Discussion AI Training Content Rights

Sollten wir das Training von KI-Daten ablehnen? Sorge, dass Inhalte ohne Namensnennung genutzt werden – aber auch Sichtbarkeit wünschen

CO
ContentProtector_Lisa · VP Content
· · 97 upvotes · 11 comments
CL
ContentProtector_Lisa
VP Content · 8. Januar 2026

Wir veröffentlichen Premium-Inhalte – tiefgehende Recherchen, originelle Analysen, Branchen-Benchmarks. Diese Inhalte sind unser Wettbewerbsvorteil.

Meine Sorge: KI-Unternehmen nutzen unsere Inhalte, um Modelle zu trainieren, die dann Fragen beantworten, ohne uns Traffic zu schicken. Im Grunde verschenken wir unseren Wert kostenlos.

Das Argument fürs Blockieren:

  • Unsere Inhalte trainieren KI, die mit uns konkurriert
  • Nutzer bekommen Antworten, ohne unsere Seite zu besuchen
  • Wir haben in Forschung investiert; KI profitiert davon

Das Argument gegen das Blockieren:

  • Wenn wir blockieren, werden wir in der KI unsichtbar
  • Wettbewerber, die Sichtbarkeit erlauben, werden stattdessen zitiert
  • KI wird zu einem wichtigen Entdeckungskanal

Aktueller Stand:

  • Wir haben GPTBot (Training) blockiert
  • Wir haben PerplexityBot erlaubt (scheint Quellen zu zitieren)
  • Bei den anderen sind wir uns nicht sicher

Fragen:

  1. Ist das Blockieren wirklich effektiv?
  2. Was ist der langfristige strategische Ansatz?
  3. Was machen andere in ähnlichen Situationen?
  4. Gibt es einen Mittelweg?

Es fühlt sich an, als müssten wir zwischen zwei schlechten Optionen wählen.

11 comments

11 Kommentare

SM
StrategicView_Marcus Experte Berater Digitale Strategie · 8. Januar 2026

Das ist der Kernkonflikt der Content-Strategie im KI-Zeitalter. Ich teile die Überlegungen auf:

Die Realität des Blockierens:

Blockieren via robots.txt ist nicht vollständig wirksam, weil:

  1. KI bereits historische Trainingsdaten hat
  2. Dritte Ihre Inhalte zitieren und damit der KI zuführen
  3. Manche KI-Systeme robots.txt ignorieren (Durchsetzung variiert)
  4. Zwischengespeicherte Inhalte im Web existieren

Blockieren verringert NEUES Training, eliminiert aber nicht die bestehende Exposition.

Die strategische Rechnung:

AnsatzInhaltsschutzKI-SichtbarkeitGeschäftsauswirkung
Alles blockenMittel (teilweise)Sehr geringHoch negativ (unsichtbar)
Alles erlaubenKeinHochStrategieabhängig
SelektivGeringMittelKomplex zu steuern

Meine Empfehlung für Premium-Content-Publisher:

  1. Öffentliche vs. Premium-Inhalte trennen

    • Öffentliche Inhalte: KI erlauben (für Sichtbarkeit)
    • Premium-Inhalte: KI blockieren (für Schutz)
    • Nutzen Sie öffentliche Inhalte, um auf Premium aufmerksam zu machen
  2. Fokussieren Sie sich auf das, was KI nicht replizieren kann:

    • Echtzeitdaten und Analysen
    • Proprietäre Methoden
    • Expertenzugang und Interviews
    • Community und Diskussion

Die Frage ist nicht „alle Inhalte schützen“, sondern „welche Inhalte sollen KI-Sichtbarkeit bringen und welche sollen geschützt werden“.

PS
PublisherPerspective_Sarah · 8. Januar 2026
Replying to StrategicView_Marcus

Ich leite ein B2B-Forschungsunternehmen. So sind wir vorgegangen:

Öffentliche Ebene (KI erlauben):

  • Executive Summaries
  • Zentrale Erkenntnisse (high-level)
  • Methodik-Erklärungen
  • Thought-Leadership-Artikel

Geschützte Ebene (KI blockieren):

  • Vollständige Forschungsberichte
  • Detaillierte Daten und Analysen
  • Proprietäre Frameworks
  • Kundenspezifische Inhalte

Der Ablauf:

  1. KI zitiert unsere öffentlichen Zusammenfassungen
  2. Nutzer entdecken uns über KI
  3. Sie kommen für den vollständigen Inhalt auf unsere Seite
  4. Premium-Inhalte erfordern ein Abo

Unsere KI-Sichtbarkeit hat sich sogar ERHÖHT, weil wir öffentliche Inhalte gezielt für Zitate optimieren. Und unser Premium-Content bleibt differenziert.

Es geht nicht um blockieren vs. erlauben – sondern darum, was Sie mit jedem Inhalt erreichen möchten.

TM
TechnicalReality_Mike Technischer SEO-Direktor · 8. Januar 2026

Ich erläutere die technische Situation:

KI-Bot-Übersicht:

BotUnternehmenZweckWirkung des Blockierens
GPTBotOpenAITraining + SucheBlockiert Training, kann ChatGPT-Zitate verringern
ChatGPT-UserOpenAILive-SucheBlockieren verhindert Echtzeit-Zitate
OAI-SearchBotOpenAISearchGPTBlockieren verringert Suchsichtbarkeit
PerplexityBotPerplexityEchtzeitsucheBlockieren = keine Perplexity-Zitate
ClaudeBotAnthropicTrainingBlockiert Training
GoogleOtherGoogleGemini/KI-TrainingKann KI-Überblicke beeinflussen

Die Feinheiten:

  • OpenAI hat mehrere Bots mit unterschiedlichen Zwecken
  • Das Blockieren von GPTBot blockiert Training, aber Sie können ChatGPT-User für Zitate erlauben
  • Perplexity ist Echtzeitsuche; Blockieren = null Sichtbarkeit dort

Selektives robots.txt-Beispiel:

User-agent: GPTBot
Disallow: /premium/
Allow: /blog/
Allow: /resources/

User-agent: PerplexityBot
Allow: /

Damit werden Blog und Ressourcen für Sichtbarkeit gecrawlt, während Premium-Inhalte geschützt werden.

CL
ContentProtector_Lisa OP VP Content · 8. Januar 2026

Der selektive Ansatz ergibt Sinn. Ich denke über unsere Inhalte nach:

Sollten KI erlauben (für Sichtbarkeit):

  • Blogbeiträge und Thought Leadership
  • Öffentliche Whitepaper und Guides
  • Methodik-Erklärungen
  • High-Level-Benchmark-Zusammenfassungen

Sollten KI blockieren (für Schutz):

  • Vollständige Forschungsberichte
  • Detaillierte Benchmarkdaten
  • Kundenfallstudien
  • Proprietäre Analysetools

Frage: Wenn wir öffentliche Inhalte erlauben, Premium aber blockieren, fasst die KI dann nicht einfach unsere öffentlichen Inhalte zusammen und Nutzer kommen trotzdem nicht mehr für Premium?

Anders gesagt – ist das „Freemium“-Modell noch tragfähig, wenn KI den Wert aus den kostenlosen Inhalten extrahieren kann?

VE
ValueModel_Emma Experte · 8. Januar 2026

Zur Frage der Freemium-Tragfähigkeit:

Was KI extrahieren kann:

  • Fakten und Erkenntnisse
  • Generelle Erklärungen
  • Oberflächliche Insights
  • Zusammengefasste Inhalte

Was KI nicht replizieren kann (Ihr Premium-Wert):

  • Tiefe Analysen und Nuancen
  • Zugriff auf Rohdaten
  • Interaktive Tools und Dashboards
  • Echtzeit-aktualisierte Informationen
  • Expertenberatung
  • Community-Zugang
  • Individuelle Auswertungen

Das Entscheidende: Ihr öffentlicher Content sollte Autorität aufbauen, aber nicht den gesamten Wert liefern.

Beispielstruktur:

Öffentlich (KI erlauben): „Unsere Forschung zeigt, dass 65 % der Unternehmen mit X kämpfen. Die drei größten Herausforderungen sind A, B, C.“

Premium (KI blockieren):

  • Vollständige Aufschlüsselung nach Branche, Unternehmensgröße, Region
  • Detailliertes Benchmarking gegen spezifische Wettbewerber
  • Rohdaten-Download
  • Methodik zur Anwendung der Erkenntnisse auf Ihre Situation
  • Expertenberatung zur Interpretation der Ergebnisse

Das Zitat Ihrer öffentlichen Erkenntnisse durch KI erhöht die Bekanntheit. Premium liefert Wert, den KI nicht nachbilden kann.

Wenn Ihr Premium-Inhalt nur „mehr Details“ zum Öffentlichen ist, ist das ein Produktproblem, nicht ein KI-Problem.

CT
CompetitorWatch_Tom · 7. Januar 2026

Wettbewerbsaspekt:

Während Sie noch debattieren, blockieren Ihre Wettbewerber nicht – sie optimieren für KI-Sichtbarkeit.

Das Szenario:

  • Sie blockieren KI
  • Der Wettbewerber erlaubt und optimiert
  • Nutzer fragt KI zu Ihrer Branche
  • Wettbewerber wird zitiert, Sie nicht
  • Erster Eindruck des Nutzers: der Wettbewerber ist die Autorität

Langfristige Auswirkung:

  • Wettbewerber baut KI-getriebene Bekanntheit auf
  • Seine Marken-Suchen wachsen
  • Er gewinnt das KI-beeinflusste Segment
  • Sie laufen hinterher

Das ist keine Theorie. Ich habe gesehen, wie Unternehmen durch Unsichtbarkeit in KI signifikante Marktanteile verloren haben.

Die Rechnung:

  • Kosten des Blockierens: Verlorene Auffindbarkeit, verlorene Bekanntheit
  • Kosten des Erlaubens: Einige Inhalte trainieren KI

Für die meisten Unternehmen überwiegt der Sichtbarkeitsverlust beim Blockieren den Schutznutzen.

LR
LegalAngle_Rachel Justiziarin Marketing · 7. Januar 2026

Juristische Perspektive:

Aktueller Stand:

  • Kein klares Rechtsrahmenwerk für KI-Trainingsrechte
  • Einige Klagen laufen (NYT vs. OpenAI usw.)
  • Robots.txt wird technisch beachtet, ist aber rechtlich nicht bindend

Praktische Realität:

  • Auch beim Blockieren ist Durchsetzung schwierig
  • Ihre Inhalte sind eventuell schon in Trainingsdaten enthalten
  • Drittzitate Ihrer Inhalte füttern KI trotzdem

Was Unternehmen tun:

  1. Blockieren als Signal – „Wir stimmen dem Training nicht zu“
  2. Selektiver Zugang – Zitationsbots erlauben, Trainingsbots blockieren
  3. Alles erlauben – Realität akzeptieren, für Sichtbarkeit optimieren
  4. Warten auf Regulierung – Abwarten, welches Rechtsrahmenwerk entsteht

Mein Rat: Treffen Sie die Entscheidung aus strategischen, nicht aus rechtlichen Überlegungen. Die Rechtslage ist zu unsicher, um sich darauf zu verlassen.

Dokumentieren Sie Ihre Position (robots.txt) für den Fall, dass das in Zukunft juristisch relevant wird.

CL
ContentProtector_Lisa OP VP Content · 7. Januar 2026

Nach all den Beiträgen hier mein Entscheidungsrahmen:

Wir erlauben KI-Crawler für:

  • Blog-Inhalte (für Zitate optimiert)
  • Öffentliche Thought Leadership
  • High-Level-Forschungszusammenfassungen
  • Methodik-Erklärungen

Wir blockieren KI-Crawler für:

  • Vollständige Forschungsberichte
  • Detaillierte Benchmarkdaten
  • Kundenspezifische Inhalte
  • Proprietäre Tools und Frameworks

Wir optimieren:

  • Öffentliche Inhalte für maximale KI-Sichtbarkeit
  • Premium-Inhalte für Wert, den KI nicht replizieren kann
  • Die Conversion-Route von KI-Entdeckung zu Premium

Die Strategie: KI als Entdeckungskanal für unsere Marke nutzen. Autorität und Bekanntheit durch öffentliche Content-Zitate aufbauen. Schutz und Differenzierung durch Premium-Werte, die KI nicht liefern kann.

Es geht nicht um „Inhalte verschenken“ vs. „alles schützen“. Es ist strategisch, was welchem Zweck dient.

EA
ExecutionTips_Alex · 7. Januar 2026

Tipps zur Umsetzung des selektiven Ansatzes:

1. URL-Struktur ist entscheidend:

/blog/ (KI erlauben)
/resources/guides/ (KI erlauben)
/research/reports/ (KI blockieren)
/data/ (KI blockieren)

Saubere URL-Struktur erleichtert robots.txt-Regeln.

2. Robots.txt-Beispiele:

User-agent: GPTBot
Disallow: /research/
Disallow: /data/
Allow: /blog/
Allow: /resources/

User-agent: PerplexityBot
Disallow: /research/
Allow: /

3. Überwachen und anpassen:

  • Nachverfolgen, welche Inhalte zitiert werden
  • Überprüfen, ob Blockierungen wirken
  • Nach Ergebnissen anpassen

4. Erlaubte Inhalte optimieren:

  • Nicht nur erlauben – aktiv für Zitate optimieren
  • Strukturieren für KI-Extraktion
  • Zitierfähige Fakten und Erkenntnisse einbauen

Der selektive Ansatz erfordert mehr Aufwand, bietet aber das Beste aus beiden Welten.

PD
PhilosophicalView_Dan · 6. Januar 2026

Größere Perspektive:

Das Narrativ „KI stiehlt unsere Inhalte“ könnte verkehrt sein.

Traditionelles Web-Modell:

  • Inhalte erstellen
  • In Google ranken
  • Traffic, wenn Nutzer klicken

KI-Modell:

  • Inhalte erstellen
  • Zitiert werden, wenn Nutzer KI fragen
  • Markenbekanntheit durch KI-Nennungen aufbauen
  • Direkten/Markentraffic generieren

KI „stiehlt“ keinen Traffic – sie schafft einen anderen Entdeckungspfad. So wie Google Traffic von Verzeichnissen „genommen“ hat, aber ein besseres Entdeckungsmodell schuf.

Die Anpassung:

  • Für Zitation optimieren, nicht nur für Ranking
  • Marke aufbauen, nicht nur Traffic
  • Wert schaffen, den KI nicht repliziert

Die Unternehmen, die sich an Google angepasst haben, gewannen. Wer sich an KI anpasst, gewinnt. Blockieren ist der Kampf von gestern.

FC
FinalThought_Chris · 6. Januar 2026

Noch ein Gedanke:

Fragen Sie sich: Was wäre, wenn Sie in den nächsten 3 Jahren in der KI-Suche komplett unsichtbar wären?

  • Würden Wettbewerber Marktanteile gewinnen?
  • Finden neue Kunden Sie noch?
  • Wächst oder schrumpft Ihre Markenbekanntheit?

Für die meisten Unternehmen ist die Antwort besorgniserregend.

Die Opt-out-Entscheidung betrifft nicht nur den Inhaltsschutz. Es geht darum, wo Ihre Marke im künftigen Entdeckungsumfeld existiert.

Treffen Sie die Entscheidung strategisch, nicht emotional.

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Frequently Asked Questions

Was passiert, wenn man KI-Crawler blockiert?
Das Blockieren von KI-Crawlern (GPTBot, PerplexityBot usw.) via robots.txt verhindert, dass Ihre Inhalte in KI-Trainingsdaten einfließen, und kann Zitate in KI-Antworten verringern. Manche KI-Systeme können Ihre Inhalte jedoch weiterhin aus zwischengespeicherten Daten oder Drittquellen referenzieren.
Kann man KI-Zitate erhalten, ohne KI-Training zuzulassen?
Es ist kompliziert. Einige KI-Systeme nutzen Echtzeitsuche (Perplexity), andere verlassen sich auf Trainingsdaten (ChatGPT). Das Blockieren von Trainings-Bots kann zukünftige Zitate verringern. Der sauberste Ansatz ist, zitier-fokussierte Crawler zuzulassen und, wenn möglich, Trainingsfokussierte zu blockieren.
Was ist der geschäftliche Kompromiss zwischen Inhaltsschutz und KI-Sichtbarkeit?
Das Blockieren von KI-Crawlern schützt Ihre Inhalte vor Nutzung ohne Namensnennung, verringert aber die KI-Sichtbarkeit. Das Zulassen von Crawlern erhöht Sichtbarkeit und Zitate, bedeutet aber, dass Ihre Inhalte KI-Systeme trainieren. Die meisten kommerziellen Marken wählen Sichtbarkeit gegenüber Schutz, da der Einfluss von KI auf die Auffindbarkeit wächst.
Wie kann man selektiv manchen KI-Bots erlauben, anderen aber nicht?
Nutzen Sie robots.txt-Regeln, um bestimmte Bots zu erlauben oder zu blockieren. Beispielsweise können Sie PerplexityBot erlauben (zitiert Quellen), während Sie GPTBot-Training blockieren. Allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen Training und Zitation, und die Durchsetzung ist nicht perfekt.

Überwachen Sie Ihre KI-Sichtbarkeit

Sehen Sie genau, wann und wie Ihre Inhalte in KI-Antworten zitiert werden. Verfolgen Sie, ob das Blockieren oder Zulassen von KI-Crawlern Ihre Sichtbarkeit beeinflusst.

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