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Bestrafen KI-Systeme dünne Inhalte anders als Google? Wir haben es getestet – mit überraschenden Ergebnissen

CO
ContentQuality_Mike · Leiter Content-Strategie
· · 108 upvotes · 10 comments
CM
ContentQuality_Mike
Leiter Content-Strategie · 9. Januar 2026

Wir haben ein interessantes Experiment zu dünnem Inhalt und KI-Zitaten durchgeführt.

Der Test:

Wir hatten 50 Seiten mit unterschiedlicher „Dicke“:

  • 10 Seiten: Dünn (500–800 Wörter, generische Infos)
  • 20 Seiten: Mittel (1.000–2.000 Wörter, einige eigene Erkenntnisse)
  • 20 Seiten: Umfassend (2.000–4.000 Wörter, eigene Forschung/Daten)

Alle Seiten rangierten bei Google in den Top 20 für ihre Ziel-Keywords.

Ergebnisse – KI-Zitierquoten:

InhaltstypGoogle-RankingChatGPT-ZitatePerplexity-Zitate
DünnTop 202%0%
MittelTop 2018%12%
UmfassendTop 2035%41%

Die Überraschung:

Einige mittel-tiefe Seiten mit ORIGINALEN Daten übertrafen umfassende Seiten, die nur existierende Informationen zusammengefasst hatten.

Wichtigste Erkenntnis:

KI bestraft „dünn“ nicht wie Google. KI ignoriert Inhalte, die nicht zitierwürdig sind – unabhängig von der Länge.

Was beobachten andere?

10 comments

10 Kommentare

AA
AIContent_Analyst Experte KI-Content-Forscher · 9. Januar 2026

Tolles Experiment. Ich ergänze den Kontext, warum KI dünne Inhalte anders behandelt.

Google vs. KI-Bewertung:

FaktorGoogleKI-Systeme
Länge als SignalJa (bis zu einem Punkt)Minimal
Backlinks relevantKritischMittel
Einzigartiger WertWichtigEssenziell
Antwort-GenauigkeitHilfreichKritisch
ZitierwürdigkeitIrrelevantHauptfaktor

Warum KI dünne Inhalte „ignoriert“:

KI fragt: „Fügt dieser Inhalt etwas hinzu, das ich zitieren kann?“

Dünner Inhalt:

  • Gibt Allgemeinwissen wieder
  • Enthält keine konkreten Daten
  • Antwortet nicht direkt
  • Hat keine zitierfähigen Erkenntnisse

KIs impliziter Qualitätstest:

„Wenn ich das zitiere, erhöht es die Glaubwürdigkeit meiner Antwort?“

Generischer Inhalt fällt durch. Eigene Erkenntnisse bestehen.

Die Folge:

Dünner Inhalt wird nicht „bestraft“ – er ist für den KI-Zweck einfach nicht nützlich. Anders als bei Google, wo dünner Content mit genug Links ranken kann.

D
DataVsLength · 9. Januar 2026
Replying to AIContent_Analyst

Ergänzend dazu unsere Daten:

Was macht Content für KI „dick“:

Es geht NICHT um die Wortanzahl. Es geht um Informationsdichte.

Unsere Rangfolge der Content-Dicken-Faktoren:

  1. Eigene Daten/Forschung – höchster Wert
  2. Expertenzitate – hoher Wert
  3. Konkret Beispiele – hoher Wert
  4. Einzigartige Frameworks – mittelhoher Wert
  5. Umfassende Abdeckung – mittlerer Wert
  6. Guter Schreibstil – mittlerer Wert
  7. Länge – niedriger Wert

Echtes Beispiel:

800-Wörter-Artikel mit eigener Umfrage: 42% KI-Zitierquote 3.000-Wörter-Artikel, der andere Quellen zusammenfasst: 8% KI-Zitierquote

Die Formel:

Content-Dicke = (Einzigartige Information) / (Gesamtwörter)

Informationsdichter kurzer Content > informationsarmer langer Content

CP
ContentAudit_Pro Content-Audit-Spezialist · 9. Januar 2026

Wir haben hunderte Webseiten auf KI-Sichtbarkeit geprüft. So sieht dünner Inhalt in der Praxis aus.

KI-unsichtbare Content-Muster:

  1. „Was ist X“ ohne Abgrenzung

    • Generische Definitionen
    • Keine eigene Perspektive
    • Könnte auf jeder Seite stehen
  2. Listenartikel ohne Tiefe

    • „10 Tipps für X“
    • Jeder Tipp ein Satz
    • Keine Erklärung oder Beleg
  3. Aggregierte Informationen

    • Bestehende Quellen zusammengefasst
    • Keine eigene Analyse
    • Nichts, was die KI nicht woanders findet
  4. Keyword-überladener Inhalt

    • Für Google geschrieben, nicht für Nutzer
    • Wiederholende Phrasen
    • Kein echter Mehrwert

KI-sichtbare Content-Muster:

  1. Eigene Forschung mit Daten
  2. Expertenperspektiven mit Qualifikation
  3. Fallstudien mit konkreten Ergebnissen
  4. Einzigartige Frameworks oder Methoden
  5. Erfahrungsberichte aus erster Hand

Die Audit-Frage:

„Würde etwas Einzigartiges verloren gehen, wenn dieser Content verschwindet?“

Wenn nein, ist er für KI-Zwecke dünn.

S
ShortButPowerful · 8. Januar 2026

Verteidigung von kürzeren Inhalten:

Kurz ≠ Dünn

Einige der meistzitierten KI-Inhalte sind KURZ:

  • FAQ-Antworten (50–100 Wörter)
  • Datenpunkte mit Quelle
  • Definition mit einzigartiger Erkenntnis
  • Kurze Anleitungen mit konkreten Schritten

Was macht kurzen Content wertvoll:

  1. Antwortet direkt – Keine Füllwörter, nur die Antwort
  2. Zitierfähiges Format – Leicht zu extrahieren und zitieren
  3. Einzigartige Information – Etwas, das es sonst nicht gibt
  4. Klare Expertise – Autorenkompetenz sichtbar

Beispielstruktur:

[Direkte Antwort – 50 Wörter]
[Belegende Daten – 100 Wörter]
[Experten-Kontext – 100 Wörter]
[Praktische Anwendung – 100 Wörter]

Gesamt: 350 Wörter KI-Zitierquote: Oft höher als bei 2.000-Wörter-Guides

Die Erkenntnis:

KI belohnt Dichte statt Länge. Seien Sie prägnant, aber substanziell.

SE
SEO_Evolution Experte · 8. Januar 2026

So machen Sie dünnen Content KI-tauglich:

Das Dünn-Content-Audit:

Fragen Sie bei jedem Inhalt:

  1. Enthält er eigene Informationen?
  2. Beantwortet er Fragen direkt?
  3. Würde ein Experte ihn wertvoll finden?
  4. Gibt es etwas Zitierbares?

Wenn 0-1x Ja: Dünn (muss überarbeitet werden) Wenn 2x Ja: Mittel (Optimierung nötig) Wenn 3-4x Ja: Substanziell (Format optimieren)

Von dünn zu substanziell:

Dünner InhaltUpgrade-Strategie
Generische DefinitionExpertenperspektive, Daten ergänzen
Basis-ListenartikelTiefe, Beispiele, Belege hinzufügen
Aggregierte InfosEigene Analyse, Erkenntnisse ergänzen
Keyword-FokusFür Nutzer umschreiben

Unser Prozess:

  1. Alle Inhalte auf „Dicke“ prüfen
  2. Seiten mit Ranking-Potenzial priorisieren
  3. Eigenen Wert hinzufügen (nicht nur Wörter)
  4. KI-Zitierveränderungen beobachten

Typisches Ergebnis:

Aufgewerteter dünner Content: 200–400% mehr KI-Zitate. Nur mehr Länge: Kaum Veränderung.

EC
E-commerce_Content Leiter E-Commerce-Content · 8. Januar 2026

Die Realität von dünnem Content im E-Commerce:

Das Problem:

Die meisten Produktseiten sind aus KI-Sicht „dünn“:

  • Generische Produktbeschreibungen
  • Übernommene Herstellerdaten
  • Kein eigener Mehrwert

Unsere Lösung:

Produktseiten zu Informationsquellen machen:

Vorher (dünn): „Hochwertiger Laufschuh. Bequemer Sitz. Ideal für Läufer.“

Nachher (substanziell): „Wiegt 260g mit 32mm Sohlenhöhe. Von 47 Marathonläufern im Panel getestet, 4,7/5 Punkte für Dämpfung auf Strecken über 16 km. Am besten für: Neutrales Abrollverhalten, Straßenlauf, Distanzen ab 10 km.“

Die Ergänzungen:

  • Konkrete Messwerte
  • Eigene Testergebnisse
  • Spezifischer Anwendungsfall
  • Expertenempfehlungen

Ergebnis:

Produktseiten mit eigenen Daten: 28% KI-Zitierquote bei Produktsuchen Generische Produktseiten: 3% KI-Zitierquote

Der Aufwand:

Ja, es ist mehr Arbeit. Aber generischer Produkt-Content ist für KI unsichtbar.

CM
ContentOps_Manager · 7. Januar 2026

So operationalisieren wir Content-Dicke:

Unser Content-Scoring-System:

Jeder Beitrag wird bewertet nach:

FaktorPunkteBeschreibung
Eigene Daten3Eigene Forschung, Umfragen
Experteninput2Zitate, Interviews
Einzigartige Erkenntnis2Neue Perspektive
Direkte Antworten2Klare Q&A-Struktur
Konkrete Beispiele1Reale Fälle, keine Hypothesen

Bewertungsskala:

  • 0–2 Punkte: Dünn (nicht veröffentlichen oder überarbeiten)
  • 3–5 Punkte: Mittel (als ergänzender Content ok)
  • 6–10 Punkte: Substanziell (Säulen-Content)

Unsere Regel:

Kein Content unter 3 Punkten veröffentlichen. Säulen-Content muss mindestens 7 Punkte erreichen.

Das Ergebnis:

Durchschnittliche KI-Zitierquote stieg von 8% auf 31% nach Einführung des Systems.

Tool:

Wir nutzen eine einfache Checkliste im CMS. Autoren bewerten selbst, Editor prüft.

CM
ContentQuality_Mike OP Leiter Content-Strategie · 7. Januar 2026

Tolle Diskussion. Hier mein Framework basierend auf diesen Erkenntnissen:

KI-Content-Dicken-Framework:

Das Grundprinzip:

KI bestraft dünne Inhalte nicht – sie ignoriert Content ohne Zitierwert. Die Frage ist nicht „ist das lang genug?“, sondern „ist das zitierwürdig?“

Dicken-Faktoren (Priorität):

  1. Eigene Forschung/Daten (höchster Wert)
  2. Expertenperspektiven
  3. Konkrete, überprüfbare Fakten
  4. Einzigartige Erkenntnisse/Frameworks
  5. Direktes Antwort-Format
  6. Tiefe der Abdeckung (nicht Länge)

Der Dicken-Test:

Diese Fragen stellen:

  • Enthält das Informationen, die nur wir haben?
  • Würde ein Experte das wertvoll finden?
  • Gibt es etwas konkret Zitierbares?
  • Beantwortet das direkt Nutzerfragen?

3–4 Punkte: Substanzieller Content 1–2 Punkte: Mittel (vor Veröffentlichung verbessern) 0 Punkte: Dünn (nicht für KI-Sichtbarkeit publizieren)

Praktische Upgrades:

ProblemLösung
Generische InfosEigene Perspektive oder Daten ergänzen
Oberflächliche AbdeckungDetaillierte Auseinandersetzung mit Aspekt
Keine ZitateExperteninput hinzufügen
Abstrakte AussagenKonkrete Beispiele einbauen
Lang ohne DichteFüllwörter entfernen, Substanz ergänzen

Das Fazit:

Wortanzahl ≠ Dicke Einzigartiger Wert = Dicke

Konzentrieren Sie sich darauf, was Ihren Content unersetzlich macht.

Vielen Dank an alle für die großartigen Einsichten!

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Frequently Asked Questions

Was ist dünner Inhalt im Kontext der KI-Suche?
Dünner Inhalt bietet keinen substanziellen Mehrwert – er ist oft zu kurz, enthält keine eigenen Erkenntnisse, dupliziert andere Quellen oder beantwortet Nutzerfragen nicht umfassend. Für KI-Systeme bedeutet dünner Inhalt häufig, dass keine einzigartigen, zitierfähigen Informationen geboten werden.
Wie gehen KI-Systeme anders mit dünnem Inhalt um als Google?
Google rankt dünne Inhalte manchmal immer noch anhand von Autoritätssignalen und Backlinks. KI-Systeme sind rigoroser – sie benötigen Inhalte, die es wert sind, zitiert zu werden. Wenn der Inhalt keinen einzigartigen Wert bietet oder Fragen nicht direkt beantwortet, ignoriert die KI ihn einfach, unabhängig von klassischen SEO-Signalen.
Welche Content-Tiefe bevorzugen KI-Systeme?
KI-Systeme bevorzugen nicht zwangsläufig längere Inhalte. Sie bevorzugen Inhalte mit einzigartigen Erkenntnissen, spezifischen Daten, klaren Antworten und zitierbaren Fakten. Ein fokussierter 800-Wörter-Artikel mit eigener Forschung kann einen 3.000-Wörter-Standardleitfaden übertreffen.

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