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Zerstören KI-Bots dein Crawl-Budget? So verwaltest du GPTBot und Co.

TE
TechSEO_Mike · Technischer SEO Lead
· · 97 upvotes · 9 comments
TM
TechSEO_Mike
Technischer SEO Lead · 5. Januar 2026

Habe gerade unsere Server-Logs analysiert. Der KI-Bot-Traffic ist in 6 Monaten um 400 % gestiegen.

Was ich sehe:

  • GPTBot: 12x mehr Anfragen als im Vorjahr
  • ClaudeBot: Tausende Seiten gecrawlt, kaum Referral-Traffic
  • PerplexityBot: 157.000 % mehr rohe Anfragen

Das Problem:

Serverbelastung ist real. Unser Origin-Server kämpft in Spitzenzeiten.

Fragen:

  1. Wie verwaltet ihr das KI-Crawl-Budget?
  2. Sollte ich diese Bots drosseln?
  3. Blockieren vs. erlauben – was ist richtig?
  4. Wie optimiere ich, was sie crawlen?
9 comments

9 Kommentare

AS
AIBotExpert_Sarah Expert Technische SEO-Beraterin · 5. Januar 2026

Das KI-Crawl-Budget ist inzwischen ein echtes Thema. Hier die Aufschlüsselung:

So unterscheiden sich KI-Crawler von Google:

AspektGooglebotKI-Crawler
ReifeÜber 20 Jahre ErfahrungNeu, aggressiv
Server-RespektDrosselt automatischWeniger rücksichtsvoll
JavaScriptVollständiges RenderingOft ausgelassen
robots.txtSehr zuverlässigUnterschiedliche Einhaltung
CrawlfrequenzAnpassungsfähigOft übermäßig
Daten pro Anfrage~53 KB~134 KB

Das Problem mit dem Crawl-zu-Referral-Verhältnis:

ClaudeBot crawlt zehntausende Seiten für jeden Besucher, den er schickt.

GPTBot ist ähnlich – massiver Crawl, kaum sofortiger Traffic.

Warum man nicht einfach blockieren sollte:

Wenn du KI-Crawler blockierst, erscheinen deine Inhalte nicht in KI-Antworten. Deine Wettbewerber, die Crawling erlauben, erhalten diese Sichtbarkeit stattdessen.

Die Strategie: Selektives Management statt Blockade.

TM
TechSEO_Mike OP · 5. Januar 2026
Replying to AIBotExpert_Sarah
Wie sieht „selektives Management“ in der Praxis aus?
AS
AIBotExpert_Sarah · 5. Januar 2026
Replying to TechSEO_Mike

So geht es praktisch:

1. Selektives Blockieren in robots.txt:

Erlaube KI-Crawlern den Zugang zu hochwertigen Inhalten, blockiere sie bei weniger wichtigen Bereichen:

User-agent: GPTBot
Disallow: /internal-search/
Disallow: /paginated/*/page-
Disallow: /archive/
Allow: /

2. Serverseitige Drosselung:

In Nginx:

limit_req_zone $http_user_agent zone=aibot:10m rate=1r/s;

So werden KI-Crawler verlangsamt, aber nicht blockiert.

3. Priorisierungssignale über Sitemap:

Hochwertige Seiten in die Sitemap aufnehmen und Priorität angeben. Viele KI-Crawler beachten Sitemap-Hinweise.

4. CDN-basierte Steuerung:

Cloudflare und ähnliche Anbieter ermöglichen unterschiedliche Limits pro User-Agent.

Das solltest du schützen:

  • Deine wichtigsten Eckpfeiler-Inhalte
  • Produktseiten, die du zitiert haben möchtest
  • Leistungsbeschreibungen
  • Experteninhalte

Das solltest du blockieren:

  • Interne Suchergebnisse
  • Tiefe Paginierung
  • Nutzer-generierte Inhalte
  • Archivseiten
  • Test-/Staging-Inhalte
ST
ServerAdmin_Tom Infrastrukturleiter · 5. Januar 2026

Infrastruktur-Perspektive auf KI-Crawler-Last.

Unsere Messwerte (14 Tage):

CrawlerEreignisseDatenübertragungDurchschnitt pro Anfrage
Googlebot49.9052,66 GB53 KB
KI-Bots gesamt19.0632,56 GB134 KB

KI-Bots machten weniger Anfragen, verbrauchten aber fast so viel Bandbreite.

Die Ressourcenrechnung:

KI-Crawler fordern 2,5-mal mehr Daten pro Anfrage. Sie holen komplettes HTML für ihre Modelle, nicht effizientes inkrementelles Crawling wie Google.

Server-Auswirkung:

  • CPU-Spitzen des Origin-Servers während KI-Crawl-Wellen
  • Arbeitsspeicherbelastung durch gleichzeitige Anfragen
  • Datenbankabfragen bei dynamischen Inhalten
  • Potenzieller Einfluss auf echte Nutzer

Unsere Lösung:

  1. Caching-Layer – CDN bedient KI-Bots, schützt Origin
  2. Drosselung – 2 Anfragen/Sekunde pro KI-Crawler
  3. Warteschlangen-Priorität – Echte Nutzer zuerst, Bots danach
  4. Monitoring – Alarmierung bei KI-Crawl-Spitzen

Die Servergesundheit verbesserte sich nach den Maßnahmen um 40 %.

AL
AIVisibility_Lisa Expert · 4. Januar 2026

Die Sichtbarkeits-Abwägung.

Das Dilemma:

KI-Crawler blockieren = Keine Serverbelastung, keine KI-Sichtbarkeit
KI-Crawler erlauben = Serverbelastung, mögliche KI-Sichtbarkeit

Was passiert beim Blockieren:

Wir haben das Blockieren von GPTBot bei einer Kundenseite 3 Monate getestet:

  • Serverlast sank um 22 %
  • KI-Zitate sanken um 85 %
  • Wettbewerber-Erwähnungen in ChatGPT stiegen
  • Entscheidung nach 2 Monaten rückgängig gemacht

Der bessere Ansatz:

Nicht blockieren. Managen.

Management-Hierarchie:

  1. CDN/Caching – Edge übernimmt Bot-Traffic
  2. Drosselung – Verlangsamen, nicht stoppen
  3. Selektives Blockieren – Nur unwichtige Bereiche blockieren
  4. Content-Optimierung – Nur wertvolle Inhalte crawlen lassen

ROI-Berechnung:

Wenn KI-Traffic 5-mal besser konvertiert als organischer Traffic, rechtfertigt schon ein kleiner KI-Traffic-Anstieg die Serverinvestition.

Serverkosten: 200 $/Monat mehr
Wert des KI-Traffics: 2.000 $/Monat
Entscheidung: Crawling erlauben

JP
JavaScript_Problem_Marcus · 4. Januar 2026

Wichtiger Punkt zum JavaScript-Rendering.

Das Problem:

Die meisten KI-Crawler führen kein JavaScript aus.

Was das bedeutet:

Wenn deine Inhalte per JavaScript gerendert werden (React, Vue, Angular SPA), sehen KI-Crawler nichts.

Unsere Entdeckung:

KI-Crawler besuchten unsere Seite tausende Male, bekamen aber leere Seiten. Alle Inhalte wurden clientseitig geladen.

Die Lösung:

Server-Side Rendering (SSR) für wichtige Inhalte.

Ergebnisse:

ZeitraumKI-Crawler-BesucheSichtbare InhalteZitate
Vor SSR8.000/Monat0 %2
Nach SSR8.200/Monat100 %47

Gleiches Crawl-Budget, 23-mal mehr Zitate.

Wer ein JavaScript-Framework verwendet, sollte SSR für Seiten umsetzen, die von KI zitiert werden sollen. Sonst wird das Crawl-Budget für leere Seiten verschwendet.

LR
LogAnalysis_Rachel · 4. Januar 2026

Tipps zur Server-Log-Analyse.

So erkennt man KI-Crawler:

Folgende User-Agent-Strings beobachten:

  • GPTBot
  • ChatGPT-User (Echtzeit-Anfragen)
  • OAI-SearchBot
  • ClaudeBot
  • PerplexityBot
  • Amazonbot
  • anthropic-ai

Analyse-Vorgehen:

  1. Logs für 30 Tage exportieren
  2. Nach KI-User-Agents filtern
  3. URL-Muster analysieren
  4. Crawl-Verschwendung berechnen

Unsere Erkenntnisse:

60 % des KI-Crawl-Budgets wurden verschwendet für:

  • Interne Suchergebnisse
  • Paginierung ab Seite 5
  • Archivseiten von 2018
  • Test-/Staging-URLs

Die Lösung:

robots.txt-Disallow für diese Bereiche.

Die Effizienz der KI-Crawler verbesserte sich von 40 % auf 85 % nützlichen Crawl.

Fortlaufende Überwachung:

Dashboards einrichten für:

  • KI-Crawler-Volumen pro Bot
  • Am häufigsten gecrawlte URLs
  • Antwortzeiten während des Crawls
  • Anteil verschwendeter Crawls
BC
BlockDecision_Chris · 3. Januar 2026

Wann das Blockieren tatsächlich sinnvoll ist.

Legitime Gründe für das Blockieren von KI-Crawlern:

  1. Juristische Inhalte – Veraltete Rechtsinfos, die nicht zitiert werden dürfen
  2. Compliance-Inhalte – Regulierte Inhalte mit Haftungsrisiko
  3. Proprietäre Daten – Geschäftsgeheimnisse, Forschung
  4. Sensible Inhalte – Nutzer-generierte, persönliche Infos

Beispiel:

Anwaltskanzlei mit archivierten Gesetzen von 2019. Wenn KI dies als aktuelles Recht zitiert, kann es Mandanten schaden. KI für /archive/legislation/ blockieren.

Selektiver Ansatz:

User-agent: GPTBot
User-agent: ClaudeBot
User-agent: PerplexityBot
Disallow: /archived-legal/
Disallow: /user-generated/
Disallow: /internal/
Allow: /

Das solltest du nicht blockieren:

Deine wertvollen Inhalte, Blog, Produktseiten, Leistungsbeschreibungen. Diese willst du von KI zitiert sehen.

Der Standard:

Erlauben, außer es gibt einen konkreten Grund zum Blockieren.

FA
FutureProof_Amy · 3. Januar 2026

Der neue Standard llms.txt.

Was ist llms.txt?

Ähnlich wie robots.txt, aber speziell für KI-Crawler. Zeigt LLMs, welche Inhalte sie verwenden dürfen.

Derzeitiger Stand:

Frühe Einführung. Noch nicht alle KI-Anbieter beachten sie.

Beispiel llms.txt:

# llms.txt
name: Firmenname
description: Was wir machen
contact: ai@company.com

allow: /products/
allow: /services/
allow: /blog/

disallow: /internal/
disallow: /user-content/

Solltest du das jetzt schon nutzen?

Ja – es signalisiert Weitblick und könnte bald von KI-Systemen beachtet werden.

Die Zukunft:

Mit zunehmender Reife der KI-Crawler werden wir wahrscheinlich noch ausgefeiltere Steuerungen haben. Jetzt frühzeitig positionieren.

Aktuelle Tools: robots.txt
Im Kommen: llms.txt
Zukunft: Noch granularere KI-Crawler-Steuerung

TM
TechSEO_Mike OP Technischer SEO Lead · 3. Januar 2026

Super Diskussion. Mein Management-Plan für das KI-Crawl-Budget:

Sofort (diese Woche):

  1. Server-Logs nach KI-Crawler-Mustern analysieren
  2. Crawl-Verschwendung identifizieren (Archiv, Paginierung, interne Suche)
  3. robots.txt mit selektiven Blockaden aktualisieren
  4. Drosselung auf CDN-Ebene einführen

Kurzfristig (dieser Monat):

  1. CDN-Caching für KI-Bot-Traffic einrichten
  2. Monitoring-Dashboards aufsetzen
  3. SSR für JavaScript-Inhalte testen
  4. llms.txt-Datei anlegen

Fortlaufend:

  1. Wöchentliche Prüfung der Crawl-Effizienz
  2. KI-Zitatraten überwachen
  3. Drosselungs-Limits je nach Serverkapazität anpassen
  4. KI-Referral-Traffic vs. Crawl-Volumen verfolgen

Wichtige Entscheidungen:

  • KEINE vollständige Blockade der KI-Crawler – Sichtbarkeit zählt
  • Drosselung auf 2 Anfragen/Sekunde
  • Selektive Blockade von weniger wichtigen Bereichen
  • Schutz des Origin-Servers durch CDN

Das Gleichgewicht:

Servergesundheit ist wichtig, aber ebenso die KI-Sichtbarkeit. Managen, nicht blockieren.

Danke an alle – das ist umsetzbar.

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Frequently Asked Questions

Was ist das Crawl-Budget für KI?
Das Crawl-Budget für KI bezeichnet die Ressourcen, die KI-Crawler wie GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot zum Crawlen deiner Website einsetzen. Es bestimmt, wie viele Seiten entdeckt werden, wie häufig sie besucht werden und ob deine Inhalte in KI-generierten Antworten erscheinen.
Sind KI-Crawler aggressiver als Google?
Ja – KI-Crawler crawlen oft aggressiver als Googlebot. Manche Websites berichten, dass GPTBot ihre Infrastruktur 12-mal häufiger besucht als Google. KI-Crawler sind neuer und weniger ausgereift, was die Rücksichtnahme auf Serverkapazitäten betrifft.
Sollte ich KI-Crawler blockieren?
Generell nein – wenn du KI-Crawler blockierst, erscheinen deine Inhalte nicht in KI-generierten Antworten. Nutze stattdessen selektive Blockaden, um das KI-Crawl-Budget auf hochwertige Seiten zu lenken und von weniger wichtigen Inhalten fernzuhalten.
Wie unterscheiden sich KI-Crawler von Googlebot?
KI-Crawler rendern häufig kein JavaScript, crawlen aggressiver ohne Rücksicht auf Serverkapazitäten und befolgen robots.txt weniger konsistent. Sie sammeln Daten zum Trainieren und Generieren von Antworten statt nur zur Indexierung.

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