Discussion E-E-A-T Content Credibility

Wie zeigt man tatsächlich 'Erfahrung' für E-E-A-T, wenn KI nicht überprüfen kann, ob man ein Produkt genutzt hat?

CO
ContentCreator_Nina · Senior Content Writer
· · 81 upvotes · 10 comments
CN
ContentCreator_Nina
Senior Content Writer · 2. Januar 2026

Google hat 2022 “Experience” zu E-A-T hinzugefügt. Jetzt ist es E-E-A-T. Auch KI-Systeme scheinen Wert darauf zu legen.

Meine Verwirrung:

Wie kann ein KI-System eigentlich erkennen, ob ich ein Produkt wirklich selbst genutzt habe? Kann nicht jeder behaupten: “Meiner Erfahrung nach…”?

Was ich mich frage:

  • Welche Signale belegen tatsächlich Erfahrung?
  • Wie erkennen oder bewerten KI-Systeme diese Signale?
  • Wie sieht “erfahrungsreicher” Content praktisch aus?
  • Geht es nur um Behauptungen oder gibt es überprüfbare Signale?

Ich möchte verstehen, was KI wirklich sucht – nicht einfach überall “meiner Erfahrung nach” hinzufügen.

10 comments

10 Kommentare

ET
EEATExpert_Tom Expert Content Strategy Consultant · 2. Januar 2026

Gute Frage. KI kann Erfahrung nicht direkt überprüfen, aber sie erkennt Muster, die stark mit echter Erfahrung korrelieren.

Von KI erkannte Erfahrungssignale:

1. Konkrete Details Generisch: “Die Software ist leicht zu bedienen” Erfahrung: “Das Onboarding dauerte 2 Wochen mit unserem 8-köpfigen Team, hauptsächlich weil das Salesforce-Integration ein eigenes Feldmapping erforderte”

Spezifität zeigt eigene Kenntnisse.

2. Unerwartete Erkenntnisse Generisch: “Das Produkt funktioniert gut” Erfahrung: “Die mobile App ist bei unseren Tests zweimal abgestürzt, Support hat es aber innerhalb von 24 Stunden behoben”

Echte Nutzer finden Probleme. Reine Lobeshymnen wirken weniger glaubwürdig.

3. Vergleichender Kontext Generisch: “Tolles Tool” Erfahrung: “Im Vergleich zu Mailchimp, das ich vorher genutzt habe, war die Lernkurve steiler, aber die Automatisierungsmöglichkeiten deutlich besser”

Echte Erfahrung steht immer im Kontext anderer Erfahrungen.

4. Zeitliche Marker Generisch: “Nutze dieses Feature für bessere Ergebnisse” Erfahrung: “Nach 6 Monaten mit dieser Funktion stieg die Conversion-Rate von 2,3% auf 3,8%”

Echte Ergebnisse haben reale Zeitangaben.

5. Details zur Umsetzung Generisch: “Leicht zu integrieren” Erfahrung: “Die Integration dauerte 3 Tage: 1 Tag fürs API-Setup, 2 Tage Debugging von Webhook-Problemen im Altsystem”

Echte Umsetzung bringt echte Herausforderungen mit sich.

KI hat an Millionen echter vs. gefälschter Rezensionen diese Muster gelernt.

CN
ContentCreator_Nina OP · 2. Januar 2026
Replying to EEATExpert_Tom
Das ergibt Sinn. Aber was, wenn ich über etwas schreibe, das ich wirklich nicht selbst genutzt habe? Ist es dann besser, gar nicht zu schreiben, oder klar als Rechercheur/Zusammenfasser zu kennzeichnen?
ET
EEATExpert_Tom Expert · 2. Januar 2026
Replying to ContentCreator_Nina

Zwei legitime Ansätze:

1. Erfahrungen anderer heranziehen Wenn du es nicht genutzt hast, zitiere diejenigen, die es getan haben:

  • Nutzerbewertungen und Erfahrungsberichte
  • Fallstudien aus echten Implementierungen
  • Expertenmeinungen mit Referenzen

“Nach Aussage von [Experte], der das für über 50 Kunden umgesetzt hat, war die größte Herausforderung…”

2. Sei transparent über deine Perspektive “Als Rechercheur, der über 200 Nutzerbewertungen und 15 Fallstudien analysiert hat, habe ich folgendes herausgefunden…”

Ehrlichkeit über den eigenen Standpunkt schafft Vertrauen.

Was man NICHT tun sollte:

  • Erfahrungssignale vortäuschen (“Meiner Erfahrung nach…”, obwohl keine vorhanden ist)
  • Generische Aussagen, die auf alles passen könnten
  • Reine Feature-Listen ohne Kontext

KI-Systeme erkennen und bewerten Inhalte, die synthetisch wirken oder an echter Perspektive fehlen, zunehmend schlechter.

Die besten Inhalte:

Entweder echte eigene Erfahrung ODER klar belegte Synthese fremder echter Erfahrungen. Beides funktioniert. Gefälschte Signale werden früher oder später erkannt und entwertet.

RS
ReviewContent_Sarah Product Review Writer · 1. Januar 2026

Ich schreibe beruflich Produkt-Reviews. So belege ich Erfahrung:

Was ich immer einbaue:

  1. Eigene Screenshots Meine eigenen Screenshots mit echten Daten (sensibles wird geschwärzt). Das lässt sich nicht leicht fälschen.

  2. Konkrete Setup-Erfahrung “Die Kontoerstellung dauerte 3 Minuten. Ich habe mein Stripe-Konto verbunden, 1.247 historische Transaktionen importiert und konnte nach 15 Minuten Daten analysieren.”

  3. Spezielle Fälle, die mir auffielen “Der Massenimport schlägt still fehl, wenn Sonderzeichen im Produktnamen stehen – habe ich nach 2 Stunden Debugging herausgefunden.”

  4. Vergleiche zu Tools, die ich vorher genutzt habe “Anders als [Konkurrent], den ich 2 Jahre nutzte, braucht dieses Tool keinen manuellen CSV-Export für Reports.”

  5. Zeitlicher Verlauf meiner Nutzung “Nach 3 Wochen täglicher Nutzung fiel mir Folgendes auf…”

Der Test:

Könnte jemand, der das Produkt nie genutzt hat, diesen Text genauso schreiben? Wenn ja, fehlen Erfahrungssignale. Wenn nein, hast du Erfahrung nachgewiesen.

AA
AIContent_Analyst Expert · 1. Januar 2026

Datenperspektive auf Erfahrungssignale:

Wir haben 500 Produktreviews auf Korrelation mit KI-Zitaten untersucht:

ErfahrungssignalEinfluss auf Zitat-Rate
Eigene Screenshots+52%
Konkrete Nutzungszahlen+47%
Problem/Lösung erwähnt+43%
Vergleich zu Alternativen+38%
Zeitliche Angabe zur Nutzung+35%
“Ich lag bei X falsch”-Momente+31%

Was Zitate reduzierte:

Anti-PatternEinfluss auf Zitat-Rate
“Meiner Meinung nach” ohne Details-15%
Nur positive Aussagen-22%
Generische Superlative-28%
Keine Zeitangabe-18%

Zentrale Erkenntnis:

Es reicht nicht, Erfahrung zu behaupten. Man muss sie durch Details zeigen, die nur echte Erfahrung liefern kann.

HM
HonestReviewer_Mike · 1. Januar 2026

Unerwartete Erkenntnis: Negative Erfahrungssignale helfen oft mehr als positive.

Warum Probleme erwähnen hilft:

  1. Zeigt echte Nutzung (Werbung erwähnt selten Probleme)
  2. Baut Vertrauen auf (zeigt Ehrlichkeit, keine Bezahlung)
  3. Liefert einzigartigen Wert (Probleme sind spezifisch, nicht generisch)

Beispiel-Transformation:

Generisch-positiv: “Das Dashboard ist intuitiv und einfach zu bedienen.”

Erfahrungsbasiert-negativ: “Das Dashboard ist in meiner ersten Woche zweimal abgestürzt, aber das Entwicklerteam hat innerhalb von 3 Tagen einen Fix bereitgestellt. Seitdem läuft es stabil, aber ich würde vor dem Livegang gründlich testen.”

Die zweite Version ist glaubwürdiger UND nützlicher. Sie wird häufiger zitiert.

Fazit:

Verstecke Probleme in deiner Erfahrung nicht. Sie zu erwähnen (fair bleiben!) erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zitaten tatsächlich.

VD
VideoReview_Dana · 31. Dezember 2025

Video-Inhalte + Transkripte können Erfahrung besonders gut belegen:

Warum Video überzeugt:

  • Bildschirmaufnahmen echter Nutzung sind schwer zu fälschen
  • Stimme liefert Authentizitätsmerkmale
  • Echtzeit-Reaktionen zeigen echte Erfahrung
  • Transkripte machen Inhalte für KI nutzbar

Unsere Vorgehensweise:

  1. Bildschirmaufnahme während der Produktnutzung
  2. Erfahrung kommentieren, inkl. Probleme und Lösungen
  3. Upload zu YouTube mit komplettem Transkript
  4. Video im schriftlichen Review mit Transkript einbetten

Der Artikel verweist auf Videobeweise. Das Video bietet unwiderlegbare Erfahrungssignale.

Für reine Textinhalte:

Wenn möglich, Links zu Videodemonstrationen einbauen. “Siehe mein Walkthrough-Video” erhöht die Glaubwürdigkeit, selbst wenn KI das Video nicht ansieht.

CE
CaseStudy_Expert Case Study Writer · 31. Dezember 2025

Case Studies sind pure Erfahrungsinhalte. So holst du das Maximum raus:

Case Study-Struktur für Erfahrungssignale:

  1. Ausgangslage (bevor wir etwas getan haben)

    • Konkrete Kennzahlen: “Unsere E-Mail-Öffnungsrate lag bei 12%, unter Branchendurchschnitt”
  2. Herausforderung (warum wir etwas ändern mussten)

    • Konkretes Problem: “Wir haben 40% der Leads wegen langsamer Reaktionszeit verloren”
  3. Umsetzung (was wir wirklich gemacht haben)

    • Echter Zeitplan: “3 Wochen Integration, 2 Wochen Test”
    • Echte Herausforderungen: “Die API-Dokumentation war veraltet, brauchten Support-Tickets”
  4. Ergebnisse (was nachher geschah)

    • Konkrete Zahlen: “Öffnungsrate stieg in 6 Monaten auf 24%”
    • Unerwartete Effekte: “Reply-Rate sank zunächst, bevor sie stieg”
  5. Gelerntes

    • Was würden wir anders machen: “Würde mit kleinerer Liste zum Testen starten”

Diese Struktur schreit nach Erfahrung.

Jeder Abschnitt enthält Details, die nur jemand wissen kann, der es selbst erlebt hat.

CN
ContentCreator_Nina OP Senior Content Writer · 30. Dezember 2025

Dieser Thread hat mir einen Rahmen gegeben. Erfahrung zu zeigen geht nicht über Behauptungen – sondern über Details.

Meine Checkliste zum Nachweisen von Erfahrung:

Für Inhalte zu Dingen, die ich genutzt habe:

  • Eigene Screenshots mit meinen Daten
  • Konkrete Zahlen und Zeitangaben
  • Mindestens ein Problem, das ich erlebt habe
  • Vergleich zu etwas, das ich schon kannte
  • Implementierungsdetails, die nur Nutzer wissen
  • Unerwartete Erkenntnisse oder gelernte Lektionen

Für Inhalte über Dinge, die ich nicht genutzt habe:

  • Eigene Perspektive klar angeben (Recherche/Analyse)
  • Echte Erfahrungen anderer heranziehen
  • Zitate echter Nutzer einbauen
  • Links zu Videotestimonials oder Case Studies
  • Keine Erfahrungssignale vortäuschen

Was zu vermeiden ist:

  • Generische “Meiner Erfahrung nach”-Aussagen
  • Nur positive Statements
  • Vage Superlative
  • Keine Details oder Zahlen
  • Erfahrung vortäuschen, die ich nicht habe

Zentrale Erkenntnis:

KI kann Erfahrung nicht überprüfen, aber sie erkennt die Sprachmuster echter Erfahrung. Inhalte mit realer Erfahrung enthalten Details, die synthetische Inhalte nicht haben.

Danke euch allen für die konkreten Beispiele!

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Frequently Asked Questions

Was bedeutet 'Erfahrung' im Kontext von E-E-A-T und warum ist sie für KI relevant?
Erfahrung bezieht sich auf direktes, praktisches Wissen, das im Inhalt nachgewiesen wird. KI-Systeme legen immer mehr Wert auf Inhalte, die echte Nutzung, Tests oder Umsetzungen zeigen, statt nur theoretische Informationen. Inhalte mit Erfahrungssignalen wirken vertrauenswürdiger und werden häufiger zitiert.
Wie können KI-Systeme Erfahrung in Inhalten erkennen?
KI sucht nach sprachlichen Mustern, die auf eigene Erfahrung hindeuten: spezifische Details, die nur Nutzer wissen, Erwähnung von Herausforderungen und Lösungen, Screenshots mit persönlichen Daten, konkrete Zahlen aus echter Nutzung und Sprachmuster, die sich von allgemeinen Zusammenfassungen abheben.
Welche Inhaltssignale belegen Erfahrung gegenüber KI?
Konkret geschilderte Nutzung, eigene Screenshots und Daten, Hinweise auf unerwartete Erkenntnisse oder Einschränkungen, echte Zeitangaben und Resultate, Vergleiche zu ähnlichen Erfahrungen, Einblicke ins Troubleshooting und die Sprache von ‘gelernten Lektionen’ signalisieren KI-Systemen echte Erfahrung.

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