark bei E-Commerce + Knowledge)

Unsere Wahl:

Glean für die meisten Use Cases + individuelles Elasticsearch für sensible Daten, die unsere Umgebung nicht verlassen dürfen.

Der hybride Ansatz ermöglichte schnelles Vorankommen bei Einhaltung aller Sicherheitsanforderungen.

CE
CMO_Enterprise_Rachel CMO at Enterprise Software · 8. Januar 2026

Marketing-Perspektive zur externen KI-Sichtbarkeit.

Die Herausforderung:

Unsere Wettbewerber werden bei Kategoriefagen in ChatGPT und Perplexity zitiert. Wir nicht. Das ist ein Markenproblem, nicht nur ein Traffic-Problem.

Unser Ansatz:

  1. Ist-Analyse – Mit Am I Cited Sichtbarkeit messen
  2. Content-Restrukturierung – FAQ-Format für Schlüsselfragen
  3. Thought Leadership – Executive-Content mit klaren Expertise-Signalen
  4. Third-Party-Präsenz – Analysten, Bewertungsportale, Reddit-Beteiligung

Kennzahlen, die wir beobachten:

  • Share of Voice in KI-Antworten (vs. 5 Wettbewerber)
  • Sentiment der KI-Erwähnungen
  • Zitationsquellen (direkte oder Drittzitation?)
  • Konversionsrate aus KI-Traffic

Ergebnisse nach 6 Monaten:

  • Share of Voice: 8 % → 22 %
  • Direkte Markenzitate +180 %
  • KI-Traffic jetzt 4 % des Gesamttraffics (wachsend)
CC
ChangeManager_Chris · 8. Januar 2026

Change Management ist die versteckte Herausforderung.

Der Wandel in der Belegschaft:

Mitarbeitende sind Schlüsselwortsuche gewohnt. KI-Suche ist konversationell. Das ist ein großer Mentalitätswandel.

Was funktioniert:

  1. Schulungen – Nicht nur „Wie bediene ich“, sondern „Wie denke ich bei Anfragen“
  2. Champions-Programm – Power User helfen ihren Teams
  3. Executive Sponsorship – Führungskräfte nutzen und bewerben die Lösung
  4. Kommunikation von Erfolgen – Erfolgsgeschichten breit teilen

Typische Barrieren für die Nutzung:

  • „Ich vertraue KI-Antworten nicht“ → Quellenangaben zeigen
  • „Meine alte Suche war ok“ → Zeitersparnis im Vergleich zeigen
  • „Ich weiß nicht, was ich fragen kann“ → Beispielanfragen anbieten
  • „Noch ein Tool mehr“ → In bestehende Workflows integrieren

Ziel: 60–80 % Nutzung innerhalb von 12 Monaten. Wir sind nach 10 Monaten bei 72 %.

DM
DataGovernance_Maria · 7. Januar 2026

Data-Governance-Rahmen für KI-Suche.

Richtlinien, die wir festgelegt haben:

  1. Datenklassifizierung – Worauf darf die KI zugreifen? (Öffentlich, Intern, Vertraulich, Restriktiert)
  2. Zugriffsvererbung – KI respektiert Quellsystem-Berechtigungen
  3. Retention – Wie lange werden Suchlogs aufbewahrt?
  4. Grenzüberschreitend – Datenresidenz je Region
  5. Modelltraining – Unsere Daten trainieren keine Vendor-Modelle

Umsetzung:

DatenstufeKI-ZugriffMenschliche Überprüfung erforderlich
ÖffentlichVollständigNein
InternVollständig (mit Rechten)Nein
VertraulichEingeschränkte AnfragenJa für externe Nutzung
RestriktiertKein KI-ZugriffN/A

Audit-Anforderungen:

  • Wer hat was wann abgefragt
  • Welche Quellen wurden für die Antwort genutzt
  • Wurde die Antwort extern geteilt?
  • Vierteljährliche Zugriffsüberprüfung
RJ
ROIAnalyst_Jake · 7. Januar 2026

Kommen wir zum ROI.

Interner KI-Such-ROI:

Durchschnittlicher ROI unternehmensweiter KI-Initiativen: 5,9 % (IBM-Studie)

Das wirkt niedrig, liegt aber daran, dass viele Initiativen an der Nutzung scheitern.

Was erfolgreiche Umsetzungen erreichen:

  • 60 % schnellere Entscheidungsfindung
  • 2–5 Stunden/Woche Zeitersparnis pro Wissensarbeiter
  • 31 % schnellere Entscheidungsdynamik
  • Weniger wiederholte Fragen an Experten

So wird gerechnet:

(Gesparte Stunden × Stundenlohn × Mitarbeitende) – (Plattformkosten + Implementierung)

Bei 10.000 Wissensarbeitern, die 2 Stunden/Woche sparen: = 10.000 × 2 × 52 × $50/Stunde = $52 Mio. Wert – Plattform ($500k) – Implementierung ($1 Mio.) = $50 Mio.+ jährlicher Wert

Externer KI-Sichtbarkeits-ROI:

Schwerer messbar, aber folgende Kennzahlen:

  • KI-Traffic und Konversionen
  • Veränderung der Markensuchvolumina
  • Share of Voice-Trends
  • Pipeline, beeinflusst durch KI-Entdeckung

Mit Frühindikatoren starten, später auf Umsatz-Attribution umstellen.

FN
FutureOfWork_Nina · 6. Januar 2026

Blick in die Zukunft: Agentische KI kommt.

Status quo: KI beantwortet Fragen Nächster Schritt: KI handelt basierend auf Antworten

Implikationen für Unternehmen:

  • KI-Suche wird zu KI-Workflow-Automatisierung
  • Governance für autonome Entscheidungen erforderlich
  • „Wie ist unsere Richtlinie?“ wird zu „Setze unsere Richtlinie um“
  • Wissen wird zur Ausführung

Jetzt vorbereiten:

  1. Saubere, autoritative Daten (Garbage in = Garbage out)
  2. Klare Richtlinien (KI braucht Regeln)
  3. Workflow-Integration (nicht nur Suchoberfläche)
  4. Muster für menschliche Aufsicht (wann eskaliert KI?)

Firmen, die heute starke KI-Suchgrundlagen legen, steigen schneller auf agentische KI um.

EI
Enterprise_IT_Director_James OP IT-Direktor bei Fortune 500 · 6. Januar 2026

Ausgezeichnete Diskussion. Hier unser Fahrplan auf Basis dieser Erkenntnisse:

Phase 1: Interne KI-Suche (Q1)

  • Glean für die primäre Suche einführen
  • Eigene RAG-Schicht für sensible Systeme
  • Zugriffsvererbung aus Quellsystemen übernehmen
  • Change-Management-Programm starten

Phase 2: Governance Framework (Q1–Q2)

  • Datenklassifizierung für KI-Zugriff
  • Audit-Logging einführen
  • Human-in-the-Loop für vertrauliche Anfragen
  • Vierteljährliche Zugriffsüberprüfung

Phase 3: Externe KI-Sichtbarkeit (Q2)

  • Von Marketing geführte GEO-Initiative
  • Content-Restrukturierung für Konversationsabfragen
  • Am I Cited Monitoring ausrollen
  • Share of Voice im Wettbewerbsvergleich tracken

Phase 4: Messung (laufend)

  • Intern: Nutzung, Zeitersparnis, Entscheidungsdynamik
  • Extern: Share of Voice, Zitationen, KI-Konversionen

Erfolgsfaktoren:

  • Executive Sponsorship (vorhanden)
  • Change-Management-Investition (wird budgetiert)
  • Saubere Datenbasis (in Arbeit)
  • Governance-First-Ansatz (nicht verhandelbar)

Vielen Dank für die praxisnahen Einblicke. Genau das haben wir gebraucht.

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Frequently Asked Questions

Wie gehen Großunternehmen die KI-Suche anders an?
Unternehmen adressieren sowohl die interne KI-Suche (Wissensfindung der Mitarbeitenden) als auch die externe KI-Suche (Markensichtbarkeit in öffentlichen KIs). Sie implementieren Enterprise-Suchplattformen mit RAG, föderierter Suche und Sicherheitskontrollen und optimieren parallel externe Inhalte für KI-Zitationen.
Welche ROI-Erwartung gibt es für Enterprise-KI-Suche?
Der ROI von Enterprise-KI-Suche variiert stark. Interne Implementierungen berichten von 60 % schnellerer Entscheidungsfindung und einer Steigerung der Entscheidungsdynamik um 31 %, während der Gesamtdurchschnitt für unternehmensweite KI-Initiativen bei etwa 5,9 % liegt. Der externe KI-Sichtbarkeits-ROI wird anhand von Markenzitationen, Stimmungsbild und Konversionen aus KI-Traffic gemessen.
Wie regeln Unternehmen die Governance bei der KI-Suche?
Unternehmen führen Governance-Rahmenwerke ein, die Datenresidenz, Zugriffskontrollen, Audit-Trails und Human-in-the-Loop-Workflows abdecken. RAG-Architekturen verankern KI-Antworten in verifizierten Quelldokumenten und senken die Halluzinationsrate von 58-82 % auf 17-33 %. Klare Richtlinien definieren, worauf KI zugreifen darf und wie Ergebnisse genutzt werden.

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