Helpful Content Update

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Helpful Content Update

Googles Helpful Content Update ist ein Algorithmussystem, das darauf ausgelegt ist, menschenzentrierte Inhalte in den Suchergebnissen zu priorisieren, indem es minderwertige, wenig hilfreiche Inhalte identifiziert und herabstuft, die in erster Linie für Suchmaschinen und nicht für Nutzer erstellt wurden. Gestartet im August 2022 und im März 2024 in Googles Kern-Ranking-Algorithmus integriert, nutzt dieses Update maschinelles Lernen, um originelle, von Experten verfasste Inhalte zu belohnen, die die Nutzerintention erfüllen und echten Mehrwert bieten.

Definition des Helpful Content Update

Das Helpful Content Update ist Googles Algorithmussystem, das darauf ausgelegt ist, menschenzentrierte Inhalte in den Suchergebnissen zu priorisieren, indem minderwertiges, wenig hilfreiches Material, das in erster Linie für Suchmaschinen und nicht für Nutzer erstellt wurde, identifiziert und herabgestuft wird. Es wurde im August 2022 eingeführt und im März 2024 offiziell als Teil von Googles Kern-Ranking-Algorithmus integriert. Dieses Update stellt einen grundlegenden Wandel darin dar, wie Google Webinhalte bewertet und rankt. Anstatt sich auf einzelne Rankingfaktoren wie Keywords oder Backlinks zu konzentrieren, wendet das Helpful Content Update einen standortweiten Klassifizierer an, der die Gesamtqualität und Hilfsbereitschaft aller Inhalte einer Domain beurteilt. Mit fortschrittlichem maschinellem Lernen erkennen Googles Systeme automatisch Inhalte, die wenig Mehrwert bieten oder für Suchende nicht besonders hilfreich sind. Das Update ist keine manuelle Maßnahme oder Spam-Strafe, sondern ein kontinuierliches, automatisiertes Signal, das parallel zu allen anderen Rankingfaktoren läuft, um sicherzustellen, dass Nutzer tatsächlich nützliche, originelle Inhalte von Menschen mit echter Fachkenntnis finden.

Historischer Kontext und Entwicklung

Das Helpful Content Update entspringt Googles langjährigem Engagement für Qualitätsinhalte, stellt aber eine deutliche Verschärfung im Umgang mit minderwertigen, suchmaschinenoptimierten Materialien dar. Der Start im August 2022 richtete sich zunächst an englischsprachige Suchanfragen weltweit, wobei Google Pläne zur Ausweitung auf andere Sprachen ankündigte. Der Zeitpunkt war strategisch gewählt: Bis 2022 hatten sich KI-generierte Inhalte, Content-Farmen und massenproduzierte Artikel zunehmend negativ auf die Suchqualität ausgewirkt. Laut Branchenberichten wurden nach dem ersten Rollout rund 40 % wenig hilfreicher Inhalte erfolgreich aus den Suchergebnissen entfernt. Das Update entwickelte sich erheblich weiter, als Google im März 2024 die formale Integration des Helpful Content Update in den Kern-Ranking-Algorithmus ankündigte – damit wurde es zu einem dauerhaften, kontinuierlichen Signal statt eines periodischen Updates. Diese Integration führte zu noch deutlicheren Verbesserungen: Google berichtete von einer 45%igen Reduzierung von wenig hilfreichen und minderwertigen Inhalten in den Suchergebnissen – und übertraf damit die ursprüngliche Schätzung von 40%. Die Entwicklung vom eigenständigen Update hin zu einem Kernbestandteil des Algorithmus unterstreicht Googles Bekenntnis, die Inhaltsqualität zum grundlegenden Ranking-Prinzip zu machen.

Grundprinzipien: Menschenzentrierte vs. suchmaschinenzentrierte Inhalte

Das Verständnis der Unterscheidung zwischen menschenzentrierten Inhalten und suchmaschinenzentrierten Inhalten ist entscheidend, um die Auswirkungen des Helpful Content Update zu verstehen. Menschenzentrierte Inhalte werden in erster Linie erstellt, um Nutzern zu helfen und sie zufriedenzustellen, wobei SEO-Best-Practices eine ergänzende Rolle spielen. Solche Inhalte zeigen praktische Expertise, bieten originelle Einblicke, verfolgen einen klaren Website-Zweck und hinterlassen beim Leser das Gefühl, genug gelernt zu haben, um seine Ziele zu erreichen. Ersteller menschenzentrierter Inhalte konzentrieren sich auf ihr bestehendes oder gewünschtes Publikum und darauf, echten Mehrwert zu bieten. Im Gegensatz dazu werden suchmaschinenzentrierte Inhalte in erster Linie erstellt, um organischen Traffic von Suchmaschinen zu gewinnen, wobei die Nutzerzufriedenheit nachrangig ist. Dazu zählen massenhaft produzierte Inhalte zu zahlreichen Themen, umfangreich automatisierte Artikel, Inhalte, die lediglich die Arbeit anderer zusammenfassen, ohne Mehrwert zu schaffen, und Materialien zu Trendthemen ohne wirkliche Fachkenntnis. Googles Forschung zeigt, dass Inhalte, die in erster Linie für Suchmaschinentraffic erstellt werden, stark mit Nutzerunzufriedenheit korrelieren. Die Hauptaufgabe des Helpful Content Update ist es, suchmaschinenzentrierte Inhalte zu erkennen und herabzustufen, während menschenzentrierte Materialien belohnt werden. Das bedeutet einen philosophischen Wandel im SEO: Anstatt für Algorithmen zu optimieren, müssen Ersteller echte Nutzerzufriedenheit in den Mittelpunkt stellen und SEO-Best-Practices nur unterstützend anwenden.

Vergleichstabelle: Merkmale hilfreicher vs. wenig hilfreicher Inhalte

MerkmalHilfreiche Inhalte (belohnt)Wenig hilfreiche Inhalte (herabgestuft)
HauptzweckFür Menschen und das bestehende Publikum erstelltIn erster Linie für Suchmaschinentraffic erstellt
ExpertiseZeigt praktische Fachkenntnis und TiefgangVon Autoren ohne echte Fachkenntnisse verfasst
OriginalitätBietet originelle Einblicke, Recherche oder AnalyseFasst lediglich andere Inhalte zusammen oder kopiert sie
ProduktionsmethodeSorgfältig von kompetenten Autoren erstelltMassenhaft produziert oder stark automatisiert
ThemenauswahlIm Einklang mit Website-Fokus und PublikumsinteressenBehandelt Trendthemen oder irrelevante Nischen für Traffic
NutzerzufriedenheitLeser fühlen sich informiert und zufriedenLeser müssen anderswo nach besseren Informationen suchen
InhaltsumfangUmfassende, substanzielle Abdeckung von ThemenOberflächliche oder unvollständige Informationen
SeitenkonsistenzKlarer Hauptzweck und Fokus der WebsiteVerstreute Inhalte zu vielen nicht zusammenhängenden Themen
QualitätssignaleHohes E-E-A-T (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit)Niedrige E-E-A-T-Signale, mangelnde Glaubwürdigkeit
Update-AuswirkungVerbesserte Rankings und SichtbarkeitDeutliche Rankingverluste auf der ganzen Domain

Funktionsweise des Helpful Content Update: Technische Umsetzung

Das Helpful Content Update arbeitet mit einem fortschrittlichen, kontinuierlichen maschinellen Klassifizierer, der automatisch und ohne manuelle Eingriffe läuft. Anders als traditionelle Google-Algorithmus-Updates, die zu bestimmten Zeitpunkten ausgerollt werden, läuft dieses System dauerhaft und überwacht sowohl neue als auch bestehende Websites. Googles Klassifizierer nutzt einen standortweiten Signalansatz, bewertet also die Gesamtqualität und Hilfsbereitschaft aller Inhalte einer Domain, anstatt einzelne Seiten isoliert zu betrachten. Wenn Googles Systeme feststellen, dass eine Website einen erheblichen Anteil wenig hilfreicher Inhalte hat, kann die gesamte Domain an Sichtbarkeit in den Suchergebnissen verlieren – selbst wenn einzelne Seiten hochwertig sind. Das unterscheidet sich grundlegend von früheren Updates: Ein einzelner hochwertiger Artikel kann eine standortweite Klassifizierung als „wenig hilfreich“ nicht ausgleichen. Das Signal ist jedoch gewichtet: Websites mit größeren Mengen wenig hilfreicher Inhalte erfahren stärkere negative Auswirkungen als solche mit geringeren Anteilen. Wichtig: Einige menschenzentrierte Inhalte auf als „wenig hilfreich“ eingestuften Websites können dennoch gut ranken, wenn andere Signale sie als besonders hilfreich und relevant für eine Suchanfrage identifizieren. Der Klassifizierer ist vollständig automatisiert und basiert auf maschinellen Lernmodellen, die darauf trainiert sind, Muster zu erkennen, die wirklich hilfreiche Inhalte von Materialien mit geringem oder keinem Mehrwert unterscheiden. Es handelt sich nicht um eine manuelle oder Spam-Maßnahme im klassischen Sinne, sondern um ein neues Rankingsignal unter vielen, die Google bewertet.

E-E-A-T-Rahmen und seine Beziehung zum Update

Das E-E-A-T-Rahmenwerk – also Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit – steht im Kern im Einklang mit den Zielen des Helpful Content Update. Google ergänzte im Dezember 2022 das ursprüngliche E-A-T-Rahmenwerk um das „E“ für „Experience“ (Erfahrung), weil Inhalte mit nachweislicher Praxiserfahrung besonders wertvoll sind. Die maschinellen Systeme des Helpful Content Update wurden darauf trainiert, Inhalte mit starken E-E-A-T-Signalen zu erkennen und zu belohnen. Erfahrung bedeutet, dass der Autor direktes, praktisches Wissen über das Thema hat – zum Beispiel durch die tatsächliche Nutzung eines Produkts, den Besuch eines Ortes oder die Ausübung eines Berufs. Expertise meint fundiertes Fachwissen, das sich in umfassenden, gut recherchierten Inhalten zeigt. Autorität bedeutet, dass der Autor und die Website als glaubwürdige Quellen anerkannt sind, z.B. durch Bylines, Autorenprofile und Website-Reputation. Vertrauenswürdigkeit ist vielleicht das wichtigste Element: Sie umfasst Transparenz, Genauigkeit, Sicherheit und Nutzervertrauen. Googles Systeme messen E-E-A-T-Signalen bei YMYL-Themen (Your Money or Your Life), also Inhalten mit erheblichem Einfluss auf Gesundheit, finanzielle Stabilität, Sicherheit oder gesellschaftliches Wohl, besonderes Gewicht bei. Für diese sensiblen Themen ist ein starker E-E-A-T-Signal obligatorisch, um erfolgreich zu ranken. Content-Ersteller können E-E-A-T stärken, indem sie die Autorenschaft klar ausweisen, Autorenprofile mit relevanten Qualifikationen bieten, seriöse Quellen zitieren, Informationen aktuell halten und durch gleichbleibende Qualität die Reputation der Website ausbauen.

Auswirkungen auf verschiedene Inhaltskategorien und Branchen

Das Helpful Content Update hat sich in unterschiedlichen Inhaltskategorien und Branchen sehr unterschiedlich ausgewirkt. Bildungsinhalte waren besonders betroffen, insbesondere Websites, die nur Basisinformationen aggregierten, ohne originelle Einblicke zu bieten. Viele Bildungsplattformen verloren Rankings, sofern sie nicht echte Expertise und originelle Lehrmethoden nachweisen konnten. Produktbewertungsseiten standen besonders im Fokus, da Googles Systeme immer besser darin wurden, Rezensionen zu erkennen, die von Personen verfasst wurden, die die Produkte nie selbst genutzt hatten. Seiten mit authentischen, praktischen Testprozessen konnten ihre Rankings meist halten oder verbessern. Nachrichten- und Journalismusportale mit eigener Berichterstattung und redaktioneller Kompetenz schnitten gut ab, während Seiten, die nur Agenturmeldungen oder News ohne Analyse aggregierten, Verluste verzeichneten. Gesundheits- und Wellness-Inhalte wurden wegen YMYL besonders genau geprüft – Seiten ohne medizinische Qualifikation oder wissenschaftliche Quellen hatten große Ranking-Probleme. Affiliate-Websites, die echten Mehrwert durch umfassende Vergleiche und ehrliche Einschätzungen boten, blieben meist sichtbar, während dünne Affiliate-Inhalte, die nur auf Provisionserlöse abzielten, stark herabgestuft wurden. Technologie- und Software-Bewertungsseiten mit praktischen Tests und realen Erfahrungen prosperierten. E-Commerce-Produktbeschreibungen, die originell und detailliert waren, schnitten besser ab als generische, vorlagenbasierte Texte. Der rote Faden in allen Kategorien: Websites, die in echte Expertise, originelle Content-Erstellung und Nutzerzufriedenheit investierten, konnten ihre Rankings halten oder verbessern, während Seiten, die auf Automatisierung, Aggregation und SEO-Taktiken setzten, deutliche Verluste verzeichneten.

Wichtige Warnsignale für wenig hilfreiche Inhalte

Googles Leitfaden nennt konkrete Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass Inhalte vom Algorithmus als wenig hilfreich eingestuft werden könnten. Massenproduktion zu vielen Themen ist ein zentrales Warnsignal – wenn eine Website umfangreiche Inhalte zu vielen nicht verwandten Themen veröffentlicht, in der Hoffnung, dass einige davon ranken, deutet das auf einen suchmaschinenzentrierten Ansatz hin. Umfassende Automatisierung zur Erstellung von Inhalten in großem Umfang wird explizit als problematisch eingestuft, insbesondere, wenn sie ohne menschliche Kontrolle oder Expertise auskommt. Zusammenfassung ohne Mehrwert ist ein weiteres zentrales Warnsignal: Wenn Inhalte lediglich das wiedergeben, was andere gesagt haben, ohne eigene Einblicke, Analysen oder Perspektiven zu bieten, entsprechen sie nicht dem Standard für hilfreiche Inhalte. Behandlung von Trendthemen ohne Expertise ist besonders problematisch – über aktuelle Themen zu schreiben, nur weil sie populär sind, und nicht, weil eigene Expertise oder ein interessiertes Publikum vorliegt, steht für falsche Prioritäten. Unerfüllte Versprechen werden als wenig hilfreich eingestuft: Inhalte, die Antworten auf Fragen versprechen, für die es gar keine echte Antwort gibt (z.B. unbestätigte Veröffentlichungstermine), werden explizit als problematisch genannt. Keyword-getriebener Wortzahl-Fetisch ist ein weiteres Warnsignal: Texte mit bestimmter Wortanzahl zu schreiben, weil „Google das angeblich bevorzugt“, statt Inhalte umfassend und nutzerorientiert zu gestalten, spricht für suchmaschinenzentriertes Denken. Fehlender klarer Seitenzweck ist problematisch: Websites, die Inhalte zu vielen nicht zusammenhängenden Themen ohne klaren Fokus veröffentlichen, werden eher als wenig hilfreich eingestuft. Alte Inhalte als neu präsentieren durch Manipulation des Datums wird als Täuschung gewertet. Übermäßige Automatisierung ohne menschliche Fachkompetenz, insbesondere in Kombination mit anderen Warnsignalen, deutet stark auf wenig hilfreiche Inhalte hin.

Strategien zur Erholung und Best Practices

Websites, die vom Helpful Content Update negativ betroffen wurden, können sich erholen – aber das erfordert nachhaltige, echte Bemühungen und keine schnellen Tricks. Content-Audits sind der entscheidende erste Schritt: Alle Inhalte systematisch überprüfen und dünne, veraltete, ungenaue oder ohne echte Fachkenntnis erstellte Materialien identifizieren. Gezielte Entfernung wenig hilfreicher Inhalte ist oft effektiver als deren Verbesserung; Google betont explizit, dass das Entfernen solcher Inhalte die Rankings der verbleibenden Inhalte verbessern kann. Demonstration von Fachkompetenz sollte auf der gesamten Website durch klare Autorenprofile, Qualifikationen und Bylines gestärkt werden. Originelle Content-Erstellung mit Fokus auf einzigartigem Mehrwert, Einsichten und Perspektiven sollte Priorität haben. Nutzerzentrierter Ansatz bedeutet, das eigene Publikum wirklich zu verstehen und Inhalte zu erstellen, die deren Bedürfnisse erfüllen – statt nur Keywords zu bedienen. E-E-A-T-Stärkung gelingt durch Aufbau von Autorität mittels gleichbleibender Qualität, korrekter Informationen, transparenter Quellenangaben und Sicherheitsmaßnahmen. Langfristiges Engagement ist unerlässlich: Googles Klassifizierer läuft permanent, und die Erholung kann Monate dauern, bis das System erkennt, dass wenig hilfreiche Inhalte nicht zurückkehren. Websites sollten nachhaltige, qualitätsorientierte Content-Strategien verfolgen, anstatt zu versuchen, den Algorithmus auszutricksen. Überwachung und Messung via Google Search Console, Analytics und Ranking-Tracking hilft, die wirksamsten Maßnahmen zu erkennen. Die erfolgreichsten Erholungsstrategien setzen einen grundlegenden Strategiewechsel voraus – weg von volumen- und keywordgetriebenen Ansätzen hin zu qualitäts- und expertisefokussierter Content-Erstellung.

Beziehung zu KI-Suche und Generative Engine Optimization

Das Helpful Content Update hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Generative Engine Optimization (GEO) und darauf, wie Inhalte in KI-gestützten Suchergebnissen von Plattformen wie Perplexity, ChatGPT, Google AI Overviews und Claude erscheinen. Da KI-Systeme zunehmend das Sucherlebnis prägen, verlassen sie sich stark darauf, autoritative und hilfreiche Quellen zu identifizieren und zu zitieren. Inhalte, die unter dem Helpful Content Update gut ranken – originelle, von Experten verfasste, menschenzentrierte Materialien – werden von KI-Systemen eher als autoritative Quellen zitiert. Im Gegensatz dazu werden dünne, automatisch generierte oder minderwertige Inhalte seltener für KI-Zitate ausgewählt. Das schafft eine starke Parallele: Dieselben Content-Strategien, die im klassischen Google Search erfolgreich sind, funktionieren auch für KI-gestützte Suchergebnisse. AmICited, eine Monitoring-Plattform für KI-Prompts, hilft Content-Erstellern und Marken, nachzuvollziehen, wo ihre Inhalte in KI-Antworten über verschiedene Plattformen hinweg erscheinen. Zu verstehen, wie die eigenen Inhalte sowohl in herkömmlicher als auch in KI-gestützter Suche performen, wird immer wichtiger. Das Helpful Content Update etabliert im Grunde Qualitätsstandards, die für beide Sucharten vorteilhaft sind – Inhalte, die Menschen wirklich helfen, werden über alle Suchkanäle hinweg besser gefunden, gerankt und zitiert. Das bedeutet einen grundlegenden Wandel in der Content-Strategie: Ersteller müssen nun auf echte Hilfsbereitschaft optimieren, nicht auf algorithmische Manipulation – und profitieren damit in allen Suchumgebungen.

Zukünftige Entwicklung und strategischer Ausblick

Das Helpful Content Update ist keine kurzfristige Maßnahme, sondern ein grundlegender, dauerhafter Wandel darin, wie Google Inhalte bewertet und rankt. Google hat angekündigt, dass künftig keine weiteren „Helpful Content Updates“ mehr angekündigt werden, sondern das System als Kernbestandteil des Ranking-Algorithmus kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert wird. KI-generierte Inhalte werden voraussichtlich ein Fokus bleiben, wobei Googles Systeme immer besser darin werden, zwischen KI-Inhalten mit menschlicher Expertise und Aufsicht und solchen, die nur für Suchtraffic erstellt wurden, zu unterscheiden. Personalisierung und Kontext werden vermutlich an Bedeutung gewinnen, da Google die Bewertung von Hilfsbereitschaft je nach Nutzerintention, Fachniveau und Kontext weiter verfeinern könnte. Echtzeitbewertung dürfte noch ausgefeilter werden, sodass Googles Systeme die Qualitätssignale dynamischer auswerten. Internationale Ausweitung wird fortgesetzt, sodass der Helpful Content-Klassifizierer in weiteren Sprachen und Regionen zum Einsatz kommt. Integration mit anderen Signalen wird tiefer, E-E-A-T, Page Experience und andere Qualitätsfaktoren werden noch enger mit dem Helpful Content-Klassifizierer verknüpft. Aufklärung der Ersteller wird ausgebaut, Google wird voraussichtlich noch detailliertere Leitfäden für menschenzentrierte Inhalte bereitstellen. Die strategische Konsequenz für Content-Ersteller ist klar: Die Ära der suchmaschinenzentrierten Content-Optimierung geht zu Ende. Die Zukunft gehört denen, die ihr Publikum wirklich verstehen, echte Expertise entwickeln, originelle Inhalte schaffen und Nutzerzufriedenheit kompromisslos priorisieren. Organisationen, die diesen Strategiewechsel jetzt vollziehen, sind bestens für den künftigen Erfolg gerüstet, wenn Googles Algorithmen weiterhin authentische, hilfreiche, menschenzentrierte Inhalte belohnen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Helpful Content Update und wann wurde es eingeführt?

Das Helpful Content Update ist Googles Algorithmussystem, das darauf ausgelegt ist, Inhalte zu belohnen, die in erster Linie für Menschen und nicht für Suchmaschinen erstellt wurden. Es wurde erstmals im August 2022 als standortweites Signal eingeführt und im März 2024 offiziell in Googles Kern-Ranking-Algorithmus integriert. Dieses Update verwendet maschinelles Lernen, um wenig hilfreiche, minderwertige Inhalte zu identifizieren und herabzustufen, während originelle, von Experten geschriebene Inhalte, die echten Mehrwert bieten, gefördert werden.

Worin unterscheidet sich das Helpful Content Update von anderen Google-Algorithmus-Updates?

Im Gegensatz zu traditionellen Algorithmus-Updates, die einzelne Seiten bewerten, wendet das Helpful Content Update einen standortweiten Klassifizierer an, der die Gesamtqualität und Hilfsbereitschaft aller Inhalte auf einer Domain beurteilt. Wenn Google feststellt, dass eine Website einen erheblichen Anteil an wenig hilfreichen Inhalten hat, kann die gesamte Website negativ beeinflusst werden, einschließlich hochwertiger Seiten. Dies ist ein automatisierter, kontinuierlicher Prozess, der maschinelles Lernen nutzt, anstatt eine manuelle Maßnahme oder Spam-Strafe.

Was sind laut Google menschenzentrierte Inhalte?

Menschenzentrierte Inhalte sind Materialien, die in erster Linie erstellt wurden, um Nutzern zu helfen und sie zufriedenzustellen, anstatt Suchmaschinen-Rankings zu manipulieren. Laut Google zeigen menschenzentrierte Inhalte praktische Fachkenntnis, bieten originellen Mehrwert, haben einen klaren Zweck und hinterlassen beim Leser das Gefühl, genug gelernt zu haben, um seine Ziele zu erreichen. Sie stehen im Gegensatz zu suchmaschinenzentrierten Inhalten, die hauptsächlich erstellt wurden, um durch Keyword-Targeting und Automatisierung organischen Traffic zu generieren.

Was ist E-E-A-T und wie hängt es mit dem Helpful Content Update zusammen?

E-E-A-T steht für Experience (Erfahrung), Expertise (Fachwissen), Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit) – ein Rahmenwerk, das Google zur Bewertung der Inhaltsqualität verwendet. Das Helpful Content Update ist eng mit den E-E-A-T-Prinzipien verknüpft und belohnt Inhalte, die diese Eigenschaften aufweisen. Googles Systeme messen E-E-A-T-Signalen bei YMYL-Themen (Your Money or Your Life), die Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit betreffen, besondere Bedeutung bei. Inhalte mit starkem E-E-A-T haben unter diesem Update bessere Chancen auf gute Rankings.

Welche Arten von Inhalten werden durch das Helpful Content Update als wenig hilfreich eingestuft?

Das Update zielt auf Inhalte ab, die massenhaft produziert, automatisch generiert oder mit umfangreicher Automatisierung erstellt wurden; Inhalte, die lediglich die Arbeit anderer zusammenfassen, ohne eigenen Mehrwert zu bieten; Artikel, die aktuelle Trends ohne echte Fachkenntnis behandeln; Inhalte, die Antworten auf Fragen versprechen, für die es keine wirkliche Antwort gibt; und Seiten, die in erster Linie erstellt wurden, um Suchtraffic zu generieren, anstatt einer bestehenden Zielgruppe zu dienen. Websites mit einem erheblichen Anteil solcher Inhalte erleben umfassende Rankingverluste.

Wie lange dauert es, bis sich eine Website vom Helpful Content Update erholt?

Googles Klassifizierer läuft kontinuierlich und kann das Signal über einen Zeitraum von Monaten auf identifizierte Websites anwenden. Die Erholung hängt davon ab, wie konsequent wenig hilfreiche Inhalte entfernt und menschenzentrierte Inhalte langfristig gepflegt werden. Sobald Googles Systeme feststellen, dass wenig hilfreiche Inhalte nicht zurückkehren, wird die Klassifizierung nicht mehr angewendet. Die Erholung erfolgt jedoch nicht sofort und erfordert nachhaltige Bemühungen, um einen echten Wandel hin zu hochwertigen, nutzerorientierten Inhalten zu zeigen.

Welche Auswirkungen hatte die Integration im März 2024 auf das Helpful Content Update?

Im März 2024 hat Google das Helpful Content Update offiziell in den Kern-Ranking-Algorithmus integriert und damit ein dauerhaftes, kontinuierliches Rankingsignal geschaffen, anstatt ein periodisches Update. Diese Integration führte zu einer Reduzierung von 45 % wenig hilfreicher und minderwertiger Inhalte in den Suchergebnissen. Das Update läuft nun neben allen anderen Rankingfaktoren, wodurch Google die Inhaltsqualität kontinuierlich bewertet und das Ranking in Echtzeit basierend auf Hilfssignalen anpasst.

Wie können Content-Ersteller sicherstellen, dass ihre Inhalte mit dem Helpful Content Update übereinstimmen?

Ersteller sollten darauf achten, eigene praktische Expertise zu demonstrieren, originelle Inhalte mit echtem Mehrwert zu schaffen, einen klaren Website-Zweck zu verfolgen und sicherzustellen, dass Leser nach dem Konsum ihrer Inhalte zufrieden sind. Sie sollten umfangreiche Automatisierung, Keyword-Stuffing und das Erstellen von Inhalten zu ihnen unbekannten Themen ausschließlich für Traffic vermeiden. Die Befolgung der Google E-E-A-T-Richtlinien, Transparenz bei der Autorenschaft und regelmäßige Qualitätsprüfungen der Inhalte sind entscheidende Erfolgsfaktoren.

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