Wie viel Traffic kommt von AI-Suche? Statistiken & Wachstum 2025

Wie viel Traffic kommt von AI-Suche? Statistiken & Wachstum 2025

Wie viel Traffic kommt von AI-Suche?

AI-Suche sorgt derzeit für 0,15 % des weltweiten Internet-Traffics, wächst aber 7-mal schneller als die traditionelle Suche. ChatGPT führt mit 78 % des AI-Traffics, während Perplexity, Gemini und andere Plattformen schnell Marktanteile gewinnen. Wichtig ist, dass von AI empfohlene Besucher 68 % engagierter sind als Besucher aus der organischen Suche, was diesen Kanal für Marken zunehmend wertvoll macht.

Das Verständnis von AI-Such-Traffic im Jahr 2025

AI-Such-Traffic stellt eine der bedeutendsten Veränderungen bei der digitalen Informationssuche seit dem Aufkommen der mobilen Suche dar. Auch wenn die absoluten Zahlen im Vergleich zu traditionellen Suchmaschinen klein erscheinen, erzählen die Wachstums- und Engagementmetriken eine überzeugende Geschichte über die Entwicklung des Web-Traffics. Für jede Marke, die ihre Sichtbarkeit erhalten möchte, ist das Verständnis dieser Dynamik entscheidend, da sich das Nutzerverhalten rasant wandelt. Die Landschaft hat sich von theoretischen Diskussionen über den Einfluss von AI hin zu messbaren, realen Traffic-Mustern verändert, die bestimmen, wie Nutzer Informationen finden und Kaufentscheidungen treffen.

Aktuelle Statistiken zum AI-Such-Traffic

AI-Plattformen machen derzeit 0,15 % des weltweiten Internet-Traffics aus – eine Zahl, die bescheiden wirkt, bis man den Kontext betrachtet. Das entspricht einer Versiebenfachung gegenüber nur 0,02 % im Jahr 2024 und zeigt ein explosives Wachstum in kurzer Zeit. Zum Vergleich: Organische Suche dominiert weiterhin mit 48,5 % des weltweiten Traffics – traditionelle Suchmaschinen senden also etwa 300-mal mehr Traffic als alle AI-Plattformen zusammen. Dieser Vergleich verliert jedoch an Aussagekraft, wenn man sich die Wachstumsraten und Engagementmetriken ansieht, die ein ganz anderes Bild von der Zukunft der Suche zeichnen.

Das Wachstum ist besonders beeindruckend auf einzelnen Plattformen. ChatGPTs Traffic-Anteil hat sich zwischen Januar und April 2025 verdoppelt, von 0,0793 % auf 0,1587 % des gesamten Internet-Traffics. In manchen Branchen ist der Anteil deutlich höher. Juristische Websites erhalten mittlerweile 0,86 % ihres Traffics von AI-Plattformen, gegenüber nur 0,37 % im Vorjahr. Auch Finanz- und SaaS-Branchen zeigen ähnliche Entwicklungen, teils mit über 1 % des gesamten Traffics aus AI-Quellen. Das sind keine marginalen Verbesserungen, sondern grundlegende Veränderungen, wie Nutzer Inhalte in bestimmten Branchen entdecken.

Plattformvergleich: Wer liefert den Traffic?

PlattformGlobaler MarktanteilDurchschnittliche SitzungsdauerZentrale Stärke
ChatGPT77,97 %9 Minuten 43 SekundenDominierende Reichweite und konstantes Engagement
Perplexity15,10 %9 Minuten 13 SekundenStarke US-Präsenz (19,73 % des AI-Traffics)
Gemini6,40 %6–7 MinutenWachsender Teil des Google-Ökosystems
DeepSeek0,37 %12-13 MinutenHoch engagiertes Nischenpublikum
Claude0,17 %19 Minuten Ø (1 Stunde+ in der EU)Super-User mit außergewöhnlichem Engagement

ChatGPT bleibt unangefochtener Spitzenreiter beim AI-getriebenen Traffic und vereint fast 78 % aller weltweiten AI-Referrals. Diese Dominanz ist auf den First-Mover-Vorteil und die nahtlose Integration in Arbeitsabläufe zurückzuführen. Mit 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern und 5,7 Milliarden monatlichen Besuchen ist ChatGPT die weltweit viertmeistbesuchte Website. Die Plattform verarbeitet 2 Milliarden Anfragen täglich und ist damit zu einer echten Suchalternative geworden, die Google und Bing ernsthafte Marktanteile abnimmt. Besonders auffällig: Zu den wichtigsten Zitierquellen von ChatGPT zählen Wikipedia (7,8 %), Reddit (1,8 %) und Forbes (1,1 %) – was zeigt, dass die Plattform auf eine Vielzahl seriöser Quellen setzt, statt sich auf wenige Websites zu verlassen.

Perplexity hat sich eine treue Anhängerschaft aufgebaut, besonders in den USA, wo fast 20 % des AI-Traffics auf diese Plattform entfallen – deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 15,10 %. Die Plattform legt Wert auf Quellentransparenz und Echtzeit-Zitate, was besonders Nutzer anspricht, die AI-Antworten überprüfen möchten. Die Nutzerbasis von Perplexity ist überdurchschnittlich einkommensstark, 30 % haben Führungspositionen, 65 % sind im weißen Kragen-Bereich tätig – ideal für B2B und professionelle Dienstleistungen. Das Wachstum von 25 % in nur vier Monaten 2025 spricht dafür, dass die Plattform auch über Early Adopter hinaus an Fahrt gewinnt.

Googles Gemini bleibt im Vergleich zur Dominanz in der klassischen Suche zurück und erreicht nur 6,40 % des AI-Traffics. Das liegt auch daran, dass die meisten Nutzer weiterhin die klassische Google-Suche nutzen, statt gezielt Gemini anzusteuern. Allerdings verbringen Gemini-Besucher 6–7 Minuten pro Sitzung auf Websites, deutlich länger als die durchschnittlichen 4+ Minuten bei Google-Organics. Dieses Engagement zeigt: Wenn Gemini Traffic liefert, sind die Besucher besonders qualifiziert. Sollte Google die Gemini-Integration in die Hauptsuche beschleunigen, könnte diese Quelle stark wachsen.

Neue Plattformen wie DeepSeek und Claude unterstreichen die Notwendigkeit, das gesamte AI-Ökosystem im Auge zu behalten. DeepSeek hält zwar nur 0,37 % des AI-Traffics, beeindruckt aber mit 12–13 Minuten durchschnittlicher Sitzungsdauer. Claudes Zahlen sind noch auffälliger: Weltweit nur 0,17 % AI-Traffic, aber Claude-Nutzer in der EU verbringen im Schnitt fast eine Stunde auf weitergeleiteten Websites. Diese Ausreißer zeigen, dass Nischen-AI-Plattformen hoch spezialisierte Zielgruppen anziehen und Chancen für Marken in technischen, akademischen und forschungsintensiven Branchen bieten.

Regionale Unterschiede im AI-Traffic

Die Akzeptanz der AI-Suche variiert stark nach Region, mit den USA als Spitzenreiter (0,13 % Traffic-Anteil), gefolgt von der EU (0,12 %) und Großbritannien (0,07 %). Die Wachstumsraten sind besonders spannend: ChatGPTs Traffic-Anteil hat sich in den USA mehr als verdoppelt und im Vereinigten Königreich sogar verdreifacht – allein in den ersten vier Monaten 2025, was auf eine rasante Akzeptanz in allen Kernmärkten hindeutet. Der US-Markt ist dabei am vielfältigsten: Perplexity erreicht hier 19,73 % des AI-Traffics (global 15,10 %), und Claude ist mit 0,58 % besonders stark vertreten – mehr als das Dreifache des globalen Durchschnitts.

In der Europäischen Union sind die Engagement-Werte am höchsten: AI-Nutzer verbringen hier durchschnittlich 10,3 Minuten auf Websites, im Vergleich zu 5,8 Minuten bei organischem Traffic – ein Plus von 78 %. Das deutet darauf hin, dass europäische Nutzer entweder bewusster mit AI suchen oder europäische Websites besser für AI-Traffic optimiert sind. Das Vereinigte Königreich zeigt zwar geringeres AI-Traffic-Volumen, jedoch die höchste Wachstumsrate: Der ChatGPT-Anteil stieg von 0,0326 % im Januar auf 0,1005 % im April 2025.

Die Qualitätsfrage: AI- vs. organischer Traffic

Eine der überzeugendsten Erkenntnisse zum AI-Such-Traffic ist das überlegene Engagement gegenüber traditionellem organischen Traffic. Über alle Daten hinweg verbringen Besucher von AI-Plattformen 67,7 % mehr Zeit auf Websites als solche aus der organischen Suche – im Schnitt 9 Minuten 19 Sekunden gegenüber 5 Minuten 33 Sekunden bei Google & Co. Dieser Unterschied bleibt auch beim Vergleich der Medianwerte bestehen: 2 Minuten 24 Sekunden bei AI, 1 Minute 53 Sekunden bei organischer Suche.

Dieser Vorteil spiegelt einen grundlegenden Unterschied in der Traffic-Qualität wider. AI-Suche fungiert als „Intent-Filter“: Nutzer treten bereits vor dem Klick in einen Dialog mit dem Modell, um ihre Anfrage zu verfeinern. Sie kommen also nicht „kalt“ auf die Website – ihre Fragen wurden teilweise schon beantwortet, und die AI hat sie gezielt auf Inhalte weitergeleitet, die zusätzlichen Nutzen bringen. Das bedeutet: Auch wenn das AI-Traffic-Volumen aktuell niedriger ist, sind die Besucher oft weiter in ihrer Entscheidungsfindung und konvertieren wahrscheinlicher.

Das Engagement variiert je nach Region und Plattform. In der EU verbringen AI-Nutzer 78 % mehr Zeit auf Websites als organische Besucher, in den USA liegt der Vorteil bei 28,7 %. Claude-Nutzer zeigen extrem hohe Engagement-Werte, mit durchschnittlich 19 Minuten pro Sitzung weltweit und über einer Stunde in der EU – getrieben von einer kleinen Gruppe „Super-User“, die außergewöhnlich viel Zeit investieren. Diese Super-User sind besonders wertvolle Zielgruppen – hoch engagierte Personen, die sich intensiv mit spezifischen Themen beschäftigen.

Branchenspezifische Traffic-Muster

AI-Such-Traffic verteilt sich nicht gleichmäßig auf alle Branchen, einige Sektoren zeigen deutlich höhere Durchdringung. Juristische Websites führen mit 0,86 % AI-Traffic, da Nutzer AI-Systeme häufig zu kontextbezogenen, vertrauensbasierten Rechtsfragen konsultieren. Finanzen folgen mit 0,24 %, hier suchen Nutzer komplexe Finanzberatung. Gesundheitsseiten erhalten 0,15 % des Traffics aus AI-Quellen, da Nutzer AI zu medizinischen Themen befragen. Zusammengenommen machen Recht, Finanzen, Gesundheit, KMU und Versicherungen 55 % aller AI-basierten Sitzungen aus – AI-Suche ist hier besonders wertvoll, wo Fachwissen, Vertrauen und Kontext entscheidend sind.

Die Konzentration auf vertrauensintensive Branchen zeigt, wie Nutzer AI-Plattformen tatsächlich einsetzen. Statt sie wie klassische Suchmaschinen für Fakten zu nutzen, stellen sie kontextuelle, beratende Fragen, etwa: „Was sollte ich einen Anwalt fragen, bevor ich diesen Vertrag unterschreibe?“ oder „Wie strukturiere ich die Lohnabrechnung als Kleinunternehmer?“ Genau bei diesen Anfragen spielt AI ihre Stärken aus und leitet Nutzer zu tiefergehenden, seriösen Quellen.

Wachstumskurve und Ausblick

Das Wachstum des AI-Such-Traffics deutet darauf hin, dass wir an einem Wendepunkt der digitalen Informationssuche stehen. Der Anstieg um 527 % bei AI-basierten Sitzungen zwischen Januar und Mai 2025 (von 17.076 auf 107.100 Sitzungen auf untersuchten Seiten) zeigt, dass die Nutzung weit über Early Adopter hinausgeht. Einige SaaS-Unternehmen verzeichnen über 1 % aller Sitzungen über AI-Plattformen, mit einem Beispiel, bei dem ChatGPT für 86,1 % des AI-Referrals sorgt und monatlich 12.832 Besuche liefert – was zu 127 % mehr Bestellungen und 66.400 $ Umsatz führt, die direkt auf AI-Sitzungen zurückgehen.

AI-Such-Besucher sollen laut Prognosen bis 2028 die aus der traditionellen Suche überholen. Das klingt noch weit entfernt, unterstreicht aber die Dringlichkeit, jetzt AI-Such-Optimierung zu betreiben. Wer früh Sichtbarkeit in AI-generierten Antworten aufbaut, schafft nachhaltige Vorteile, während der Kanal sich etabliert. Noch ist der Wettbewerb weit weniger intensiv als in der traditionellen Suche – eine Chance, sich Top-Positionen zu sichern, bevor der Konkurrenzdruck steigt.

Zentrale Erkenntnisse für Brand-Monitoring

Das Verständnis von AI-Such-Traffic ist essenziell für Marken, die Monitoring-Plattformen wie Amicited nutzen. Die Sichtbarkeit Ihrer Marke in AI-generierten Antworten hängt von ganz anderen Faktoren ab als das Ranking bei klassischer SEO. Marken-Erwähnungen auf Websites korrelieren am stärksten (0,664) mit Sichtbarkeit in Google AI Overviews – weit stärker als Backlinks (0,218). 40 % der Quellen in AI Overviews liegen jenseits der Top 10 der traditionellen Suchergebnisse, Sie können also AI-Sichtbarkeit erzielen, ohne bei Google ganz oben zu stehen. Schema-Markup erhöht die Zitationswahrscheinlichkeit um 30 %, zudem bevorzugen AI-Plattformen Inhalte, die im Schnitt 25,7 % aktueller sind als das, was klassische Suchmaschinen bevorzugen. Diese Erkenntnisse zeigen: AI-Such-Optimierung erfordert andere Strategien – Fokus auf Klarheit, Aktualität und strukturierte Daten statt klassischem Linkbuilding und Keyword-Optimierung.

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