404-Fehler

404-Fehler

404-Fehler

Ein 404-Fehler ist ein HTTP-Statuscode, der anzeigt, dass ein Webserver die angeforderte Ressource oder Webseite nicht finden kann. Wenn Nutzer auf einen 404-Fehler stoßen, bedeutet dies, dass die von ihnen aufgerufene URL entweder nicht mehr existiert, ohne ordnungsgemäße Weiterleitung verschoben wurde oder falsch eingegeben wurde.

Definition des 404-Fehlers

Ein 404-Fehler ist ein HTTP-Statuscode, der anzeigt, dass ein Webserver die angeforderte Ressource oder Webseite nicht finden kann. Wenn ein Nutzer versucht, auf eine URL zuzugreifen, die nicht existiert, gelöscht wurde, ohne korrekte Weiterleitung verschoben oder falsch eingegeben wurde, antwortet der Server mit einem 404-Statuscode. Diese Fehlermeldung ist Teil der standardisierten HTTP-Antwortcodes, die in RFC 9110 definiert sind, und stellt eine Client-Fehler-Antwort dar, was bedeutet, dass das Problem von der angeforderten URL und nicht von einer Serverstörung ausgeht. Der 404-Fehler ist einer der am häufigsten auftretenden Fehler im Internet und beeinträchtigt die Nutzererfahrung und Website-Performance in allen Browsern und auf allen Geräten. Zu verstehen, was ein 404-Fehler bedeutet und wie man ihn behebt, ist für Website-Betreiber, Entwickler und digitale Marketer, die eine optimale Website-Gesundheit und Nutzerzufriedenheit erhalten wollen, unerlässlich.

Historischer Kontext und technischer Hintergrund

Der 404-Fehlercode ist seit der Einführung des HTTP-Protokolls in den frühen 1990er-Jahren Bestandteil desselben. Die Zahl „404“ stammt vom Raumnummernsystem am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung), wo das World Wide Web erfunden wurde, obwohl dies eher ein historischer Zufall als eine beabsichtigte Namensgebung ist. Das System der HTTP-Statuscodes wurde geschaffen, um eine standardisierte Kommunikation zwischen Webservern und Clients zu ermöglichen und Servern die maschinenlesbare Übermittlung des Anfrageergebnisses zu erlauben. In den letzten drei Jahrzehnten ist der 404-Fehler im gesamten Internet allgegenwärtig geworden. Studien zufolge enthalten 23 % der Nachrichtenwebseiten mindestens einen defekten Link (Pew Research Center, 2024). Zusätzlich fand eine Ahrefs-Studie heraus, dass mindestens 66,5 % der Links zu Webseiten aus den letzten 9 Jahren inzwischen tot sind – ein deutliches Zeichen für das Problem des Link-Verfalls in der digitalen Welt. Die Häufigkeit von 404-Fehlern hat zur Entwicklung zahlreicher Tools und Best Practices geführt, um defekte Links zu erkennen, zu überwachen und zu beheben und so die Website-Gesundheit und die Suchmaschinenoptimierung zu erhalten.

Wie 404-Fehler entstehen: Technische Mechanismen

Wenn ein Nutzer eine URL im Browser eingibt oder einen Link anklickt, sendet der Browser eine HTTP-GET-Anfrage an den Webserver, der diese Domain hostet. Der Server verarbeitet die Anfrage und versucht, die angeforderte Ressource im Dateisystem oder in der Datenbank zu finden. Kann der Server die Ressource am angegebenen Pfad nicht finden, erzeugt er eine HTTP-404-Antwort mit dem Statuscode 404 und enthält in der Regel eine Fehlermeldung im Antworttext. Der Server kann außerdem zusätzliche Header wie Content-Type, Cache-Control und Last-Modified mitsenden, um Kontext zur Fehlerantwort zu liefern. Häufige Auslöser für 404-Fehler sind der Zugriff auf eine Seite, die ohne Weiterleitung dauerhaft gelöscht wurde, das Aufrufen einer URL mit falscher Dateiendung (z. B. .htm statt .html), das Folgen eines defekten internen Links aufgrund eines Tippfehlers oder einer Fehlkonfiguration oder der Zugriff auf externe Links, die auf nicht mehr existierende Seiten anderer Websites verweisen. Der 404-Statuscode unterscheidet sich von anderen Client-Fehlercodes wie 400 (Bad Request), 403 (Forbidden) und 405 (Method Not Allowed), die jeweils andere Arten von Client-seitigen Problemen kennzeichnen. Das Verständnis der technischen Mechanismen hinter 404-Fehlern hilft Website-Administratoren, passende Lösungen zu implementieren und künftige Fehler zu vermeiden.

Vergleichstabelle: HTTP-Statuscodes und Fehlertypen

StatuscodeNameTypBedeutungNutzerwirkungSEO-Auswirkung
404Nicht gefundenClient-FehlerRessource existiert nicht; vorübergehende oder dauerhafte Abwesenheit unklarNutzer sieht Fehlerseite; verlässt evtl. die SeiteIndirekte Auswirkung; signalisiert bei Häufung schlechte Pflege
410GoneClient-FehlerRessource dauerhaft entfernt und wird nicht zurückkehrenNutzer sieht Fehlerseite; klare EndgültigkeitSchnellere Deindexierung; signalisiert dauerhafte Entfernung
200OKErfolgAnfrage erfolgreich; Ressource gefunden und geliefertNutzer sieht angeforderten InhaltPositiv; zeigt gesunde Seite an
301Dauerhaft verschobenWeiterleitungRessource auf neue URL verschoben; permanente WeiterleitungNutzer wird transparent weitergeleitetErhält Linkkraft; empfohlene Lösung
302GefundenWeiterleitungRessource vorübergehend verschoben; temporäre WeiterleitungNutzer wird weitergeleitetGibt nicht die volle Linkkraft weiter; für dauerhafte Umzüge 301 nutzen
403VerbotenClient-FehlerServer versteht Anfrage, verweigert aber die AusführungNutzer sieht ZugriffsverweigerungKann Authentifizierungsprobleme anzeigen
500Interner ServerfehlerServer-FehlerServer ist auf unerwarteten Zustand gestoßenNutzer sieht ServerfehlerNegativ; deutet auf Serverprobleme hin
503Dienst nicht verfügbarServer-FehlerServer kann Anfrage vorübergehend nicht bearbeitenNutzer sieht Meldung „Dienst nicht verfügbar“Temporäre Auswirkung; sollte schnell behoben werden

Verständnis: Harte 404- vs. Soft-404-Fehler

Der Unterschied zwischen harten 404-Fehlern und Soft-404-Fehlern ist entscheidend für effektives Website-Management und SEO-Optimierung. Ein harter 404-Fehler tritt auf, wenn ein Webserver korrekt den HTTP-Statuscode 404 als Antwort auf eine Anfrage nach einer nicht vorhandenen Ressource zurückgibt. Dies ist das richtige und erwartete Verhalten, wenn eine Seite tatsächlich nicht existiert. Suchmaschinen erkennen harte 404-Antworten als legitimes Signal, dass eine Seite nicht indexiert werden soll, und optimieren das Crawl-Budget, indem sie wiederholte Crawls dieser URLs vermeiden. Ein Soft-404-Fehler hingegen entsteht, wenn ein Server einen Statuscode 200 OK (Erfolg) zurückgibt, aber die Seiteninhalte leer sind, eine generische Fehlermeldung oder keine relevanten Informationen enthalten. Soft-404-Fehler sind besonders problematisch, da Suchmaschinen den 200-Statuscode als erfolgreiche Antwort interpretieren und so versuchen könnten, eine leere oder fehlerhafte Seite zu indexieren, was wertvolles Crawl-Budget verschwendet und potenziell Duplicate-Content-Probleme verursacht. Eine weitere Form von Soft-404 tritt auf, wenn Website-Administratoren alle fehlenden Seiten per 301- oder 302-Weiterleitung auf die Startseite schicken – das täuscht Nutzer und Suchmaschinen über die tatsächliche Verfügbarkeit von Inhalten. Laut Google-Richtlinie 2025 sollten Soft-404-Fehler durch korrekte 404- oder 410-Statuscodes ersetzt werden, da sie Crawl-Ressourcen verbrauchen, ohne Mehrwert zu bieten. Das Erkennen und Beheben von Soft-404-Fehlern ist essenziell für eine gesunde Website-Struktur und die korrekte Indexierung durch Suchmaschinen.

SEO-Auswirkungen und Suchmaschinenaspekte

Die Beziehung zwischen 404-Fehlern und Suchmaschinenoptimierung ist differenziert und hat sich mit modernen Suchalgorithmen deutlich weiterentwickelt. Entgegen häufiger Annahmen führen 404-Fehler nicht direkt zu einer Abwertung der Suchrankings oder einem schlechteren Ranking bei Google. Laut offizieller Google-Guideline 2025 gelten 404-Fehler als normaler Teil der Webseitenpflege und Suchmaschinen bestrafen Seiten nicht für das Vorhandensein von 404-Seiten. Dennoch haben 404-Fehler erhebliche indirekte SEO-Auswirkungen, die die Suchleistung schwächen können. Enthält eine Website zahlreiche defekte Links, signalisiert das Suchmaschinen eine schlechte Pflege und mangelnde Aktualisierung, was sich negativ auf die wahrgenommene Qualität und Vertrauenswürdigkeit auswirken kann. Darüber hinaus verschwenden übermäßige 404-Fehler das Crawl-Budget, also die begrenzten Ressourcen, die Suchmaschinen für die Durchsuchung einer Website aufwenden. Jedes Mal, wenn Googlebot auf einen 404-Fehler bei einem internen Link stößt, werden Crawl-Ressourcen verschwendet, die eigentlich für wichtige Inhalte genutzt werden könnten. Untersuchungen von Semrush zeigen, dass defekte interne Links Crawl-Ressourcen verschwenden und keine Autorität zwischen Seiten weitergeben, was die SEO-Performance direkt beeinträchtigt. Zudem verliert eine Seite wertvolle Linkkraft, wenn hochrangige Seiten mit vielen Backlinks einen 404-Fehler zurückgeben. Nutzer, die 404-Fehler sehen, verlassen die Seite eher, was die Absprungrate erhöht und Engagement-Metriken verringert, die Suchmaschinen zur Bewertung der Nutzerzufriedenheit heranziehen. Deshalb sollten Website-Betreiber der Identifikation und Behebung von 404-Fehlern, insbesondere bei Seiten mit externen Backlinks oder hoher interner Bedeutung, Priorität einräumen.

Erkennung und Überwachung von 404-Fehlern

Website-Administratoren stehen verschiedene Tools und Methoden zur Verfügung, um 404-Fehler auf ihren Seiten zu identifizieren. Google Search Console, das kostenlose Tool von Google für Website-Betreiber, zeigt 404-Fehler im Coverage-Bericht unter „Nicht gefunden (404)“ an. Dort sehen Administratoren, welche URLs 404-Antworten liefern, die Google beim Crawlen entdeckt hat. Im Coverage-Bericht werden auch Soft-404-Fehler erkannt, die möglicherweise falsch konfiguriert sind. SEO-Audit-Tools wie Screaming Frog SEO Spider, Semrush und Ahrefs bieten umfassende Crawling-Funktionen, die Webseiten systematisch auf interne und externe defekte Links überprüfen. Diese Tools erstellen detaillierte Berichte über Ursprungs- und Ziel-URLs sowie die jeweiligen HTTP-Statuscodes. Dead Link Checker und W3C Link Checker sind kostenlose Online-Tools, mit denen einzelne Seiten oder ganze Websites auf defekte Links geprüft werden können – ohne Installation oder technisches Know-how. Für das Monitoring auf Unternehmensebene bietet AmICited spezialisiertes Tracking zur Darstellung Ihrer Domain auf KI-Plattformen wie ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Claude, um zu erkennen, wann defekte Links oder 404-Fehler die Markenpräsenz in KI-Antworten beeinträchtigen. Regelmäßige Überwachung ist essenziell; Best Practices empfehlen, mindestens alle 60 Tage auf 404-Fehler zu prüfen, um die Website-Gesundheit zu erhalten. Die Implementierung von automatisierten Monitoring-Systemen stellt sicher, dass neue 404-Fehler schnell erkannt werden, sodass eine rasche Behebung möglich ist, bevor größere Auswirkungen auf Nutzererfahrung oder SEO entstehen.

Best Practices zur Behebung von 404-Fehlern

Die Behebung von 404-Fehlern erfordert eine strategische Herangehensweise, die die jeweilige Ursache des defekten Links berücksichtigt. Wurden Inhalte auf eine neue URL verschoben, empfiehlt sich die Implementierung einer permanenten 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse. Diese Weiterleitung erhält die Linkkraft, da Autorität und Ranking-Signale von der alten auf die neue URL übertragen werden und Nutzer sowie Suchmaschinen nahtlos zum korrekten Inhalt gelangen. Für Seiten, die dauerhaft gelöscht wurden und keinen Ersatz bieten, ist es angebracht, entweder einen 404 Not Found- oder 410 Gone-Statuscode zurückzugeben, um Suchmaschinen eindeutig zu signalisieren, dass der Inhalt nicht mehr existiert. Der 410-Code wird teilweise bevorzugt, da er die dauerhafte Entfernung explizit kennzeichnet und so eine schnellere Deindexierung bewirken kann. Bei Tippfehlern oder Fehlern in internen Links ist es am einfachsten, den Link direkt im Quelltext oder CMS zu korrigieren. Weisen wertvolle Seiten mit vielen externen Backlinks einen 404-Fehler auf, sollten Administratoren entweder den ursprünglichen Inhalt wiederherstellen oder eine 301-Weiterleitung auf die relevanteste Alternative einrichten. Die Erstellung einer benutzerdefinierten 404-Fehlerseite ist sehr zu empfehlen, da sie die Nutzererfahrung verbessert, Navigationsmöglichkeiten, Suchfunktion und markengerechte Nachrichten bietet und Nutzer auf der Seite hält, statt sie sofort zu verlieren. Nach Best Practices von Googles Martin Splitt sollten 404-Fehler niemals pauschal auf die Startseite weitergeleitet werden, da dies Nutzer und Suchmaschinen hinsichtlich der Content-Verfügbarkeit in die Irre führt und das Crawl-Budget verschwendet.

Design benutzerdefinierter 404-Seiten und Nutzererlebnis

Eine gut gestaltete benutzerdefinierte 404-Fehlerseite ist eine Chance, die Nutzerbindung zu erhalten und die Markenwahrnehmung auch bei Fehlern zu stärken. Anstatt eine generische Serverfehlermeldung anzuzeigen, sollten Unternehmen gebrandete 404-Seiten mit klaren Navigationselementen gestalten, etwa Links zur Startseite, den Hauptkategorien und beliebten Inhalten. Die Integration einer Suchfunktion direkt auf der 404-Seite ermöglicht es Nutzern, schnell nach den gewünschten Inhalten zu suchen und reduziert Frustration und Absprungrate. Viele erfolgreiche Unternehmen nutzen 404-Seiten, um mit Persönlichkeit und Humor zu punkten; so zeigt Spotifys 404-Seite „404s and heartbreaks“ – ein augenzwinkernder Verweis auf das Kanye-West-Album – und Amazon setzt auf ein freundliches Hundebild plus hilfreiche Navigation. Die 404-Seite sollte in Branding, Typografie und Design konsistent mit dem Rest der Website sein, um die Markenidentität auch im Fehlerfall zu wahren. Best Practices empfehlen eine kurze, benutzerfreundliche Erklärung des Fehlers („Die von Ihnen gesuchte Seite wurde verschoben oder gelöscht“), Vorschläge für nächste Schritte und Kontaktdaten zum Melden des Problems. Untersuchungen zeigen, dass durchdachte 404-Seiten die Absprungrate deutlich senken und sogar positive Markeneindrücke hinterlassen können, da sie zeigen, dass das Unternehmen Wert auf Nutzererfahrung legt. Umgekehrt verstärken schlecht gestaltete, verwirrende oder nicht zum Branding passende 404-Seiten die Frustration und schaden dem Markenimage.

Wichtige Aspekte des 404-Fehlermanagements

  • Sofortige Erkennung: Nutzen Sie Google Search Console, SEO-Audit-Tools und Monitoring-Plattformen, um 404-Fehler innerhalb von Tagen statt Wochen oder Monaten zu identifizieren
  • Priorisierungsstrategie: Konzentrieren Sie sich bei der Behebung auf 404-Fehler, die Seiten mit externen Backlinks, hohem internem Linkvolumen oder erheblichem Trafficpotenzial betreffen
  • Weiterleitungsimplementierung: Setzen Sie permanente 301-Weiterleitungen für verschobene Inhalte ein, um Linkkraft zu erhalten und Rankings zu sichern
  • Inhaltswiederherstellung: Prüfen Sie, ob dauerhaft gelöschte Seiten auf Basis von Traffic-Daten, Backlink-Wert und geschäftlicher Relevanz wiederhergestellt werden sollten
  • Behebung von Soft-404s: Prüfen Sie Ihre Seite auf Soft-404-Fehler (Statuscode 200 mit leerem Inhalt) und ersetzen Sie sie durch korrekte 404- oder 410-Antworten
  • Benutzerdefinierte Fehlerseiten: Erstellen Sie gebrandete 404-Seiten mit Navigation, Suchfunktion und hilfreichen Hinweisen für ein besseres Nutzererlebnis
  • Regelmäßige Audits: Führen Sie alle 60 Tage umfassende Link-Audits durch, um neue 404-Fehler frühzeitig zu erkennen und SEO-Schäden zu vermeiden
  • Monitoring-Integration: Setzen Sie kontinuierliche Monitoring-Systeme ein, die Administratoren in Echtzeit über neue 404-Fehler informieren
  • Externe Linkverwaltung: Verfolgen Sie defekte Backlinks zu Ihrer Seite und richten Sie Weiterleitungen oder Inhaltswiederherstellungen ein, um Linkkraft zurückzugewinnen
  • Mobile Überprüfung: Stellen Sie sicher, dass 404-Statuscodes auf Mobil- und Desktop-Versionen konsistent sind, da Google jetzt ausschließlich Mobile-First-Indexierung verwendet

Mobile-First-Indexierung und 404-Fehler

Der Wechsel zur Mobile-First-Indexierung hat die Auswirkungen von 404-Fehlern auf die Sichtbarkeit und Suchleistung von Websites grundlegend verändert. Seit Juli 2024 nutzt Google ausschließlich die mobile Version von Webseiten zum Crawlen, Indexieren und für das Ranking. Ein 404-Fehler auf der mobilen Version einer Seite führt zur Deindexierung, selbst wenn die Desktop-Version korrekt funktioniert. Das ist eine kritische Schwachstelle für Websites mit unterschiedlichen mobilen und Desktop-Implementierungen oder separaten mobilen Subdomains (z. B. m.beispiel.de). Gibt die mobile Version einen 404 zurück, während die Desktop-Version Inhalte anzeigt, betrachtet Google die Seite als nicht existent und entfernt sie aus den Suchergebnissen. Häufige Ursachen für mobile 404-Fehler sind fehlerhafte Mobile-Weiterleitungen, blockierte CSS- oder JavaScript-Ressourcen, die das Laden auf mobilen Geräten verhindern, Probleme mit responsivem Design oder falsch konfigurierte mobile Sitemaps, die auf nicht existierende URLs verweisen. Website-Administratoren müssen sicherstellen, dass HTTP-Statuscodes auf Mobil- und Desktop-Versionen konsistent sind und mobil-spezifische Crawls mit Tools wie Semrush oder Ahrefs (mobilen User-Agents) durchführen. Monitoring-Tools sollten mobile Checks integrieren, um 404-Fehler zu erkennen, die nur auf mobilen Endgeräten auftreten. Die Auswirkungen sind gravierend: Ein einziger mobil-only-404-Fehler kann zur vollständigen Deindexierung dieser Seite führen – mit sofortigem Sichtbarkeits- und Trafficverlust. Das unterstreicht die Bedeutung umfassender Tests auf allen Gerätetypen und der Gleichstellung von Mobil- und Desktop-Inhalten.

Das Feld des 404-Fehlermanagements entwickelt sich mit dem technischen Fortschritt und der Weiterentwicklung der Suchmaschinenalgorithmen stetig weiter. Zu den aktuellen Trends zählen verstärkte Automatisierung bei der Erkennung defekter Links durch KI-gestützte Monitoring-Tools, die 404-Fehler vorhersagen und verhindern können, noch bevor sie auftreten. Maschinelles Lernen wird in SEO-Plattformen integriert, um Muster im Link-Verfall zu erkennen und proaktive Strategien zur Behebung zu empfehlen. Das Aufkommen von KI-gesteuerten Suchplattformen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews bringt neue Herausforderungen für das 404-Fehlermanagement, da defekte Links in KI-Antworten der Markenwahrnehmung und Sichtbarkeit schaden können. Plattformen wie AmICited ermöglichen das Monitoring, wie Marken in KI-Antworten erscheinen und identifizieren defekte Links, die die Sichtbarkeit in diesen neuen Suchkanälen beeinträchtigen. Da Websites zunehmend dynamisch mit CMS, Headless-Architekturen und API-basierter Content-Auslieferung arbeiten, werden auch die Mechanismen zur Generierung und Verwaltung von 404-Fehlern komplexer. Zukünftige Entwicklungen könnten standardisierte Protokolle zur Kommunikation der Content-Verfügbarkeit über verteilte Systeme, verbessertes Crawl-Budget-Management durch vorausschauende 404-Erkennung und nutzerorientierte Features umfassen, die KI nutzen, um bei 404-Fehlern relevante Inhalte vorzuschlagen. Die Integration von 404-Monitoring in umfassende Website-Health-Dashboards und Echtzeit-Benachrichtigungssysteme ermöglicht schnellere Reaktion und proaktive Wartung. Da Suchmaschinen weiterhin Nutzererfahrung und Site-Reliability priorisieren, wird die Bedeutung niedriger 404-Fehlerraten zunehmen – umfassende Monitoring- und Management-Strategien werden für eine wettbewerbsfähige SEO-Performance unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der 404-Statuscode?

Der 404-Statuscode ist Teil des HTTP-Protokolls und zeigt speziell an, dass der Server die Anfrage des Clients erhalten hat, aber die angeforderte Ressource nicht finden kann. Laut RFC 9110 bedeutet eine 404-Antwort, dass der Ursprungsserver keine aktuelle Darstellung für die Zielressource gefunden hat. Dies ist eine Client-Fehler-Antwort, was bedeutet, dass das Problem bei der angeforderten URL liegt und nicht an einer Serverstörung.

Wie wirken sich 404-Fehler auf SEO und Website-Rankings aus?

Obwohl 404-Fehler Ihre Seitenrankings nicht direkt beeinträchtigen, haben sie erhebliche indirekte SEO-Auswirkungen. Übermäßige 404-Fehler signalisieren Suchmaschinen eine schlechte Webseitenpflege, verschwenden Crawl-Budget und führen dazu, dass Nutzer Ihre Seite verlassen, wodurch die Absprungrate steigt. Eine Studie des Pew Research aus dem Jahr 2024 zeigt, dass 23 % der Nachrichtenwebseiten mindestens einen defekten Link enthalten, was die Verbreitung dieses Problems im gesamten Web unterstreicht.

Was ist der Unterschied zwischen einem 404- und einem Soft-404-Fehler?

Ein harter 404-Fehler liefert den korrekten HTTP-Statuscode 404 zurück, wenn eine Seite nicht existiert. Ein Soft 404 tritt auf, wenn ein Server einen Statuscode 200 OK zurückgibt, aber Inhalte anzeigt, die darauf hinweisen, dass die Seite fehlt oder leer ist. Soft-404-Fehler sind für SEO problematischer, da Suchmaschinen sie als erfolgreiche Seiten interpretieren, möglicherweise leere oder irrelevante Inhalte indexieren und so das Crawl-Budget verschwenden.

Was sind die häufigsten Ursachen für 404-Fehler?

Die Hauptursachen sind gelöschte oder verschobene Inhalte ohne ordnungsgemäße Weiterleitung, Tippfehler in URLs, defekte interne oder externe Links, falsche Dateipfade und Fehler im Domain Name System (DNS). Laut Forschung sind etwa 66,5 % der Links zu Webseiten aus den letzten 9 Jahren inzwischen tot, was zeigt, wie sich Link-Verfall im Laufe der Zeit ansammelt, wenn Inhalte altern und Webseiten sich verändern.

Wie kann ich 404-Fehler auf meiner Website erkennen?

Sie können 404-Fehler mit der Google Search Console erkennen, die 404-Seiten im Coverage-Bericht anzeigt, oder mit SEO-Audit-Tools wie Screaming Frog, Semrush und Ahrefs, die Ihre Seite nach defekten Links durchsuchen. Überwachungstools wie AmICited verfolgen auch, wie Ihre Domain in KI-Antworten erscheint, und erkennen defekte Links, die Ihre Markenpräsenz in KI-Plattformen beeinträchtigen.

Wie behebe ich einen 404-Fehler am besten?

Wenn Inhalte auf eine neue URL verschoben wurden, richten Sie eine permanente 301-Weiterleitung von der alten URL zur neuen ein. Wenn die Seite dauerhaft gelöscht wurde und keinen Ersatz hat, verwenden Sie einen 404- oder 410-Statuscode. Bei Tippfehlern in internen Links korrigieren Sie den Link direkt. Bei wertvollen Seiten mit defekten Backlinks stellen Sie entweder die Inhalte wieder her oder leiten Sie zur entsprechenden Seite weiter, um Linkkraft zu erhalten.

Sollte ich eine benutzerdefinierte 404-Fehlerseite erstellen?

Ja, benutzerdefinierte 404-Seiten verbessern die Nutzererfahrung erheblich und reduzieren Absprünge. Eine gut gestaltete 404-Seite sollte Navigationslinks zur Startseite, Vorschläge für beliebte Inhalte, eine Suchfunktion und markengerechte Nachrichten enthalten. So bleiben Nutzer auf Ihrer Seite, statt sie sofort zu verlassen, und Ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in Ihre Website bleiben auch bei einem Fehler erhalten.

Wie beeinflussen 404-Fehler das Crawl-Budget?

Laut der Google-Guideline 2025 optimieren 404-Fehler das Crawl-Budget, indem sie Googlebot signalisieren, diese Seite nicht erneut zu crawlen. Soft-404-Fehler hingegen verschwenden Crawl-Budget, weil Googlebot weiterhin versucht, sie zu crawlen. Das Beseitigen von Soft-404s und das Beheben defekter interner Links verbessert die Crawling-Effizienz und stellt sicher, dass Suchmaschinen Ressourcen auf die Indexierung wertvoller Inhalte konzentrieren.

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