Discussion Perplexity Google Strategy

Worin unterscheidet sich Perplexity wirklich von Google? Sollte ich für beide optimieren?

DI
DigitalStrategist_Alex · Director Digitales Marketing
· · 81 upvotes · 11 comments
DA
DigitalStrategist_Alex
Director Digitales Marketing · 29. Dezember 2025

Mein Team diskutiert, ob wir getrennte Strategien für Perplexity und Google brauchen. Ich habe beide intensiv genutzt, tue mich aber schwer, die wirklichen Unterschiede klar zu benennen.

Was mir aufgefallen ist:

AspektGooglePerplexity
ErgebnisseLinklisteDirekte Antwort
WerbungÜberallKeine
AntwortgeschwindigkeitErfordert KlicksSofort
QuellenMuss ich selbst bewertenQuellenangaben vorhanden

Meine Fragen:

  • Sind diese Plattformen grundsätzlich verschieden oder nur unterschiedliche Oberflächen?
  • Brauchen wir getrennte Optimierungsstrategien?
  • Wenn wir nur Ressourcen für eine haben, welche priorisieren wir?
  • Wie messen wir den Erfolg auf jeder?

Suche nach strategischer Klarheit von Leuten, die für beide optimiert haben.

11 comments

11 Kommentare

SM
SearchEvolutionist_Maria Expert Beraterin Suchstrategie · 29. Dezember 2025

Alex, es sind grundlegend unterschiedliche Technologien mit unterschiedlichen Zielen.

Der zentrale Unterschied:

Google (Suchmaschine):

  • Ziel: Beste Seiten finden und ranken
  • Aktion: Verweist auf Quellen
  • Nutzeraufgabe: Du liest die Quellen
  • Monetarisierung: Werbung neben den Ergebnissen

Perplexity (Recherche-Engine):

  • Ziel: Deine Frage direkt beantworten
  • Aktion: Liest die Quellen für dich
  • Nutzeraufgabe: Du konsumierst die Zusammenfassung
  • Monetarisierung: Abos (keine Werbung)

Die technische Architektur:

KomponenteGooglePerplexity
KerntechnologieRanking-AlgorithmenLLM + Retrieval
InputSuchanfrage → IndexsucheSuchanfrage → Echtzeitsuche → LLM
OutputSortierte LinksGenerierte Antwort + Quellen
DatenquelleGecrawlter IndexLive-Web + LLM-Wissen

Zentrale Erkenntnis:

Google entscheidet, welche Seite auf Platz 1 steht. Perplexity entscheidet, welche Quellen zu einer Antwort zusammengefasst werden.

Das sind unterschiedliche Fragestellungen, die verschiedene Optimierungen erfordern.

DA
DigitalStrategist_Alex OP · 29. Dezember 2025
Replying to SearchEvolutionist_Maria

Also konkurrieren wir bei Google um Rankings, bei Perplexity um Zitate?

Heißt das, all unsere Linkbuilding-Maßnahmen sind für Perplexity sinnlos?

SM
SearchEvolutionist_Maria · 29. Dezember 2025
Replying to DigitalStrategist_Alex

Nicht sinnlos, aber weniger wichtig.

Ranking-FaktorEinfluss GoogleEinfluss Perplexity
BacklinksSehr hochGering
Keyword-OptimierungHochGering
Content-QualitätHochSehr hoch
Aktualität des ContentsMittelSehr hoch
Klarheit des ContentsMittelSehr hoch
Marken-ErwähnungenGeringHoch
Domain-AutoritätHochMittel

Die Schnittmenge:

Hochwertiger Content hilft beiden. Aber die Schwerpunkte unterscheiden sich.

Meine Empfehlung:

  1. Fundament schaffen, das beiden dient (qualitativer, umfassender Inhalt)
  2. Google-spezifische Elemente ergänzen (Keywords, Links)
  3. Perplexity-spezifische Elemente ergänzen (Klarheit, Aktualität, Zitierfähigkeit)

Linkbuilding ist nicht umsonst – es hilft Google. Aber es sollte nicht mehr deine einzige Strategie sein.

CT
ContentArchitect_Tom Head of Content · 28. Dezember 2025

Ich erkläre die Content-Strategie-Unterschiede:

Schreiben für Google:

  • Keyword-fokussierte Struktur
  • SEO-Titel-Optimierung
  • Meta-Beschreibungen für Klicks
  • Interne Verlinkung für Crawlability
  • Wortzahl-Ziele

Schreiben für Perplexity:

  • Antwort-zuerst-Struktur
  • Klarheit und Extrahierbarkeit
  • Konkrete Datenpunkte
  • Experten-Autorenschaft zeigen
  • Aktuelle Informationen

Beispiel-Transformation:

Google-optimierter Titel: “Bestes CRM-Software 2025: Top 10 Lösungen im Vergleich”

Perplexity-optimierte Inhaltsstruktur: “Die beste CRM-Software 2025 ist [konkrete Empfehlung] für [bestimmten Anwendungsfall]. Das spricht dafür: [drei klare Gründe mit Daten].”

Zentrale Erkenntnis:

Google will, dass du den Klick verdienst. Perplexity will extrahierbare, zitierfähige Information.

Dein Content muss beides leisten.

UL
UserBehaviorAnalyst_Lisa Expert · 28. Dezember 2025

Die Nutzerintention unterscheidet sich stark:

Wann Menschen Google nutzen:

  • Suchen eine bestimmte Website
  • Möchten Optionen durchstöbern
  • Brauchen Bilder/Karten/Videos
  • Machen transaktionale Suchen
  • Schnelle Navigationsanfragen

Wann Menschen Perplexity nutzen:

  • Recherchieren ein Thema
  • Brauchen umfassendes Verständnis
  • Wollen zusammengefasste Analysen
  • Komplexe, mehrteilige Fragen
  • Exploratives Lernen

Die Auswirkung:

Unterschiedliche Nutzer, verschiedene Phasen, verschiedene Bedürfnisse.

Beispiel – “CRM-Software”:

PlattformNutzerintentionOptimaler Content
GoogleOptionen evaluieren wollenProduktseiten, Vergleichsseiten
PerplexityLernen, was CRM istLehrinhalte, Guides

Strategie:

Mappe deinen Content auf die Nutzerreise und optimiere jeden Inhalt für die Plattform, die in dieser Phase genutzt wird.

CK
ConversionExpert_Kevin · 28. Dezember 2025

Lasst uns über Geschäftsauswirkungen sprechen:

Google-Traffic-Merkmale:

  • Hohes Volumen möglich
  • Variable Intentionen
  • Mehrere Kontaktpunkte
  • Eingeführte Messbarkeit

Perplexity-Traffic-Merkmale:

  • Wachsende Reichweite
  • Hohe Intention (Recherche-Phase)
  • Markenpräsenz (auch ohne Klicks)
  • Neue Messherausforderungen

Unsere Daten:

MetrikGoogle OrganicPerplexity-Zitate
Monatliche Sitzungen45.0003.200
Ø Sitzungsdauer1:454:23
Conversion-Rate2,1%4,7%
Umsatz pro Besucher4,20 €9,80 €

Zentrale Erkenntnis:

Perplexity-Besucher konvertieren doppelt so gut trotz weniger Volumen. Warum? Sie haben bereits recherchiert, bevor sie kommen.

Wert der Markenpräsenz:

Auch wenn Nutzer nicht durchklicken, stärkt eine Zitierung die Markenbekanntheit. Schwer messbar, aber wertvoll.

TS
TechnicalSEOLead_Sarah · 27. Dezember 2025

Vergleich der technischen Anforderungen:

Was beide brauchen:

  • Schnelle Ladezeit
  • Mobile Optimierung
  • Crawlability
  • HTTPS
  • Qualitativ hochwertige Inhalte

Google-spezifisch:

  • Sitemap-Optimierung
  • Interne Linkstruktur
  • Canonical Tags
  • Core Web Vitals
  • Feintuning robots.txt

Perplexity-spezifisch:

  • PerplexityBot-Zugang
  • Serverseitig gerenderte Inhalte
  • Strukturierte Daten (FAQ, HowTo)
  • Autoren-Angabe
  • Klare Content-Hierarchie

Kurzer Technik-Check:

Prüfen, ob deine Seite beide zulässt:

  • Googlebot: ✓ (Standard)
  • PerplexityBot: ? (prüfe robots.txt)

Viele Seiten blockieren versehentlich KI-Crawler, lassen aber Google zu.

AM
AdFreeAdvocate_Mike · 27. Dezember 2025

Das werbefreie Erlebnis verändert alles:

Googles Herausforderung:

  • Nutzer sind trainiert, Werbung zu ignorieren
  • Banner-Blindheit
  • Vertrauensprobleme mit Sponsored Content
  • Mehr Adblocker

Perplexitys Vorteil:

  • Nie Werbung
  • Aufgeräumtes Interface
  • Vertrauen durch Quellenangaben
  • Pro-Modell für Power-User

Was das für Marken bedeutet:

Bei Google:

  • Werbung schalten ODER organisch konkurrieren
  • Gegen Werbeflut ankämpfen
  • Nutzer sind skeptisch

Bei Perplexity:

  • Nur organische Sichtbarkeit
  • Gleiche Ausgangslage für alle
  • Vertrauen durch Qualität

Die Ironie:

Marken mit großen Werbebudgets sind bei Google im Vorteil. Marken mit starken Inhalten sind bei Perplexity im Vorteil.

Zu welcher Kategorie gehört dein Unternehmen?

FA
FutureSearchStrategist_Amy · 27. Dezember 2025

Wohin die Reise geht:

Kurzfristig (jetzt – 2026):

  • Google bleibt volumenstark
  • Perplexity wächst bei Recherche
  • Beide brauchen Aufmerksamkeit

Mittelfristig (2026–2028):

  • KI-Suche wächst weiter
  • Google baut mehr KI-Funktionen ein
  • Unterscheidung verschwimmt
  • Antwort-Engines werden Mainstream

Langfristig:

  • Klassische Suche für gezielte Navigation
  • KI-Suche für Recherche & Entdeckung
  • Koexistenz, kein Ersatz

Strategische Empfehlung:

Jetzt für beides aufstellen. Die Fähigkeiten & Inhalte, die für Perplexity funktionieren, helfen dir auch, wenn Google mehr KI-Features einbaut. Wer nur für das heutige Google optimiert, wird später überholt.

MR
MeasurementExpert_Rachel · 26. Dezember 2025

So misst du Erfolg auf beiden:

Google-Metriken (etabliert):

  • Search Console Daten
  • Rankings für Ziel-Keywords
  • Organischer Traffic
  • Klickrate
  • Conversions aus organisch

Perplexity-Metriken (im Entstehen):

Das Messloch:

Google gibt dir die Search Console. Kostenlos, detailliert, offiziell. Perplexity gibt dir… nichts Offizielles.

Lösung:

Drittools wie Am I Cited füllen diese Lücke. Sie tracken:

  • Wann du zitiert wirst
  • Welche Anfragen Zitate auslösen
  • Wie du gegen Wettbewerber abschneidest
  • Zitat-Trends über die Zeit

Ohne Messung kannst du nicht optimieren.

DA
DigitalStrategist_Alex OP Director Digitales Marketing · 26. Dezember 2025

Dieser Thread hat mir strategische Klarheit verschafft. Mein Framework:

Der fundamentale Unterschied:

Google = Ranking-Wettbewerb (Wer ist #1?) Perplexity = Zitat-Wettbewerb (Wer wird zitiert?)

Dual-Optimierungsstrategie:

Ebene 1: Fundament (hilft beiden)

  • Hochwertiger, umfassender Content
  • Schnelle, mobiloptimierte Seite
  • Klare Content-Struktur
  • Regelmäßige Updates

Ebene 2: Google-spezifisch

  • Keyword-Optimierung
  • Linkbuilding-Kampagnen
  • Meta-Tag-Optimierung
  • Technisches SEO

Ebene 3: Perplexity-spezifisch

  • Antwort-zuerst-Inhaltsstruktur
  • Experten-Autorenschaft
  • Strukturierte Daten
  • Content-Aktualität

Ressourcenverteilung:

Da unser B2B-Publikum viel recherchiert:

  • 50% Fundament (für beide)
  • 30% Google-spezifisch
  • 20% Perplexity-spezifisch

Kann sich verschieben, wenn Perplexity wächst.

Messansatz:

PlattformToolZentrale Metriken
GoogleSearch ConsoleRankings, Traffic, CTR
PerplexityAm I CitedZitate, Share of Voice
BeideAnalyticsConversions, Umsatz

Fazit:

Sie sind verschieden, ergänzen sich aber. Für beide optimieren, mit Schwerpunkt nach Nutzerverhalten.

Nicht entscheiden – beides tun, mit Strategie.

Danke an alle für die Insights.

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Frequently Asked Questions

Was ist der Hauptunterschied zwischen Perplexity und Google?
Google ist eine Suchmaschine, die sortierte Webseiten-Links liefert. Perplexity ist eine Recherche-Engine, die Informationen aus mehreren Quellen zusammenfasst und direkte Antworten mit Quellenangaben gibt. Google hilft, Quellen zu finden; Perplexity liest Quellen und liefert zusammengefasste Antworten.
Brauche ich unterschiedliches SEO für Perplexity und Google?
Ja, teilweise. Während hochwertiger Basis-Content beiden hilft, legt Google Wert auf Backlinks und Keyword-Optimierung, während Perplexity Klarheit, Aktualität und direkte Antworten betont. Eine ausgewogene Strategie optimiert die Basis für beide und ergänzt dann plattformspezifische Elemente.
Ersetzt Perplexity Google?
Nicht ersetzen, sondern ergänzen. Google ist hervorragend darin, bestimmte Webseiten, Bilder und lokale Informationen zu finden. Perplexity glänzt beim Zusammenfassen von Recherche und beim Liefern umfassender Antworten. Nutzer verwenden zunehmend beide für unterschiedliche Informationsbedürfnisse.

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