Discussion AI Search Content Strategy

Moment mal, sind 'Best-of'-Listen jetzt tatsächlich der wichtigste Faktor für AI-Suchrankings? Habe gerade diese Daten gesehen und bin schockiert

LO
LocalSEO_Marcus · Local SEO Spezialist
· · 156 upvotes · 11 comments
LM
LocalSEO_Marcus
Local SEO Spezialist · 10. Januar 2026

Habe gerade den Whitespark 2026 Local Search Ranking Factors Report gelesen und bin wirklich überrascht.

Best-of-Listen sind jetzt der wichtigste Faktor für AI-Sichtbarkeit. Nicht Backlinks. Nicht Content. Nicht technisches SEO. LISTEN.

Ich mache seit 8 Jahren Local SEO und das ist ein riesiger Wandel. Das hat mich besonders überrascht:

  • Seiten, die Platz 1 bei Google belegen, erscheinen nur in ca. 50 % der Fälle in AI Overviews
  • Die Aufnahme auf eine “Beste [Dienstleistung] in [Stadt]"-Liste erhöht die Wahrscheinlichkeit einer AI-Zitation enorm
  • AI-Engines behandeln Listenplatzierungen als vorgeprüfte Expertenempfehlungen

Meine Fragen an die Community:

  • Hat das jemand getestet? Welche Resultate seht ihr?
  • Wie identifiziert und sichert ihr Listenplatzierungen?
  • Gibt es Unterschiede zwischen ChatGPT, Perplexity und Google AI?

Der Bericht sagt im Grunde, dass traditionelle SEO-Signale gegenüber Kurationssignalen in den Hintergrund treten. Das… ist viel zu verarbeiten.

11 comments

11 Kommentare

GS
GEO_Strategist_Anna Expert Generative Engine Optimization Consultant · 10. Januar 2026

Das deckt sich mit allem, was ich bei Kunden beobachte.

So sieht die Logik aus AI-Sicht aus:

Wenn ChatGPT oder Perplexity einen Klempner, Anwalt oder ein Software-Tool empfehlen soll, fragen sie sich: “Welche Quellen haben die Vorprüfung bereits für mich übernommen?”

Best-of-Listen beantworten diese Frage perfekt. Sie stehen für:

  • Menschliches Expertenurteil
  • Vergleichende Bewertung
  • Vorhandene Qualitätsfilterung

Konkrete Zahlen von einem Kunden aus dem letzten Quartal:

Wir haben einen B2B-SaaS-Kunden innerhalb von 3 Monaten auf 7 relevante “Beste Projektmanagement-Tools”-Listen gebracht. Ergebnisse:

  • ChatGPT-Nennungen stiegen von 0 % auf 34 % aller relevanten Suchanfragen
  • Perplexity-Zitationen verfünffacht
  • Google AI Overviews listet sie erstmals als Alternative zu größeren Wettbewerbern

Das Beste daran? Die klassischen Google-Rankings haben sich kaum verändert. Es ist ein völlig anderes Spiel.

Am I Cited war enorm hilfreich, um zu verfolgen, welche Listenplatzierungen tatsächlich zur AI-Sichtbarkeit führen und welche nur Vanity-Metriken sind.

CJ
ContentMarketer_Jake · 10. Januar 2026
Replying to GEO_Strategist_Anna

34 % Nennungsrate aus 7 Listenplatzierungen ist ein unglaublicher ROI.

Kurze Frage: Waren das alles Listen auf hochautoritativen Domains oder hattest du auch Erfolg mit Nischen-Listen?

Ich versuche herauszufinden, worauf ich meine Outreach-Bemühungen konzentrieren sollte.

GS
GEO_Strategist_Anna Expert · 10. Januar 2026
Replying to ContentMarketer_Jake

Beides, aber mit unterschiedlichen Effekten:

Hochautoritative Listen (G2, Capterra, große Publikationen):

  • Schnellere AI-Erfassung
  • Konstantere Zitationen
  • Breitere Abdeckung von Suchanfragen

Nischen-Listen (spezielle Fachpublikationen, Berufsverbände):

  • Besser für Longtail-Anfragen
  • Kontextuell relevantere Erwähnungen
  • Höhere Conversion, wenn Nutzer tatsächlich klicken

Das Optimum sind 2-3 große Autoritätslisten + 4-5 themenrelevante Nischenlisten.

Auch Mitgliederverzeichnisse von Berufsverbänden sollte man nicht unterschätzen. AI-Systeme gewichten diese bei Dienstleistern besonders stark.

SO
SmallBiz_Owner_Rachel Kleinunternehmerin · 10. Januar 2026

Das erklärt SO VIEL, warum mein Konkurrent in AI-Antworten ständig auftaucht, obwohl deren Website schlechter ist als unsere.

Die stehen auf jeder lokalen “Best-of”-Liste in unserer Stadt. Ich habe 12 verschiedene Platzierungen gezählt.

Ich dagegen habe jahrelang auf Onpage-SEO und technische Optimierung geachtet.

Frage an die Experten: Wie kommt man überhaupt auf diese Listen? Die meisten, die ich sehe, wirken wie Pay-to-Play.

LM
LocalSEO_Marcus OP Local SEO Spezialist · 10. Januar 2026

@SmallBiz_Owner_Rachel Gute Frage. So gehe ich momentan vor:

Strategie für echte Listenplatzierungen:

  1. Recherchephase: Google “[Ihr Service] + beste + [Ort]” und schaue, welche Listen ranken. Diese werden wahrscheinlich von AI referenziert.

  2. Qualifikations-Check: Prüfe die Methodik der Liste. Bewerten sie Unternehmen wirklich oder ist es nur ein Verzeichnis im Listenformat?

  3. Vorbereitung der Einreichung: Erstelle ein “Media Kit” mit deiner Alleinstellung, Kundenmeinungen, relevanten Auszeichnungen und warum du aufgenommen werden solltest.

  4. Outreach: Kontaktiere die Kuratoren direkt. Erkläre, was dich besonders macht. Biete an, weitere Infos oder Teilnahme an deren Bewertungsprozess zu liefern.

  5. Ergebnisse überwachen: Verfolge, welche Platzierungen tatsächlich zu AI-Zitationen führen. Nicht alle Listen sind gleichwertig.

Pay-to-Play-Listen gibt es, aber sie sind meist weniger hochwertig und senden nicht die Autoritätssignale, die AI-Systeme suchen. Konzentriere dich zuerst auf verdiente Platzierungen.

AT
AgencyDirector_Tom Leiter einer Digital Marketing Agentur · 9. Januar 2026

Wir testen das Thema seit 6 Monaten. Das haben wir gelernt:

Die Hierarchie der Listentypen (nach AI-Zitationswirkung):

  1. Redaktionelle Best-of-Listen großer Publikationen (WSJ, Forbes, Branchenführer) – Höchste Wirkung
  2. Experten-Review-Roundups von Nischenautoritäten – Sehr hohe Wirkung
  3. Nutzergewählte Listen (mit verifizierten Rezensionen) – Mittelhohe Wirkung
  4. Verzeichnis-Einträge, die als Listen getarnt sind – Geringe Wirkung
  5. Selbst veröffentlichte ‘Best-of’-Inhalte – Kaum Wirkung

Plattformspezifische Beobachtungen:

  • Perplexity gewichtet Expertenreview-Seiten wie NerdWallet, Wirecutter am stärksten
  • ChatGPT bevorzugt Wikipedia-nahe Autoritäten (Branchenverbände, große Publikationen)
  • Google AI Overviews zieht aus einer breiteren Mischung, bevorzugt aber ebenfalls professionell kuratierte Inhalte

Das gemeinsame Muster: Menschliche Kurationssignale übertrumpfen algorithmische Rankingsignale in der AI-Welt.

SE
StartupFounder_Emma · 9. Januar 2026

Perspektive eines Startups – das sind eigentlich ermutigende Nachrichten.

Wir können bei Domain-Autorität oder Backlinks nicht mit den Großen mithalten. Aber wir KÖNNEN potenziell Listenplatzierungen bekommen, indem wir wirklich innovativ sind oder eine bestimmte Nische gut bedienen.

Was für uns funktioniert hat:

  • Aufnahme in eine “Beste Tools für Remote-Teams”-Liste durch den Hinweis auf unsere einzigartigen asynchronen Kollaborationsfunktionen
  • Erwähnung in einer “Startups im Aufwind”-Liste durch eine persönliche Vorstellung beim Redakteur
  • Mitgliedschaft im Branchenverband brachte uns ins Mitgliederverzeichnis (was von AI als kuratierte Liste gewertet wird)

Drei Platzierungen und wir tauchen jetzt bei 15 % relevanter ChatGPT-Anfragen auf. Für ein 2 Jahre altes Unternehmen im Wettbewerb mit etablierten Anbietern ist das enorm.

Das Spielfeld wird ausgeglichener, wenn es um Kuratierung und Qualität statt nur um Domainalter und Linkvolumen geht.

SV
SEO_Veteran_Mike Expert · 9. Januar 2026

15 Jahre SEO-Erfahrung hier. Ich will noch Kontext geben:

Eigentlich ist das nicht neu – es ist die Evolution von E-E-A-T

Google setzt seit Jahren stärker auf “Wer bürgt für dich”-Signale. AI beschleunigt das massiv, weil:

  1. AI Antworten synthetisieren muss, nicht nur Seiten ranken
  2. Für die Synthese braucht es Vertrauenssignale, die leicht überprüfbar sind
  3. Listen stehen für vorhandene Vertrauenseinschätzungen

Was ich meinen Kunden sage:

Nicht mehr “für Keyword X ranken” denken, sondern “für Problem Y empfohlen werden”.

Die Frage ist nicht “Erscheinen wir in den Suchergebnissen?”, sondern “Wenn AI Lösungen empfiehlt, stehen wir auf der Liste?”

Man muss vom technischen zur Reputations- und Positionierungsoptimierung umdenken.

DS
DataAnalyst_Sarah Leiterin Marketing Analytics · 9. Januar 2026

Ich habe das quantitativ verfolgt. Unsere Daten zeigen Folgendes:

Korrelation zwischen Listenplatzierungen und AI-Zitationen:

ListenplatzierungenØ ChatGPT-NennungsrateØ Perplexity-Zitationsrate
03 %2 %
1-312 %9 %
4-728 %21 %
8+47 %38 %

Wichtige Erkenntnis: Es gibt einen Schwellenwert-Effekt. Der Sprung von 0 auf 3 Platzierungen bringt den größten Zugewinn. Ab 8 gibt es abnehmende Grenzerträge.

Was wir tracken:

  • Auf welchen Listen wir sind
  • Autoritäts-Score der Listenquelle
  • AI-Zitationsrate pro Plattform
  • Korrelation zu echten Geschäftsergebnissen

Am I Cited liefert uns die AI-Zitationsdaten. Die Listeninventur machen wir (noch) manuell.

PC
PRManager_Chris PR- & Kommunikationsmanager · 8. Januar 2026

Das bringt mich dazu, unsere komplette PR-Strategie zu überdenken.

Bisher: Medienerwähnungen und Backlinks für SEO jagen

Neu: Spezifisch auf Listeneinträge und kuratierte Empfehlungen abzielen

Der taktische Wandel:

  • Bei Journalisten-Pitches anbieten, in deren Vergleichs-/Roundup-Artikeln erwähnt zu werden
  • Proaktiv Publikationen vor der Veröffentlichung von jährlichen “Best-of”-Listen kontaktieren
  • Beziehungen zu Listen-Kuratoren in unserer Branche aufbauen
  • News schaffen, die uns “listenwürdig” machen

Integriert das noch jemand in seinen PR-Workflow?

LM
LocalSEO_Marcus OP Local SEO Spezialist · 8. Januar 2026

Dieser Thread war extrem hilfreich. Hier meine wichtigsten Learnings:

Was ich jetzt umsetze:

  1. Aktuellen Listenstatus prüfen – Wo stehen wir vs. Konkurrenz?
  2. Autoritätslisten priorisieren – Fokus auf redaktionelle und Experten-Listen
  3. Einreichungspakete erstellen – Professionelle Unterlagen, die Kuratoren die Aufnahme erleichtern
  4. AI-Sichtbarkeitswirkung messen – Mit Monitoring-Tools Listenplatzierungen mit AI-Zitationen verknüpfen
  5. PR-Strategie anpassen – Listenplatzierung wird explizites Ziel, nicht Nebeneffekt

Das große Ganze:

AI verändert das Spiel von “Wer rankt am besten?” zu “Wer wird empfohlen?” Best-of-Listen sind das klarste Signal für Empfehlungswürdigkeit.

Danke an alle für die Insights. Genau deshalb liebe ich diese Community.

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Frequently Asked Questions

Warum sind Best-of-Listen so wichtig für die AI-Sichtbarkeit?
Best-of-Listen bieten Expertenkuratierung und vertrauenswürdige Empfehlungen, auf die sich AI-Engines stark verlassen, wenn sie Antworten generieren. Wenn Ihre Marke auf maßgeblichen ‘Beste Klempner in Sydney’ oder ‘Top SaaS-Tools’-Listen erscheint, interpretieren AI-Systeme dies als Drittbestätigung Ihrer Qualität und Relevanz.
Wie viele Platzierungen auf Best-of-Listen brauche ich, um Ergebnisse zu sehen?
Es gibt keine magische Zahl, aber Marketer berichten von messbaren Verbesserungen, nachdem sie 3-5 hochwertige Platzierungen auf maßgeblichen Seiten erreicht haben. Entscheidend ist die Relevanz und Autorität der Listenquelle, nicht nur die Menge.
Bewerten alle AI-Plattformen Best-of-Listen gleich?
Nein, jede Plattform hat eigene Präferenzen. ChatGPT bevorzugt maßgebliche, neutrale Quellen. Perplexity legt Wert auf Experten- und Review-Kuratierung. Google AI Overviews zieht aus verschiedensten kuratierten Quellen. Am besten funktioniert eine Multi-Plattform-Strategie.
Wie komme ich auf relevante Best-of-Listen?
Recherchieren Sie Listen in Ihrer Branche, bereiten Sie ein überzeugendes Einreichungspaket mit einzigartigen Wertversprechen, Testimonials und Fallstudien vor. Nehmen Sie direkt Kontakt zu den Kuratoren auf und erklären Sie, warum Ihre Marke aufgrund ihrer Leistungen aufgenommen werden sollte.

Verfolgen Sie Ihre Marke in Best-of-Listen-Zitaten

Überwachen Sie, wann Ihre Marke in Best-of-Listen erwähnt wird und wie sich diese Erwähnungen auf die AI-Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Google AI auswirken.

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