Digital PR

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Digital PR ist der strategische Einsatz von vertrauenswürdigen, unabhängigen Drittanbieter-Medien und Online-Plattformen, um den Markenruf zu stärken, die Sichtbarkeit zu erhöhen und hochwertige Backlinks zu erhalten, die sich positiv auf Suchmaschinenrankings und die Wahrnehmung der Zielgruppe auswirken. Es verbindet klassische PR-Prinzipien mit digitalen Kanälen wie Social Media, Online-Publikationen, Blogs und Nachrichtenportalen, um messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Definition von Digital PR

Digital PR ist der strategische Einsatz von vertrauenswürdigen, unabhängigen Drittanbieter-Medien und Online-Plattformen, um den Ruf einer Marke aufzubauen und zu stärken, die Online-Sichtbarkeit zu erhöhen und hochwertige Backlinks zu generieren, die sich positiv auf Suchmaschinenrankings auswirken. Im Gegensatz zur klassischen PR, die auf Rundfunkmedien und Printpublikationen setzt, nutzt Digital PR digitale Kanäle wie Nachrichtenportale, Blogs, Social-Media-Plattformen, Online-Publikationen und branchenspezifische Medien, um Zielgruppen zu erreichen und gleichzeitig messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen. Die Disziplin verbindet grundlegende PR-Prinzipien – Beziehungsaufbau, Storytelling und Medienansprache – mit digitalen Marketingzielen wie Suchmaschinenoptimierung, Traffic-Generierung und Markenbekanntheit. Digital PR bedeutet im Kern, vertrauenswürdige Dritte zu nutzen, um Markenbotschaften zu verstärken – das unterscheidet sie von bezahlter Werbung oder eigenen Kanälen, bei denen Marken die Botschaft direkt steuern.

Kontext und Hintergrund: Die Entwicklung von Digital PR

Das Aufkommen von Digital PR markiert einen grundlegenden Wandel darin, wie Organisationen ihr öffentliches Bild und ihre Online-Präsenz steuern. Früher konzentrierten sich PR-Profis ausschließlich darauf, Berichte in Zeitungen, Magazinen, Fernseh- und Radiosendern zu platzieren – Kanäle mit begrenzter Reichweite und schwer messbarer Wirkung. Mit der zunehmenden Verlagerung der Zielgruppen ins Internet ab den frühen 2000er Jahren standen PR-Fachleute vor der Herausforderung, dass klassische Medien an Relevanz verloren, während digitale Plattformen die Aufmerksamkeit auf unzählige Websites, Blogs und soziale Netzwerke verteilten. Diese Medienfragmentierung zwang die PR-Branche zur Weiterentwicklung und schuf Digital PR als Disziplin, die verstreute Zielgruppen gleichzeitig auf mehreren Online-Kanälen erreichen kann.

Der Wandel beschleunigte sich mit dem Aufstieg der Suchmaschinen als zentrale Informationsquelle. Mitte der 2000er Jahre erkannten SEO-Experten, dass Backlinks von autoritativen Websites die Suchrankings maßgeblich beeinflussen. Die Verbindung aus PR-Expertise und SEO-Wissen schuf Digital PR, wie wir sie heute kennen – eine Disziplin, die Medienberichterstattung erzielt und gleichzeitig das Backlink-Profil für Suchmaschinen-Sichtbarkeit aufbaut. Laut einer Studie von 2024 sind 67,5 % der Unternehmen überzeugt, dass Linkbuilding einen erheblichen Einfluss auf die SERP-Rankings hat, was die strategische Bedeutung von Digital PR im modernen Marketing bestätigt. Die Disziplin hat sich stark weiterentwickelt – spezialisierte Agenturen, eigene Fachkräfte und ausgefeilte Messframeworks sind heute branchenweit Standard.

Zentrale Bestandteile und strategisches Framework

Digital PR umfasst mehrere miteinander verbundene Aktivitäten, die gemeinsam Markenautorität und Online-Sichtbarkeit aufbauen. Zu den wichtigsten Komponenten gehören Medienbeziehungen und Journalistenansprache, bei denen PR-Profis Beziehungen zu Journalisten und Redakteuren aufbauen, um Berichte in relevanten Medien zu erzielen. Content-Erstellung und Storytelling bilden das Fundament – spannende Geschichten, datenbasierte Insights und berichtenswerte Aufhänger, die Journalisten interessieren. Linkbuilding durch verdiente Medienberichterstattung bleibt zentral, mit dem Ziel, Backlinks von hochwertigen Publikationen zu gewinnen, die Suchmaschinen als Vertrauenssignal werten. Social-Media-Engagement und -Verstärkung erhöhen die Reichweite von Digital-PR-Kampagnen und ermöglichen Marken, Inhalte zu verbreiten und direkt mit Zielgruppen zu interagieren. Markenmonitoring und Reputationsmanagement sorgen dafür, dass Unternehmen wissen, wie sie online wahrgenommen werden und auf Entwicklungen reagieren können. Schließlich garantiert SEO-Optimierung, dass Digital-PR-Maßnahmen mit Sichtbarkeitszielen im Einklang stehen, etwa durch Keyword-Recherche und technische Planung.

Das strategische Framework der Digital PR erfordert das Verständnis, wo Zielgruppen online Informationen konsumieren. Studien zeigen, dass 59 % der britischen Erwachsenen die BBC-Website für Nachrichten nutzen, während in den USA lokale TV-Nachrichten (28 %) und Fox News (27 %) führen. Auf Social Media ist Facebook nach wie vor die beliebteste Nachrichtenquelle mit 30–31 % der Erwachsenen in beiden Ländern, während TikTok in Großbritannien von 1 % auf 11 % zwischen 2020 und 2024 gewachsen ist. Diese Zielgruppenkenntnis bestimmt die Digital-PR-Strategie und die Auswahl der Medien, Plattformen und Journalisten für maximale Wirkung.

Vergleichstabelle: Digital PR vs. klassische PR vs. Owned Media

AspektDigital PRKlassische PREigene Kanäle (Owned Media)
HauptkanäleOnline-Publikationen, Blogs, Social Media, NachrichtenportalePrint, TV, Radio, MagazineUnternehmenswebsite, Blog, eigene Social-Kanäle
ReichweiteZielgerichtet, fragmentiert über mehrere PlattformenBreit, konzentriert auf spezielle MedienDirekt, auf bestehende Follower begrenzt
GlaubwürdigkeitsquelleRedaktionelle Empfehlung DritterMedienautorität DritterEigene Markenbotschaft
MessbarkeitHoch (Traffic, Rankings, Conversions)Schwer direkt messbarVollständig messbar
KostenstrukturVariabel (300–2.000 $+ pro Link)Feste MedienplatzierungskostenGeringe laufende Kosten
SEO-EffektDirekt (Backlinks, Markenerwähnungen, EEAT-Signale)Indirekt oder keinerBegrenzt (nur interne Verlinkung)
Zeitspanne2–12 Wochen bis Coverage4–8 Wochen bis PlatzierungSofort
KontrollgradGering (Redaktionsentscheidung)Gering (Redaktionsentscheidung)Hoch (volle Kontrolle)
BeziehungsaufbauEssenziell mit JournalistenWichtig mit MedienkontaktenNicht relevant
ROI-TrackingReferral-Traffic, Rankings, ConversionsMarkenbekanntheit, ReichweiteEngagement-Metriken

Wie Digital PR funktioniert: Das Prinzip der verdienten Medien

Digital PR folgt einem systematischen Prozess aus Identifikation berichtenswerter Themen, Beziehungsaufbau zu Journalisten und überzeugenden Pitches, die zu Medienberichterstattung führen. Der Prozess beginnt mit Recherche und Ideenfindung, bei der PR-Profis Branchentrends, Wettbewerber und Interessen der Zielgruppe analysieren, um Story-Aufhänger zu finden, die Journalisten begeistern. Datengetriebene Kampagnen sind der beliebteste Ansatz und machen 42,3 % aller Digital-PR-Kampagnen 2023–24 aus, da Journalisten Daten als besonders berichtenswert und glaubwürdig einstufen. Nach Entwicklung des Aufhängers recherchieren PR-Profis relevante Journalisten und Redakteure – 83 % der Digital-PR-Fachleute nutzen Medien-Datenbanken wie Muck Rack zur Kontaktfindung.

Der Pitch-Prozess ist entscheidend für den Erfolg von Digital PR. Studien zeigen: Themenrelevanz ist der wichtigste Faktor (33 % der Profis), gefolgt von Personalisierung (20 %) und bestehenden Beziehungen (20 %). Effektive Pitches sind nicht länger als 300 Wörter (92 % Präferenz), mit Betreffzeilen von 4–8 Wörtern und Buzzwords, die die Öffnungsrate um 12 % erhöhen. Der beste Versandzeitpunkt ist Dienstagvormittag (53 % Präferenz), Follow-up-Mails werden 3–6 Tage später versendet. Nach erfolgreicher Coverage werden Backlink und Markenerwähnung zu wertvollen Assets für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Laut Daten von 2024 hat der durchschnittliche Digital-PR-Backlink einen Domain Rating von 61, 20,62 % der Backlinks liegen im DR-70–79-Bereich – deutlich höher als bei anderen Linkbuilding-Methoden.

Digital PR und SEO: Autorität durch verdiente Medien

Die Verbindung zwischen Digital PR und Suchmaschinenoptimierung ist grundlegend für jede moderne Digital-PR-Strategie. Backlinks von hochautoritativen Publikationen dienen als „Vertrauensvotum“, das Suchmaschinen signalisiert, dass eine Website vertrauenswürdig und relevant ist. Eine Backlinko-Analyse von 11,8 Millionen Google-Ergebnissen ergab, dass Websites auf Platz eins etwa 3,8-mal mehr Backlinks haben als solche auf den Plätzen 2–10. Noch deutlicher: 95 % aller Seiten bei Google haben keinen einzigen Backlink, und 92,3 % der Top-100-Domains haben mindestens einen Backlink, was die Bedeutung von Linkbuilding durch Digital PR unterstreicht.

Über Backlinks hinaus baut Digital PR EEAT-Signale auf, die Google zur Bewertung von Website-Qualität heranzieht. Im Dezember 2022 fügte Google „Experience“ zu „Expertise, Authority und Trustworthiness“ hinzu und machte EEAT zu einem wichtigen Ranking-Faktor. Markenerwähnungen in anerkannten Publikationen – auch ohne Link – tragen zu EEAT bei. Googles früherer Suchqualitätschef Udi Manber bestätigte: „Der Kontext, in dem man online agiert, und wie über einen gesprochen wird, kann beeinflussen, wofür man rankt.“ Das heißt: Positive Erwähnungen in seriösen Medien verbessern die Wahrnehmung der Marke durch Suchmaschinen – unabhängig vom Link selbst. Zusätzlich steigert Digital PR das Marken-Suchvolumen, was die Klickrate in den Suchergebnissen erhöht. Nutzer, die eine Marke in mehreren vertrauenswürdigen Quellen sehen, klicken eher auf diese in den Suchergebnissen, was Google wiederum als Relevanzsignal wertet.

Kampagnenarten in der Digital PR und Performance-Metriken

Verschiedene Digital-PR-Kampagnentypen verfolgen unterschiedliche strategische Ziele und zeigen je nach Branche unterschiedliche Wirksamkeit. Datenbasierte Kampagnen sind mit 42,3 % aller Kampagnen am beliebtesten, da sie Journalisten konkrete, berichtenswerte Informationen liefern. Typisch sind eigene Studien, Umfragen oder Auswertungen mit neuen Erkenntnissen. Umfragebasierte Kampagnen machen 19,3 % aus und eignen sich gut zur Meinungsabfrage und Diskussion. Infografiken stehen für 10,7 % und helfen, komplexe Informationen visuell verständlich zu machen. Experten-Kommentare (8 %) positionieren Unternehmensvertreter als Thought Leader, Kartenstudien (18,2 %) wirken besonders in Wissenschaft und Umwelt.

Sentiment-Analysen der Digital-PR-Berichterstattung bieten wertvolle Hinweise auf die Wirksamkeit. Eine Auswertung von über 370.000 Digital-PR-Artikeln zeigt: 48,5 % enthielten positive Stimmung, 22,4 % negative und 29,1 % neutrale. Experten-Kommentare zeigen mit 63,7 % den höchsten positiven Sentiment-Wert, gefolgt von KI-neuinterpretierten Beiträgen (53 %) und Infografiken (51 %). Kartenstudien weisen mit 41,7 % den höchsten negativen Sentiment-Anteil auf, da sie oft kritische Themen behandeln. Die Branche ist entscheidend – Modeartikel zeigen 85,1 % positives Sentiment, Kriminalitäts- und Rechtsartikel 79,8 % negatives Sentiment. Diese Muster helfen PR-Profis bei der Auswahl passender Kampagnentypen für die Markenpositionierung.

Tools, Plattformen und professionelle Praxis in der Digital PR

Moderne Digital PR nutzt spezialisierte Tools und Plattformen, um Journalisten zu identifizieren, Coverage zu tracken und Kampagnenerfolge zu messen. Medien-Datenbanken wie Muck Rack, Cision und Agility werden von 83 % der Digital-PR-Profis zur Recherche genutzt. Google Search Console ist mit 25 % das beliebteste Mess-Tool, gefolgt von Semrush (21 %) und Ahrefs (15 %), was die enge Verbindung von Digital PR und SEO widerspiegelt. Tabellen sind mit 68 % das meistgenutzte Tool zur Verwaltung von Medienlisten, während spezielle PR-Software wie Muck Rack von 64 % eingesetzt wird.

Digital-PR-Profis brauchen ein breites Skillset, um erfolgreich zu sein. Content Creation und Storytelling sind grundlegend – die Fähigkeit, fesselnde Geschichten zu finden und zu vermitteln. SEO-Know-how wird immer wichtiger, da PR-Profis verstehen müssen, wie ihre Arbeit die Sichtbarkeit beeinflusst. Beziehungsmanagement und Medienkontakte bleiben zentral, erfordern Ausdauer, Professionalität und echtes Interesse an Journalisten und ihren Schwerpunkten. Analytisches Denken ist für die Erfolgsmessung und datengetriebene Entscheidungen unerlässlich. Social-Media-Skills helfen, Digital-PR-Kampagnen zu verbreiten. Die erfolgreichsten Digital-PR-Profis vereinen klassische PR-Expertise mit digitalem Marketingwissen – sie wissen, wie man Coverage generiert und wie diese auf Geschäftskennzahlen wie Traffic, Rankings und Conversions einzahlt.

Zentrale Digital-PR-Strategien und Best Practices

  • Entwickeln Sie berichtenswerte Content-Aufhänger, die Journalisten wirklich interessieren – mit Fokus auf eigene Daten, einzigartige Insights oder spannende Geschichten statt reiner Werbung
  • Bauen Sie authentische Beziehungen zu Journalisten auf durch kontinuierlichen, wertschaffenden Austausch – verfolgen Sie ihre Arbeit, verstehen Sie ihre Themen und liefern Sie relevante Ideen ohne direkte Erwartung auf Berichterstattung
  • Führen Sie gründliche Keyword-Recherchen durch, um Digital-PR-Kampagnen an Geschäftsziele und Suchverhalten der Zielgruppen auszurichten
  • Setzen Sie auf datengetriebene Kampagnen, die Journalisten konkrete, berichtenswerte Informationen bieten – solche Kampagnen machen 42,3 % aller Digital-PR-Aktivitäten aus und erzielen die größte Coverage
  • Optimieren Sie für verschiedene Plattformen, indem Sie Inhalte und Botschaften auf die jeweilige Publikation zuschneiden – von Mainstream-Medien bis zu Nischenblogs
  • Überwachen und reagieren Sie in Echtzeit auf Coverage, tracken Sie Erwähnungen, Sentiment und Impact und interagieren Sie mit Zielgruppen, die Ihre Marke durch Digital PR entdecken
  • Messen Sie mehr als Vanity-Metriken, indem Sie relevante KPIs wie Referral-Traffic (22,5 % der Profis als Hauptkennzahl), Ranking-Verbesserungen (19 %) und Conversions (13 %) verfolgen
  • Nutzen Sie Influencer- und Thought-Leader-Beziehungen, um Digital-PR-Kampagnen zu verstärken und über vertrauenswürdige Stimmen neue Zielgruppen zu erreichen
  • Integrieren Sie Digital PR in die Gesamtmarketingstrategie, damit Kampagnen die Unternehmensziele unterstützen und synergetisch mit SEO, Content-Marketing und Social Media wirken

Digital PR im Zeitalter von KI und Echtzeit-Monitoring

Künstliche Intelligenz transformiert Digital PR in vielen Bereichen – von der Ideenfindung bis zur Messung und zum Echtzeit-Response. KI-basierte Monitoring-Tools wie Brandwatch und Hootsuite Insights tracken Markenerwähnungen, Sentiment und Trends über digitale Kanäle und ermöglichen PR-Profis, Chancen und Probleme schnell zu erkennen. KI-gestützte Inhaltsanalyse hilft, Themen, Aufhänger und Formate zu identifizieren, die bei Journalisten und Zielgruppen am besten ankommen, und verbessert die Kampagnenstrategie. Predictive Analytics prognostizieren, welche Storylines die meiste Berichterstattung generieren, und helfen bei der Priorisierung.

Allerdings erfordert KI-Einsatz in der Digital PR sorgfältige Kontrolle und menschliches Urteilsvermögen. KI, die auf verzerrten Daten trainiert wurde, kann ungenaue Sentiment-Analysen liefern oder Journalistenpräferenzen falsch deuten. Die erfolgreichsten Digital-PR-Strategien verbinden KI-Insights mit menschlicher Expertise – KI erkennt Muster, Profis bauen Beziehungen auf, entwickeln Stories und treffen strategische Entscheidungen. Zudem werden KI-Monitoring-Tools immer wichtiger, um Markenpräsenz in KI-generierten Antworten auf Plattformen wie ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Claude zu tracken. Da KI-Systeme immer häufiger als Informationsquelle dienen, ist es ebenso wichtig, in KI-Content sichtbar zu sein wie in klassischen Suchergebnissen.

Die Zukunft von Digital PR: Entwicklung und strategischer Ausblick

Digital PR entwickelt sich rasant weiter, getrieben durch Veränderungen in Medienkonsum, Suchalgorithmen und Technologien. Der globale Markt für Digital-PR-Dienstleistungen wurde 2023 mit 12,3 Milliarden Dollar bewertet und soll bis 2032 auf 25,4 Milliarden Dollar wachsen, was 106,5 % Wachstum und eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 8,3 % bedeutet. Dieses Wachstum spiegelt die steigende Anerkennung des Werts von Digital PR für Markenautorität und messbare Geschäftserfolge wider. Suchtrends bestätigen das Interesse – die Suchanfragen nach „digital PR“ sind in den USA seit 2005 um 418,8 % gestiegen, „link building“ um 275,3 %, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Digital-PR-Expertise hindeutet.

Zukünftige Digital-PR-Strategien werden den Fokus stärker auf KI-Sichtbarkeit und Monitoring legen, da KI-Systeme für viele Nutzer zur Hauptinformationsquelle werden. Marken müssen sicherstellen, dass ihre Digital-PR-Maßnahmen zu Erwähnungen und Zitierungen in KI-generierten Antworten führen – nicht nur in klassischen Suchergebnissen. Authentizität und Beziehungsarbeit werden noch wichtiger, da Journalisten mit Informationsflut konfrontiert sind und wertvolle Beziehungen zu PR-Profis schätzen, die ihre Themen verstehen und relevante Story-Ideen liefern. Datenbasierte Kampagnen werden dominieren, wobei Datenanalyse und Visualisierung immer anspruchsvoller werden und PR-Profis stärkere analytische Kompetenzen benötigen. Kanalübergreifende Integration – die Kombination von Digital PR, SEO, Content-Marketing, Social Media und Paid Media – wird Standard, und erfolgreiche Marken betrachten Digital PR nicht mehr als Einzelmaßnahme, sondern als Kern ihrer umfassenden Digitalstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen Digital PR und traditioneller PR?

Traditionelle PR konzentriert sich auf Massenmedien wie Fernsehen, Radio und Printpublikationen, um Markenbekanntheit durch direkte Botschaften aufzubauen. Digital PR hingegen nutzt Online-Kanäle wie Websites, Social Media, Blogs und Nachrichtenportale, um Zielgruppen zu erreichen und gleichzeitig die SEO-Leistung durch verdiente Backlinks zu verbessern. Digital PR ist messbarer, da Marken spezifische Kennzahlen wie Referral-Traffic, Keyword-Rankings und Verbesserungen der Domain-Autorität verfolgen können, während traditionelle PR auf subjektivere Messgrößen wie Medienreichweite und Auflagenhöhe setzt.

Wie beeinflusst Digital PR die Suchmaschinenrankings?

Digital PR verbessert die Suchmaschinenrankings durch verschiedene Mechanismen. Erstens signalisieren Backlinks von hochwertigen Publikationen Suchmaschinen Glaubwürdigkeit – der durchschnittliche Digital-PR-Backlink hat laut Daten von 2024 einen Domain Rating von 61. Zweitens bauen Markenerwähnungen in anerkannten Publikationen EEAT-Signale (Experience, Expertise, Authority, and Trustworthiness) auf, die Google zur Bewertung der Website-Qualität nutzt. Drittens sorgt gesteigerte Markenbekanntheit durch Digital-PR-Kampagnen für mehr Markensuchanfragen, was die Klickrate aus den Suchergebnissen verbessert. Studien zeigen, dass Websites auf Platz eins etwa 3,8-mal mehr Backlinks haben als Seiten auf den Rängen 2–10.

Was sind die effektivsten Arten von Digital-PR-Kampagnen?

Datengetriebene Kampagnen sind der beliebteste Ansatz in der Digital PR und machten 2023–24 42,3 % der analysierten Kampagnen aus, wobei Australien mit 57 % führend ist. Umfragebasierte Kampagnen stellen 19,3 % der Kampagnen, während Infografiken 10,7 % ausmachen. Experten-Kommentare und Kartenstudien machen 8 % beziehungsweise 18,2 % aus. KI-neuinterpretierte Kampagnen sind noch am Entstehen und machen nur 0,4 % der Kampagnen aus. Die Wirksamkeit variiert je nach Branche – Datenstudien erzielen die besten Ergebnisse im Wirtschaftsbereich, während Kartenstudien besonders bei wissenschaftlichen Themen überzeugen.

Wie sollten Digital-PR-Profis an Journalisten pitchen?

Effektives Digital-PR-Pitching erfordert mehrere Schlüsselelemente: 33 % der Profis nennen Themenrelevanz als wichtigsten Faktor, gefolgt von Personalisierung (20 %) und bestehenden Beziehungen (20 %). Der wirkungsvollste Kanal ist die persönliche 1:1-E-Mail (89 % der Profis), deutlich effektiver als Massenmails oder Social Media (je 18 %). Pitches sollten maximal 300 Wörter umfassen (92 % Präferenz), mit Betreffzeilen von 4–8 Wörtern und Buzzwords wie Prominamen oder Events (12 % höhere Öffnungsraten). Dienstagvormittag gilt als optimaler Versandzeitpunkt (53 % Präferenz), mit Follow-up-Mails 3–6 Tage später (54 % der Profis).

Welche Kennzahlen sollten zur Erfolgsmessung von Digital PR verfolgt werden?

Wichtige Digital-PR-Kennzahlen sind Traffic-Zuwachs (22,5 % der Spezialisten nutzen dies als Haupt-KPI), Ranking-Verbesserungen (19 %), Referral-Traffic (13 %) und Sales-Conversions (13 %). Für die Linkqualität ist Domain Rating bzw. Domain Authority die beliebteste Metrik (33,5 % der Spezialisten), gefolgt vom Website-Traffic (30 %). Weitere wichtige Kennzahlen sind die Anzahl gewonnener Backlinks, eindeutige verweisende Domains und die Sentiment-Analyse der Berichterstattung. Tools wie Google Analytics, Google Search Console, Semrush und Ahrefs unterstützen die umfassende Messung dieser Kennzahlen.

Wie viel kostet Digital PR typischerweise?

Die Kosten für Digital PR variieren stark je nach Link-Autorität und Platzierungsqualität. Links mit niedriger Autorität kosten im Durchschnitt etwa 300 $ pro Link, während hochwertige kontextuelle Backlinks zwischen 500 $ und 2.000 $ pro Link liegen. Die monatlichen Ausgaben schwanken sehr: 35,5 % der Unternehmen geben weniger als 5.000 $ monatlich aus, 46,5 % investieren 5.000–10.000 $, und 18 % übersteigen 10.000 $. Die Budgetverteilung unterscheidet sich zwischen Marken und Agenturen – 39 % der Agenturen planen eine Erhöhung der Ausgaben gegenüber 33 % der Marken, während 23 % der Marken Kürzungen planen.

Welche Rolle spielt KI in modernen Digital-PR-Strategien?

KI gewinnt in der Digital PR zunehmend an Bedeutung für das Monitoring der Markenstimmung, das Tracking von Erwähnungen über verschiedene Plattformen hinweg und die Analyse der Kampagnenleistung im großen Maßstab. Tools wie Brandwatch und Hootsuite Insights nutzen KI, um öffentliche Stimmungen zu erfassen und eine schnelle Reaktion auf Kundenfeedback zu ermöglichen. KI hilft dabei, aufkommende Trends und Themen für Zielgruppen zu identifizieren, sodass PR-Profis zeitgemäßen, berichtenswerten Content erstellen können. Dennoch ist sorgfältige Kontrolle wichtig – KI, die auf verzerrten Daten trainiert wurde, kann ungenaue Ergebnisse liefern. KI unterstützt außerdem die Contenterstellung, die Identifikation relevanter Journalisten und die Prognose des Kampagnenerfolgs, wobei menschliche Expertise für Strategie und Beziehungsmanagement weiterhin unerlässlich bleibt.

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