Discussion BERT NLP Technical SEO

Ist BERT noch relevant, jetzt wo LLMs wie GPT-4 allgegenwärtig sind? Verwirrt darüber, was wirklich zählt

TE
TechSEO_Brian · Technischer SEO-Spezialist
· · 87 upvotes · 10 comments
TB
TechSEO_Brian
Technischer SEO-Spezialist · 7. Januar 2026

Ich lese immer wieder widersprüchliche Informationen über BERT.

2019 war BERT DAS Thema, das man für SEO verstehen musste. Natural Language Processing, Kontextverständnis usw.

Jetzt reden alle über GPT-4, Claude, Gemini, und ich bin verwirrt.

Meine Fragen:

  1. Ist BERT noch relevant oder wurde es ersetzt?
  2. Macht „für BERT optimieren“ überhaupt noch Sinn?
  3. Wie stehen BERT und GPT-Modelle zueinander?
  4. Worauf sollte ich mich für moderne Suche/KI wirklich konzentrieren?

Ich versuche, das Durcheinander zu durchdringen und zu verstehen, was für die Inhaltsoptimierung jetzt wirklich zählt.

10 comments

10 Kommentare

MS
MLEngineer_Sarah Expertin ML-Ingenieurin bei Suchunternehmen · 7. Januar 2026

Ich bringe mal etwas Klarheit in die technische Landschaft.

Stammbau der Modelle:

Transformer (2017)
├── BERT-Stil (Encoder – verstehen Text)
│   ├── BERT (Google, 2018)
│   ├── RoBERTa (Meta)
│   ├── MUM (Google, 2021)
│   └── Viele andere
└── GPT-Stil (Decoder – generieren Text)
    ├── GPT-Serie (OpenAI)
    ├── Claude (Anthropic)
    ├── Gemini (Google)
    └── Viele andere

BERT ist noch relevant, aber:

  1. Es ist jetzt Teil eines größeren Stacks
  2. Google nutzt MUM für komplexeres Verständnis
  3. Welches Modell genau, ist weniger wichtig als das Optimierungsziel

Was wirklich zählt:

SuchtypPrimärer ModellstilIhr Fokus
Klassisches GoogleBERT/MUM (Encoder)Query-Content-Matching, Intention
KI-ÜberblickeHybridExtrahierbare Antworten
ChatGPT/PerplexityGPT-Stil (Decoder)Umfassender, zitierbarer Inhalt

Das praktische Fazit:

„Für BERT optimieren“ bedeutete immer, natürlich und kontextreich zu schreiben. Das hat sich nicht geändert. Die Modellnamen sind nicht entscheidend für Ihre Optimierungsstrategie.

TB
TechSEO_Brian OP · 7. Januar 2026
Replying to MLEngineer_Sarah
Dieser Stammbaum ist sehr hilfreich. Wenn Leute sagen „für BERT optimieren“, meinen sie also eigentlich „für natürliches Sprachverständnis optimieren“ im weiteren Sinne?
MS
MLEngineer_Sarah · 7. Januar 2026
Replying to TechSEO_Brian

Genau. „Für BERT optimieren“ war eine Abkürzung für:

  • Natürlich schreiben (kein Keyword-Stuffing)
  • Kontext liefern (Pronomen beziehen sich auf Referenten)
  • Die tatsächliche Frage beantworten (nicht nur Keywords enthalten)
  • Semantische Beziehungen nutzen (verwandte Begriffe, keine exakten Treffer)

Das gilt alles weiterhin. Sie optimieren darauf, wie moderne Sprachmodelle Text verstehen, nicht für ein einzelnes Modell.

Die Prinzipien, die bei allen Modellen funktionieren:

  1. Klare, natürliche Sprache
  2. Direkte Antworten auf Fragen
  3. Logische Struktur
  4. Kontext für mehrdeutige Begriffe
  5. Umfassende Themenabdeckung

Damit versteht BERT Ihre Inhalte fürs Ranking UND GPT-Modelle können sie für Zitate extrahieren.

SM
SEOVeteran_Marcus SEO-Direktor · 7. Januar 2026

SEO-Perspektive auf die BERT-Entwicklung.

Die BERT-Ära (2019–2021):

  • Fokus auf natürliche Sprache
  • Nutzerintention verstehen
  • Kontext statt Keywords
  • Long-Tail-Query-Matching

Die MUM/KI-Ära (seit 2021):

  • Alles, was BERT tat, plus…
  • Multimodales Verständnis
  • Mehrstufiges Schlussfolgern
  • KI-generierte Antworten

Was sich in der Praxis geändert hat:

Ehrlich? Nicht viel für die Content-Strategie.

Die Empfehlung war immer:

  1. Nutzerwünsche verstehen
  2. Fragen direkt beantworten
  3. Natürlich schreiben
  4. Themen umfassend abdecken

Das funktionierte für BERT. Es funktioniert für MUM. Es funktioniert für GPT.

Was NEU ist:

Die Zitier-/Extraktionsschicht. GPT-Modelle müssen Ihre Inhalte extrahieren und zitieren können, nicht nur mit Anfragen abgleichen.

Das erfordert:

  • Mehr strukturierte Formatierung
  • Klarere Antwortblöcke
  • Explizitere Expertise-Signale

Aber die Grundlage ist weiterhin natürliche Sprache.

CE
ContentStrategist_Elena Expertin · 6. Januar 2026

Content-Strategie-Perspektive.

So erkläre ich es meinen Kunden:

„BERT war dafür da, dass Google versteht, was Sie meinen. GPT ist dafür da, dass KI nutzt, was Sie geschrieben haben.“

Der praktische Unterschied:

Für klassische Suche (BERT/MUM-Verständnis):

  • Inhalt auf Suchintention abstimmen
  • Natürliche Sprache verwenden
  • Verwandte Unterthemen abdecken
  • Thematische Autorität aufbauen

Für KI-Antworten (GPT-Extraktion):

  • Extrahierbare Antwortblöcke bieten
  • Struktur für einfache Zitierbarkeit
  • Konkrete Daten/Fakten einbauen
  • Expertise deutlich machen

Die Überschneidung:

Beides belohnt:

  • Qualitätsinhalte
  • Natürliche Sprache
  • Umfassende Abdeckung
  • Klare Struktur

Meine Empfehlung:

Denken Sie nicht in den Kategorien „für BERT vs GPT optimieren“. Denken Sie: „Wie erstelle ich Inhalte, die Sprachmodelle verstehen (BERT) UND extrahieren/zitieren können (GPT)?“

Die Antwort ist die gleiche: klar, natürlich, gut strukturiert, von Experten erstellt.

AT
AIResearcher_Tom KI-Forschungswissenschaftler · 6. Januar 2026

Forschungsperspektive zur Entwicklung.

Wo BERT heute steht:

BERT war grundlegend – es zeigte der Branche, dass bidirektionales Kontextverständnis funktioniert. Google hat BERT nicht „ersetzt“, sondern weiterentwickelt.

Die Entwicklung:

  1. BERT – Besseres Verständnis von Suchanfragen
  2. T5 – Verständnis + Generierung
  3. MUM – Multimodales, mehrsprachiges Verständnis
  4. PaLM/Gemini – Skalierbares Schlussfolgern + Generierung

Speziell für Google Search:

Google nutzt mehrere Modelle im Ranking-Stack:

  • BERT-ähnliche Modelle für Query-Verständnis
  • MUM für komplexe Anfragen
  • Verschiedene Modelle für Passage-Ranking
  • Jetzt eine Schicht mit KI-Überblicken obenauf

Was das für Sie bedeutet:

Das konkrete Modell ist für Ihre Strategie unerheblich. Entscheidend ist, dass alle:

  1. Natürliches Sprachverständnis besser als Keyword-Matching beherrschen
  2. Kontext und Intention berücksichtigen
  3. Klare, autoritative Inhalte bevorzugen
  4. Expertise erkennen können

Optimieren Sie für diese Prinzipien, nicht für Modellnamen.

TA
TechnicalWriter_Amy · 6. Januar 2026

Perspektive aus der technischen Redaktion.

Was sich in meinem Schreiben von der BERT- zur KI-Ära geändert hat:

Fokus in der BERT-Ära:

  • Natürliche Sprache (kein Keyword-Stuffing)
  • Die Frage beantworten (nicht drum herum reden)
  • Kontext für Begriffe (Fachbegriffe erklären)
  • Verwandte Themen abdecken

Ergänzt in der KI-Ära:

  • Zusammenfassungsblöcke am Anfang von Abschnitten
  • Wichtige Punkte als Aufzählung
  • Definitionsboxen für Begriffe
  • FAQ-Bereiche für häufige Fragen
  • Mehr explizite Daten/Zahlen

Was gleich blieb:

  • Schreibqualität
  • Expertise zeigen
  • Natürlicher Fluss
  • Umfassende Abdeckung

Mein praktischer Workflow:

  1. Natürlich und umfassend schreiben (für BERT/klassische Suche)
  2. Struktur und Extraktionspunkte ergänzen (für GPT/KI-Zitate)
  3. Expertise-Signale einbauen (für beides)

Die BERT-Prinzipien sind das Fundament. KI-Optimierung ist die Erweiterungsschicht.

SJ
SEOConsultant_Jake Unabhängiger SEO-Berater · 5. Januar 2026

Praktische Beraterperspektive.

Was ich meinen Kunden zu BERT sage:

„Machen Sie sich keine Sorgen um BERT an sich. Konzentrieren Sie sich auf diese Prinzipien, die alle modernen Suchsysteme teilen…“

Die zeitlosen Prinzipien:

  1. Zuerst für Menschen schreiben – Natürliche, keine robotische Sprache
  2. Die Frage beantworten – Direkt und klar
  3. Expertise zeigen – Zeigen, dass Sie sich auskennen
  4. Umfassend sein – Das Thema ganzheitlich abdecken
  5. Logisch strukturieren – Klare Überschriften, geordneter Ablauf

Was sich für KI geändert hat:

Mehr Gewicht auf:

  • Extrahierbare Antwortformate
  • Zitierte Fakten und Daten
  • Klare Entitätsidentifikation
  • Schema-Markup

Das Fazit:

„BERT-Optimierung“ war ein Marketingbegriff für „natürlich schreiben und Fragen beantworten“. Das gilt weiterhin. Sie ergänzen jetzt nur die KI-Extraktionsoptimierung.

DP
DataSEO_Priya · 5. Januar 2026

Datenperspektive zu BERT-bezogenen Veränderungen.

Überwachung der Content-Performance über die Jahre:

Wir haben 1.000 Inhalte von 2019–2025 getrackt:

BERT-Ära (2019–2021):

  • Natürliche Sprache: +35% Rankings
  • Keyword-Stuffing: –40% Rankings

MUM/KI-Ära (2021–2025):

  • Natürlich + strukturiert: +45% Sichtbarkeit
  • Natürlich, aber unstrukturiert: +15% Sichtbarkeit
  • Keyword-Stuffing: –60% Sichtbarkeit

Das Muster:

Natürliches Schreiben (das BERT-Prinzip) bleibt die Grundlage. Struktur für KI-Extraktion bringt zusätzlichen Effekt.

Praktische Konsequenz:

BERT-Prinzipien nicht aufgeben. Mit KI-freundlicher Struktur kombinieren.

Was wir nutzen:

Am I Cited, um zu verfolgen, welche Inhaltsformate am häufigsten von KIs zitiert werden. Hilft, herauszufinden, welche Strukturen über die natürliche Sprache hinaus funktionieren.

TB
TechSEO_Brian OP Technischer SEO-Spezialist · 5. Januar 2026

Das hat meine Verwirrung beseitigt. Zusammenfassung:

Ist BERT noch relevant?

Ja, aber als Grundlage, nicht als konkretes Optimierungsziel. Die Prinzipien, die BERT repräsentierte (natürliche Sprache, Kontext, Intention), sind weiterhin entscheidend.

Was sich geändert hat:

  • Es arbeiten mehrere Modelle zusammen
  • KI-Extraktion ist eine neue Schicht
  • Struktur ist für KI-Zitate wichtiger

Was ich tue:

  1. Weitermachen mit: Natürlicher Sprache, umfassender Abdeckung, Intent-Matching
  2. Ergänzen: Strukturierte Formate für KI-Extraktion, klare Antwortblöcke, FAQ-Bereiche

Das mentale Modell:

BERT = Fundament (Verständnis) GPT = Schicht darüber (Extraktion und Zitation)

Beide belohnen die gleichen Kernqualitäten. KI stellt nur zusätzliche Struktur-Anforderungen.

Danke an alle – jetzt ist es viel klarer.

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Frequently Asked Questions

Ist BERT 2025 noch relevant für SEO?
Ja, BERT bleibt eine grundlegende Technologie in Googles Suchalgorithmen, insbesondere beim Verstehen der Suchintention. Allerdings wurde es durch neuere Modelle wie MUM ergänzt. Für die praktische SEO bleibt die Optimierung auf natürliches Sprachverständnis (was BERT eingeführt hat) wichtig.
Wie unterscheidet sich BERT von GPT-Modellen?
BERT ist ein bidirektionales Modell, das für das Verstehen von Sprache entwickelt wurde (gut für Suchanfragen und Intention). GPT-Modelle sind generativ und darauf ausgelegt, Sprache zu erzeugen. Google verwendet BERT-ähnliche Modelle für das Suchverständnis, während KI-Antwort-Engines wie ChatGPT auf GPT-ähnliche Modelle setzen, um Antworten zu generieren.
Sollte ich für BERT oder für GPT optimieren?
Man optimiert nicht für bestimmte Modelle – man optimiert für natürliches Sprachverständnis. Schreiben Sie natürlich, beantworten Sie Fragen direkt, nutzen Sie klaren Kontext und strukturieren Sie Inhalte logisch. Diese Prinzipien helfen allen Sprachmodellen, Ihre Inhalte zu verstehen.
Was hat BERT in der Google-Suche ersetzt?
BERT wurde nicht ersetzt, sondern ergänzt. Google hat 2021 MUM (Multitask Unified Model) eingeführt, das leistungsfähiger und multimodal ist. Beide arbeiten zusammen im Such-Stack von Google. Die wichtigste Lehre – schreiben Sie natürliche, kontextreiche Inhalte – gilt für alle Modelle.

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